ConnectED 2015 – Opening General Session – Vive la France

Alle mal wieder 1617Der erste Tag mit der legendären OGS ist weitestgehend geschafft. Nun muss ich auch endlich mal etwas posten.

Man könnte jetzt mit der philosophischen Frage beginnen: Was wird aus IBM ICS? Aber verschieben wir das auf später.

Fangen wir mal positiv an: IBM Verse würde ich sofort nehmen an Stelle von Notes und all dem Gesumse drumrum, aber auch anstelle von Outlook und dem vergleichbaren Beipack. Scott Souder hat unbestrittene Präsentationsqualitäten. Leider gibt es IBM Verse noch nicht und es wird auch in der Parxis nicht so hellblau funktionieren wie in der fiktiven Firma Greenwell gezeigt. Meine Bedenken im Detail in einem späteren Blog. Man fragt sich dennoch, warum hat sich die IBM nicht in den letzten 15 Jahren an solchen User Interfaces versucht. Das wäre schon immer möglich gewesen, erst recht mit einem Fat Client.

Grundsätzlich hat frankophiles Hochkonjunktur bei der OGS. Der CIO von Moët Hennessy • Louis Vuitton erzählte eindrucksvoll, wie man konkurrierende Luxusprodukte unter einem Holding-Dach vermarktet, der CIO von Bureau Veritas konnte seinen französischen Akzent auch nicht unterdrücken und der Hochseilartist Philippe Petit setzte die französische Krone auf.

Den lautesten Beifall gab es, als Jeff Schick ein Slide mit einer Geburtstagstorte „25 Jahre Notes“ zeigte. Das ist so ein bisschen wie wenn man zu Opas Geburtstags ins Seniorenheim fährt, aber froh ist, wenn man aus dem muffigen Zimmer wieder raus ist. Etwas heuchlerisch, diese Torte. Heute Abend gibt´s sogar eine 25.Geburtstagsparty.

Die Bedetung von Launches – wie z.B. vom IBM Verse vor ein paar Wochen – misst man inzwischen in Impressions. Bei Verse waren es 384 Millionen. Wem´s hilft. Ist ja kein Bargeld.

IBM will nun mit Dropbox, iCloud, OneDrive und ähnlichen File Services konkurrieren. Wenn´s denn funktional konkurrenzfähig wird, dann wird´s der x-te File Services, den ich in meinem Filexplorer habe. Dann reduziert sich alles auf die Frage, bei welcher Cloud ich die wenigstens Datenschutzbedenken habe.

Ansonsten gab´s mächtig viel IBM Digital Experiences. Websphere Portal mal wieder auf die Bühne geschoben.Über choreografische Klimmzüge und Gedichte aufsagen habe ich mich schon früher kritisch geäußert, aber so sind sie nun mal die Amis.

Zu den Details komme ich dann in weiteren Postings.

Innovationshürden in der Automobilindustrie

Div 019Smartphonekopplung in einem nagelneuen VW Tiguan sollte im Jahr 2015 anders funktionieren. Heute morgen verbrachte ich geschlagene 15 Minuten im neuen Auto meiner Kollegin um mein iPhone einzubuchen. Herr Winterkorn, falls Sie mal in die bodennahe Sphäre des Autofahrers hinabtauchen möchten, ich hätte da ein paar Hinweise:

  • In einem VW Tiguan Baujahr 2015 erwarte ich eine intuitive Benutzerführung des Einbuchens über den Navi-Bildschirm, anstatt das Gefummel an Knöpfen links und rechts am Lenkrad.
  • Ich erwarte, dass mein iPhone bei eingeschaltetem Bluetooth sofort gefunden wird und nicht erst im 15. Versuch.
  • Ich erwarte keine Schnitzeljagd bei der Bestätigung des Passcodes. In meinen ersten 20 Versuchen wurde der immer kurz angezeigt und war dann wieder weg. Danach erschien sinngemäß die Meldung: „Kopplung nicht möglich „.

Nur weil mir vom gleichen System in einem Tiguan Baujahr 2011 bekannt war, dass das zickig ist, habe ich überhaupt so lange versucht das Handy einzubuchen.Ein anderer mag da aufgeben und wie gehabt mit dem Handy am Ohr durch den Straßenverkehr marodieren.

Mir ist bekannt, dass die Innovationszyklen im Automobilbereich sehr lange sind. Was heute neu erfunden wird, kommt in 10 Jahren in die Produktion und somit zum Verbraucher. Dass die Dame bei der Autoübergabe dann voller Stolz auf einen USB-Anschluss hinweist, der aus der Mittelkonsole baumelt, muss da schon als atemberaubend bezeichnet werden. Dass es VW nicht schafft, in den Tiguan ein erheblich besseres Navi einzubauen, das in anderen VWs wie z.B. dem Golf schon verfügbar ist, frustriert mich allerdings.

holistic smart café – Mein derzeitiges Lieblingsprodukt

sp100 mal am Tag die Frage: Welche Telefonnumer hat er oder sie? In welchem öffentlichen Netzwerk hab ich ihn oder sie? In welcher internen Datenquelle habe ich ihn oder sie mit kompletter aktueller Adresse? IT-Schnitzeljagd durch 25 Quellen.
Was könnte da helfen? Die Monopolisierung der Social Networks wird nicht so schnell fortschreiten, dass in Kürze alle Profile in einem gemeinsamen Google-Facebook-XING-LinkedIn-Skype stecken werden. Über die internen Datenquellen habe ich im letzten Post genug gesagt. Da ist ohnehin Land unter.
Also müssen wir über die Dörfer. Aber nicht manuell. Das holistic smart café – hoffentlich bald als hsc in aller Munde – tut das automatisch. Eine Suche abschicken, x Quellen parallel durchsuchen. Als interne Quellen werden Active Directory, Domino Directories, Notes-basierte CRMs, IBM Connections und SQL-Datenbanken durchsucht. An öffentlichen Netzwerken gibt es bislang Facebook, Google und XING. LinkedIn kommt in Kürze hinzu. Als hosted CRMs sind Salesforce und SugarCRM im Angebot. Als Instant Messaging Verbindung steht wahlweise Sametime oder Lync zur Verfügung. Microsofts Skype müsste endlich mal wieder ein Java-API anbieten, dann ginge auch das. Fraglich, ob die das jemals wollen. Das i-Tüpfelchen ist dann die CTI-Anbindung. So lässt sich prima arbeiten.
Das holistic smart café gibt es für Windows Clients und für Mac. An die Smartphones wollen wir in 2015 ran.

P.S. Danke Stefan, dass ich dein Sortiment verwenden darf.

Internet-Anbindung im ländlichen Raum

speedtestWas früher die Pferdehändler waren und später die Software-Entwickler, sind heute u.a. die Internet-Provider. Fast alle Bürger in Deutschland sind stolz auf eine DSL-Anbindung im trauten Heim mit mindestens 6,8,10 oder 16MBit, viele auch mit VDSL und stolzen 50 oder gar 100MBit. Die Transferraten in der Praxis weichen leider oft deutlich von den angebotenen Bandbreiten ab. Bauernweisheit!! Im Vetrag steht ja auch „maximal“ (wegen der notwendigen Asbest-Plattendicke, falls der Router durchbrennt) und nicht „kontinuierlich garantiert“. Das deutsche Recht ist auch immer auf Seiten dessen, der was verkaufen will, nie auf Seiten des Bezahlers/Verbrauchers. Oberstes Gebot: Die Wirtschaft muss florieren, zur Not auch mit dauerhaftem Betrug des Verbrauchers.
Besonders in ländlichen Gebieten bekommt man dann Messungen, wie die im Screenshot. Das Arbeiten im Home-Office gestaltet sich dann etwas schwierig. Bestimmte Software-Produkte, deren Namen ich jetzt nicht nennen will, tragen dann durch betont üppigen Umgang mit der bescheidenen Bandbreite zur Arbeitsfreude bei. Immerhin reicht es aus, um solch einen Blogeintrag zu schreiben.

„Always on“ à la Apple

AOFür mich hat Apple dem Begriff „always on“ eine neue Qualität gegeben. Mein iPhone5 hat jetzt 23 Monate auf dem Buckel. Ist ja auch ne tolle Leistung. Der Akku lädt inzwischen total schnell. So in 20 Minuten etwa von 0 auf 100. Super Sache! Ist leider aber auch fast genauso schnell leer. Deshalb hängt mein iPhone5 in der Regel am Kabel. „Always on the power supply“, was vielleicht kein korrektes Englisch ist, aber es passt halt. Meine Kollegin hatte sich wegen ähnlicher Malessen nach Terminvereinbarung auf den Weg zum neuen Hannoveraner Apple Store gemacht. Das ist diese In-Location, bei der viele glasige Augen und Schaum vor dem Mund bekommen. Dort hat dann einer dieser gedrillten Zeitgeist-Fuzzis ihr Handy gegen irgendein Testgerät gehalten und ihr mit großer Freude mitgeteilt, dass der Akku voll in Ordnung sei. Quasi ein Glücksgriff von Akku. Eigentlich bekomme ich in wenigen Wochen ein iPhone6. Die Halbwertszeit des Akkus liegt da vermutlich noch etwas niedriger. Da ich aber mein jetziges iPhone nicht einfach wegschmeißen will, werde ich auch mal diesen Heilsbringern im Apple Store einen Besuch abstatten. Wenn die mich auch mit Glückwünschen überschütten, weil ich so einen Super-Akku habe, dann werde ich den Jungs mal was erzählen. Auf einer vorherige Terminanfrage werde ich verzichten. Ich lass mich doch nicht zum Apple-Affen machen.

Lumia-Freunde, jetzt kommt mir bitte nicht wieder mit euren Alternativ-Vorschlägen. Die Dinger sind auch nicht besser und beim iPhone ist zumindest nicht jedesmal das Display dauerhaft „customized“, wenn das Ding mal runter fällt. Offenbar investiert Apple 0,5 Cent mehr in die Scheibe als Microsoft.

Eine wunderschöne Veranstaltung zum Thema Office365 im PS Speicher in Einbeck

psspeicherGestern hatten wir gemeinsam mit mod eine gut besuchte, spannende, unterhaltsame Veranstaltung zum Thema Office365 im schicken PS Speicher in Einbeck. Empfehlenswerte Location. Danke für die tolle Zusammenarbeit und die Veranstaltungsorganisation an mod.

Hier der Link zum PDF meines Vortrages über Planung und Projektmanagement von Migartionen. PM bei Migrationen

Ach du mein liebes IBM Notes

amgrUnser täglich Notes gib uns heute und verdirb uns nicht den Tag. Hardcore- und Softcore-Administratoren von Domino Servern wissen, dass man, wenn man mal richtig dolle Last abfackeln will, viele viele Agent Manager auf einem Domino Server laufen lassen kann. Ein sauberes Multitasking/Multithreading ist aber woanders erfunden worden. Leider! Am Wochenende hatten wir im Projekt mal wieder den Spaß, dass ein wildgewordener Scheduled Agent leider nicht nur einen Agent Manager aufgehängt hat, sondern alle. Die Jungs sind offenbar gewerkschaftlich organisiert. Wenn einer nicht mehr kann oder will, dann legen die anderen auch die Arbeit nieder. Hat ja auch seine Qualität. Unsere Prozesse liefen einfach nicht mehr, obwohl wir mit der Ursache nun wirklich nichts zu tun hatten.
Ganz sicher wird dieses Problem mit Domino 10, 11 oder 12 beseitigt werden. Auch sonst hätte ich für die Releases 13,14,15 noch ein paar weitere Ideen zum Thema Multithreading. Glücklicherweise ist Notes/Domino durch IBM ein ewiges Leben beschieden und Innovation ist ja ein Kernthema.

Gar mächtig ist des Meisters Kraft, wenn er mit dem Bagger schafft.

CAT_325_RaupenbaggerManchmal ist der IT Consultant auch plötzlich am Ende seines Lateins. Obwohl die Einkommensteuererklärung eines Baggerführers vermutlich etwas flacher aussieht als die des IT Consultants, so hat der Baggerführer doch eine ganz andere Armlänge und kann dem IT-Spuk ein schnelles Ende bereiten. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage hat ein Bagger im näheren Umfeld unseres Kunden ein Kabel gekappt. Na dann arbeiten wir halt mal in aller Ruhe an dem Excel-Sheet weiter.

PowerShell Motivationsschub

PS-FunPowerShell-Programmierung ist ja nicht so dolle kreativ, zumindest nicht im grafischen Bereich. Wenn man dann über Stunden einen Zähler verfolgt, fehlt der Spaßfaktor. Nun wissen wir, dass man die ForegroundColor verändern kann. Wenn man dann noch weiß, was Modulo ist und wieviel Farben es gibt und wie man die Berechnung im Quellcode unterbringt, dann kann PS Scripting sogar Spaß machen. Nach meinen Berechnungen wird das mit lindgrün enden. Wow!

Datenschaukel

SchaukelDie Insider, die immer noch mit dem legendären Produkt Notes arbeiten, sollten den Ablauf kennen. Als Business Partner arbeitet man für einen Kunden, der keine Lust auf Cross-Certifizierung hat. Man will aber trotzdem eine Notes Datenbank zwischen einem eigenen Server und einem Kundenserver replizieren. Also schaukelt man die Daten über die lokale Platte zwischen den Domänen hin und her. Nicht sooo spannend. Replikationskonflikte sind bei unsachgemäßer Nutzung trotzdem vorprogrammiert. Ärgerlich wird es, wenn man nach einem langen Arbeitstag im Hinausgehen noch feststellt, dass man vergessen hat ein letztes mal mit dem Kunden zu replizieren. Man weiß, die Strafe kommt am nächsten Morgen mit hunderten von Replikationskonflikten. Also habe ich mir am Freitag nicht faul spontan den Kundenrechner – nur mit dem komme ich ins Kunden-VPN – noch zusätzlich in den Rucksack gepackt. Blöd ist, wenn man das Ding dann zu hause aufklappt, der nur noch 7% Akku hat und man bequemerweise nicht auch das Netzteil noch mitgeschleift hat. Da freut man sich doch, dass jedes Notebook ein anderes Netzteil hat. Ich hab dann versucht alles doch noch schnell mit den 7 Gnadenprozent zu erledigen, aber ähnlich wie bei meinem iPhone sind 7% nur für 2 Minuten gut. Das war zu wenig. Ich habe dann noch eine Weile am Küchentisch gesessen und mir die Welt abwechselnd schön und hässlich geredet. Aber es nutzt nix. Ich hab mich wieder ins Auto gesetzt, bin nochmal ins Büro gefahren, hab das doofe Netzteil angeschlossen, hab 5 Minuten repliziert, und alles war in Butter. IT 2014. Und wir haben ja sonst keinen Spaß.