{"id":298,"date":"2013-01-17T17:18:00","date_gmt":"2013-01-17T17:18:00","guid":{"rendered":"http:\/\/wp1117171.wp153.webpack.hosteurope.de\/thinksbtf\/thinking\/?page_id=298"},"modified":"2013-02-26T11:37:33","modified_gmt":"2013-02-26T10:37:33","slug":"soa-fur-den-hormonspiegel-die-wahre-auspragung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/thinking.holistic-net.de\/?page_id=298&lang=de","title":{"rendered":"SOA f\u00fcr den Hormonspiegel \u2013 die wahre Auspr\u00e4gung"},"content":{"rendered":"<p>Mit dem Begriff SOA wird ja viel Schindluder getrieben. Jeder Her\u00adsteller entdeckt pl\u00f6tzlich, dass er schon immer nach dem Paradigma der serviceorientierten Architektur entwickelt hat und verkauft sich und seine Produkte als Inkarnation von SOA. Da es bei diesem Hype-Thema im Kern nur um gesunden Menschenverstand geht und dieser der IT-Branche nicht vollends abzusprechen ist, empfinde ich es auch als selbstverst\u00e4ndlich, dass sich jeder mit diesem Thema mehr oder minder \u00fcberzeugend schm\u00fccken kann.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"3_2006\" src=\"http:\/\/wp1117171.wp112.webpack.hosteurope.de\/thinksbtf\/thinking\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/3_2006.jpg\" width=\"571\" height=\"76\" \/><\/p>\n<p>Die wahre Auspr\u00e4gung von SOA schilderte mir allerdings ein Taxifahrer w\u00e4hrend der CeBIT-Zeit. Der bedenklich hohe Hormonspiegel vieler m\u00e4nnlicher CeBIT-Besucher und des m\u00e4nnlichen Ausstellerpersonals sorgt zu CeBIT-Zeiten in Hannover nicht nur f\u00fcr einen \u201eall year peak\u201c in der Gastronomie, sondern auch f\u00fcr eine kaum zu bew\u00e4ltigende Auslastung im Rotlichtmilieu. Leider war es in diesem Jahr zur CeBIT auch bitter kalt. Besagter Taxifahrer berichtete, dass vor manchen Etablissements beheizte Wartezelte aufgebaut wurden. Der Besucherstrom kann dort vorbereitend bei Laune gehalten werden, und die Hormone frieren nicht ein. Solche Zeltbauten nenne ich die \u201ewahre\u201c serviceorientierte Architektur. \u00dcber SOA-Probleme muss im Zelt nicht diskutiert werden und der ROI l\u00e4sst sich in einer einzigen kalten Nacht messen. Ein Zweifel am Business Case kommt erst gar nicht auf. Da erblasst doch jeder IT-Berater vor Neid.<\/p>\n<p>Ansonsten musste ich auf der CeBIT immer wieder die gleiche Frage beantworten: \u201eZufrieden mit dem Messegesch\u00e4ft?\u201c. Vorab gesagt, ich bin recht zufrieden mit der Kontaktb\u00f6rse \u201eCeBIT\u201c, wobei ich aber den Ausdruck \u201eMessegesch\u00e4ft\u201c dabei nicht strapazieren m\u00f6chte. Trotz des L\u00e4rmpegels konnte ich manch konstruktives Gespr\u00e4ch f\u00fchren, wenn auch die Konzentration auf das Fachliche manchmal schwer f\u00e4llt. Ich habe allerdings auf der CeBIT noch nie diese sagenumwobenen Auftragsb\u00fccher gesehen, die vor Ort vollgeschrieben werden. Das Reporting an die Messe AG, die abendlich die konsolidierten Umsatzzahlen aller Aussteller an die Presse weitergibt, lief bislang an mir vorbei. Auch habe ich den Messebesucher vermisst, der mit den Worten: \u201eSie sind meine Rettung, Ihr Produkt habe ich schon seit Jahren gesucht!\u201c an unseren Stand st\u00fcrzte.<\/p>\n<p>Stattdessen beschleichen einen Zweifel, ob man als schn\u00f6der Software- und Dienstleistungsanbieter zwischen all den Consumer-Pro\u00addukten und der einhergehenden Reiz\u00fcberflutung \u00fcberhaupt wahrgenommen wird. Bei HD-TV-Screens wird die Bildschirmgr\u00f6\u00dfe sicher bald in Yards und nicht mehr in Zoll gemessen. Es m\u00fcssen lediglich noch die passenden Wohnzimmerw\u00e4nde gebaut werden. MP3-Player werden in allen erdenklichen Formen unters Volk gebracht, und Aussteller, denen gar nichts einf\u00e4llt, lassen das Volk schlicht auf Torw\u00e4nde schie\u00dfen. Wir sind Deutschland! Somit eignet sich die CeBIT mehr zu Milieustudien als zu Fachgespr\u00e4chen. Ein \u00fcberzeugendes Konzept der Messe AG kann ich darin nicht erkennen. Der Minimalkonsens besteht darin, dass alles dargebotene irgendetwas mit IT zu tun hat. Manches nur am Rande.<\/p>\n<p>Der Kernfrage im Messe-Marketing lautet ohnehin: Fu\u00dfball oder Frauen. Was zieht mehr? Eine laszive Blondine im Minirock, ungeschickt einen Ball maltr\u00e4tierend, das ist doch der absolute Kick f\u00fcr den gestressten Gesch\u00e4ftsmann. Da werden wie bei Uli Hoene\u00df die Hilfstriebe geweckt. Was soll ich dem Gesch\u00e4ftsmann noch \u00fcber SOA erz\u00e4hlen?<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><a href=\"http:\/\/wp1117171.wp112.webpack.hosteurope.de\/thinksbtf\/thinking\/?page_id=300\" rel=\"attachment wp-att-759\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"Glosse_Pfeil\" src=\"http:\/\/wp1117171.wp112.webpack.hosteurope.de\/thinksbtf\/thinking\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Glosse_Pfeil1.jpg\" width=\"129\" height=\"17\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem Begriff SOA wird ja viel Schindluder getrieben. Jeder Her\u00adsteller entdeckt pl\u00f6tzlich, dass er schon immer nach dem Paradigma der serviceorientierten Architektur entwickelt hat und verkauft sich und seine Produkte als Inkarnation von SOA. 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