{"id":231,"date":"2013-01-17T14:06:10","date_gmt":"2013-01-17T14:06:10","guid":{"rendered":"http:\/\/wp1117171.wp153.webpack.hosteurope.de\/thinksbtf\/thinking\/?page_id=231"},"modified":"2013-02-22T18:18:38","modified_gmt":"2013-02-22T17:18:38","slug":"horizonte-perspektiven-und-humor-im-big-business","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/thinking.holistic-net.de\/?page_id=231&lang=de","title":{"rendered":"Horizonte, Perspektiven und Humor im Big Business"},"content":{"rendered":"<p>Neulich las ich einen Zeitungsartikel \u00fcber einen l\u00e4ngst verstorbenen Papst. Dabei schlich sich ein Freudscher Lesefehler ein. Anstatt Papst Innozenz las ich Papst Insolvenz. Einerseits schmunzelte ich dar\u00fcber, andererseits \u00e4rgerte ich mich, wie stark das Dauerthema \u201ewirtschaftlicher Niedergang\u201c das Unter(nehmer-)bewusstsein pr\u00e4gt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"8_2002\" src=\"http:\/\/wp1117171.wp112.webpack.hosteurope.de\/thinksbtf\/thinking\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/8_2002.jpg\" width=\"572\" height=\"76\" \/><\/p>\n<p>Ein italienischer Freund von mir ist weltweit im IT-Business unterwegs. Ich fragte ihn bei unserem letzten Gespr\u00e4ch, wie die Stimmungslage vergleichsweise in anderen L\u00e4ndern sei. Nicht \u00fcber\u00adraschend best\u00e4tigte er, dass auch international vieles erfreulicher laufen k\u00f6nnte. Deutschland belegt aus seiner Sicht aber den Spitzenplatz im Jammern. In keinem Land h\u00e4nge man derart nihilistisch in den Seilen wie in Deutschland.<\/p>\n<p>Wir erreichen in der Tat nichts, wenn wir unseren Horizont nicht \u00fcber die fruchtlosen \u201eSchr\u00f6der oder h\u00e4tte-doch-Stoiber\u201c-Diskussionen erweitern. Es ist auch wenig konstruktiv, wenn die meisten Banker ihre Papierk\u00f6rbe mit \u201eBasel II\u201c beschriften und den Kopf in selbigen stecken.<\/p>\n<p>Gl\u00fccklicherweise ist der Forschungsdrang der IBM von solchen de\u00adpressiven Befindlichkeiten unbelastet. In der Presse wurde j\u00fcngst unter dem Titel \u201eAutomatic Computing\u201c \u00fcber eine neue Computergeneration berichtet. Diese \u00fcberwacht komplett und vorausschauend den \u201eGesundheitszustand\u201c des Systems und ist gegebenenfalls selbst\u00e4ndig zu pr\u00e4ventiven Reparaturen f\u00e4hig. Ein sinnvoller Ansatz und eigentlich logischer Schritt. Denn die bisherige Erfahrung zeigt, dass auch IBM-Hardware ad hoc und unerwartet den Dienst einstellt und den Benutzer in ein Vakuum st\u00fcrzt.<\/p>\n<p>Leider wird sich dadurch die Komplexit\u00e4t der Systeme nicht ver\u00adringern. Im Gegenteil, vermutlich wird der Bootvorgang eines PCs durch den Gesundheits-Check mehrere Minuten dauern. Ebenso sollten Mitarbeiter den Shutdown eine Viertelstunde vor Arbeitsschluss starten, um rechtzeitig zur Workout-Party zu kommen. Ein Kollege bei Microsoft wollte mir vor einigen Monaten stolz demon\u00adstrieren, dass XP um Dimensionen schneller boote als Windows 2000. Der spontane Vergleichstest ergab eine Minute, zehn Sekunden f\u00fcr W2K und eine Minute, zw\u00f6lf Sekunden f\u00fcr XP. Soviel zu Performance-Verbesserungen um Dimensionen. Lag es damals noch am Debug-Code in XP?<\/p>\n<p>Nicht nur der Forschungsdrang, auch der Humor bei IBM ist ungebrochen. Das zeigte sich, als ich Ger\u00fcchten \u00fcber ein Produkt namens Easysync 4.2 nachging. Auf meine Mail-Anfrage bei einem IBM-Mitarbeiter erhielt ich die Antwort, dass er \u00fcber Google f\u00fcndig geworden sei. Einziger Beweis f\u00fcr die Existenz des Release sei die Firma Bill Leckie Computers Ltd., Auckland, New Zealand. Diese bietet das gesuchte Release f\u00fcr 194 NZ$ an. Allerdings: No cards accepted! Na denn. Ich pr\u00fcfe gerade, ob der H\u00e4ndler f\u00fcnf Sixpacks Fosters als Bezahlung akzeptiert, um die horrenden Geb\u00fchren f\u00fcr eine Auslands\u00fcberweisung zu sparen.<\/p>\n<p><i>Nachtrag, November 2008: Sowas \u00e4hnliches wie die selbstheilende Software habe ich mit dem unseeligen Konglomerat von Windows Vista und Lenovo-\u201eich-bin-auch-schlau\u201c bereits auf meinem Rechner. Er braucht zwar 5-8 Minuten zum Booten, aber wen interessiert das schon.<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neulich las ich einen Zeitungsartikel \u00fcber einen l\u00e4ngst verstorbenen Papst. Dabei schlich sich ein Freudscher Lesefehler ein. Anstatt Papst Innozenz las ich Papst Insolvenz. 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