{"id":1881,"date":"2014-05-26T09:16:04","date_gmt":"2014-05-26T07:16:04","guid":{"rendered":"https:\/\/thinking.holistic-net.de\/?p=1881"},"modified":"2014-05-28T10:23:59","modified_gmt":"2014-05-28T08:23:59","slug":"plattform-perspektiven-messaging-collaboration-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/thinking.holistic-net.de\/?p=1881&lang=de","title":{"rendered":"Plattform Perspektiven &#8211; Messaging &#038; Collaboration"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-1867\" alt=\"Migrationspfade\" src=\"https:\/\/thinking.holistic-net.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Migrationspfade.jpg\" width=\"652\" height=\"516\" srcset=\"https:\/\/thinking.holistic-net.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Migrationspfade.jpg 652w, https:\/\/thinking.holistic-net.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Migrationspfade-600x474.jpg 600w, https:\/\/thinking.holistic-net.de\/wp-content\/uploads\/2014\/05\/Migrationspfade-379x300.jpg 379w\" sizes=\"auto, (max-width: 652px) 100vw, 652px\" \/>Bei der DNUG Konferenz in Karlsruhe hatten wir eine Podiumsdiskussion zu der im Bild dargestellten Architekturstrategie f\u00fcr Messaging &amp; Collaboration. Bevor ich zu den Pfeilen ein paar Statements abgebe sei gesagt, dass man die Grafik selbstverst\u00e4ndlich beliebig erweitern kann. Die Cloud-Optionen im Markt sind vielf\u00e4ltiger als dargestellt, weil es in der Praxis nicht nur um die Angebote von IBM und Microsoft geht. Als weitere Dimension lie\u00dfe sich noch die Frage &#8222;Browser oder Fat Client?&#8220; hinzuf\u00fcgen, und die Entscheidung \u00fcber die genutzten Devices ist auch nicht dargestellt. Die beglaubigte Maxime der IBM lautet: &#8222;Cloud first, mobile always!&#8220;<br \/>\nAuch ohne diese Dimensionen ist es schon schwierig alle Pfeile unterzubringen. Faktum ist, dass alles Dargestellte zur Zeit zur Diskussion steht. Ein paar Pfeile kann man sich sparen. Den Weg aus der Cloud zur\u00fcck auf On-premise sehe ich bislang nicht. Dazu m\u00fcsste erstens ein Entscheider zugeben, dass eine fr\u00fcher getroffene Entscheidung falsch war, was einer Sensation gleich k\u00e4me. Zweitens m\u00fcsste es tats\u00e4chlich Sinn machen, sich eine abgeschaffte Infrastruktur wieder ins Rechenzentrum zu stellen. Drittens m\u00fcssten die Cloud-Anbieter entsprechende Migrationsprozesse unterst\u00fctzen, was sie nicht tun werden.<br \/>\nAus \u00e4hnlichen Gr\u00fcnden kann man auch auf den Pfeil zwischen den Cloud-Angeboten verzichten. Am ehesten k\u00f6nnte sich vielleicht Messaging mittelfristig auch in allen Details so zur Commodity entwickeln, dass man \u00e4hnlich, wie beim Stromnetz oder beim Handy den Provider jeden Montag wechselt. Halte ich aber f\u00fcr unwahrscheinlich, da Messaging bei aller Standardisierung von Formaten doch zu propriet\u00e4r ist.<\/p>\n<p>Der dunkelblaue Pfeil &#8211; Wechsel des Mail-Systems von Outlook\/Exchange zu Notes\/Domino &#8211; ist zwar diskutabel und kommt gelegentlich vor, wird aber in freier Wildbahn sehr selten beobachtet.<\/p>\n<p>Die Pfeile vom Microsoft Stack &#8222;On premise&#8220; zu Office365 oder Azure interessieren auf einer DNUG Konferenz nicht wirklich. Das ist sozusagen Microsoft-interner Kannibalismus. Im Markt jenseits der IBM-Brille interessieren sie nat\u00fcrlich sehr intensiv. Dazu mehr zu einem anderen Zeitpunkt.<\/p>\n<p>Im Fokus der Podiumsdiskussion standen die Fragestellungen: Wohin geht Notes Email und wohin gehen die Notes Applikationen? In unseren Kundenprojekten hat man gelegentlich den Eindruck, dass sich die Optionen gegenseitig \u00fcberholen. Da wird zuerst ein Wechsel nach Outlook\/Exchange geplant und dann \u00f6ffnet sich pl\u00f6tzlich das Fenster zur Cloud und ein neuer Wind kommt ins Projekt. Die SmartCloud steht gelegentlich auch zur Diskussion, aber so gnaz angekommen ist sie in Deutschland noch nicht. Ich habe den Eindruck, die IBM will zumindest immer noch nicht \u00f6ffentlich \u00fcber m\u00f6gliche Gr\u00fcnde f\u00fcr einen Wechsel vieler Kunden zum Microsoft Stack diskutieren. Am h\u00e4ufigsten versteckt man sich hinter dem schicksalhaften Wechsel des CIO oder CFO, der einfach wider besserem technologischem Wissens oder auch frei von Wissen etwas Neues machen will. Da kann man als Techi dann nichts tun. H\u00f6here Macht. Im Markt sind mir andere Argumente im Ohr, wie z.B. die bessere Integration in Microsoft Office (was mehr oder minder selbstverst\u00e4ndlich ist und am Quasi-Monopolismus von Microsoft liegt), die h\u00f6here Investitionssicherheit bei Microsoft oder schlicht die Reduktion der <em>vendor list<\/em> unter der Pr\u00e4misse, dass SAP und Microsoft gesetzt sind. Einig war man sich in der Podiumsdiskussion, dass ein alleiniger Wechsel des Email-Systems eher einer Geldverbrennung gleich kommt, weil die Funktionalit\u00e4t Jacke wie Hose ist. Klar ist auch, dass die Scheu vor der Cloud nachlassen wird, dass die Hersteller in ihren Cloud-Angeboten nachbessern werden, aber auch dass die Hersteller mittelfristig On-Premise-Angebote so unattraktiv machen werden, dass man gar nicht anders kann als in die Cloud zu gehen.<\/p>\n<p>Bei der Applikationslandschaft ist eine Entscheidung sehr viel schwieriger zu treffen als im Bereich Email. Angefangen von vielf\u00e4ltigen internen Schnittstellen der Applikationen in der gesamten IT-Architektur eines Unternehmens, \u00fcber viele offene Fragen im Betrieb von Applikationen in der Cloud, \u00fcber Flexibilit\u00e4t, Konfigurierbarkeit, TCO und anderes, das Lemming-Rennen in die Cloud ist da noch gebremst. Hier sehe ich eher private Cloud Konstrukte jenseits der gro\u00dfen Anbieter, die flexibler sein k\u00f6nnen als SmartCloud, Office365 oder Azure. Selbstverst\u00e4ndlich gibt es manche eher triviale Applikationslandschaft, die durch elegante SharePoint-Umsetzungen abl\u00f6sbar ist, es gibt aber auch die hochkomplexe Notes Applikationslandschaft, die zumindest kurzfristig genau so bleiben muss, wie sie ist, oder auch aus Kostengr\u00fcnden in kleinen Schritten irgendwohin weiter entwickelt werden muss. Ob das dann XPages hei\u00dft oder SAP oder SharePoint oder eine teure Java Entwicklung, ist im Einzelfall zu pr\u00fcfen. In jedem Fall wird Geld in die Hand genommen.<\/p>\n<p>Intensiv zu diskutieren sind nat\u00fcrlich auch die Themen Koexistenz und Hybrid, was wir in der knappen Zeit der Podiumsdiskussion auf der DNUG nicht geschafft haben. Klar ist, dass beides Kompromisse sind und beides nicht das langfristige Ziel f\u00fcr eine Infrastruktur sein sollten. Tempor\u00e4r hat man immer Koexistenz oder Hybrid und wenn es sich nur um Tage oder Wochen handelt. Ein Highlight ist nat\u00fcrlich immer das Big Bang Szenario, in dem man das B\u00fcro am Freitag auf der alten Plattform verl\u00e4sst und am Montag auf der Neuen weitermacht. Dazu m\u00fcssen allerdings ideale Rahmenbedingungen gegeben sein und auf der neuen Plattform muss eher ein <em>greenfield approach<\/em> erfolgen. Datenmigration und Big Bang bei\u00dfen sich.<\/p>\n<p>Angesichts der Tatsache, dass ein interessantes Abendprogramm auf mich wartet, aber auch weil Blogeintr\u00e4ge nicht so lang sein sollen, weil sie sonst keiner liest, will ich es an dieser Stelle mal genug sein lassen. Es gibt noch viel zu diskutieren und noch viel mehr zu tun.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei der DNUG Konferenz in Karlsruhe hatten wir eine Podiumsdiskussion zu der im Bild dargestellten Architekturstrategie f\u00fcr Messaging &amp; Collaboration. Bevor ich zu den Pfeilen ein paar Statements abgebe sei gesagt, dass man die Grafik selbstverst\u00e4ndlich beliebig erweitern kann. 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