{"id":221,"date":"2013-01-17T14:02:55","date_gmt":"2013-01-17T14:02:55","guid":{"rendered":"http:\/\/wp1117171.wp153.webpack.hosteurope.de\/thinksbtf\/thinking\/?page_id=221"},"modified":"2013-02-20T16:04:28","modified_gmt":"2013-02-20T15:04:28","slug":"grenzbereiche-des-managements","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/thinking.holistic-net.de\/?page_id=221&lang=de","title":{"rendered":"Grenzbereiche des Managements"},"content":{"rendered":"<p>Im Big Business hat sich berufs\u00fcbergreifend ein gewisses Standard-Set an Utensilien entwickelt, das man als moderner Gesch\u00e4ftsmann oder \u201etough\u201ce Gesch\u00e4ftsfrau immer bei sich haben sollte:<\/p>\n<p>Zur Basisausr\u00fcstung geh\u00f6ren eine Geldb\u00f6rse inklusive 23 Plastikkarten, Schl\u00fcsselbund und Handy. Je nach beruflicher Position und Aufgabe tr\u00e4gt der Business-getriebene Mensch noch ein Notebook einschlie\u00dflich Zubeh\u00f6r mit, auf Reisen zus\u00e4tzlich das Handy-Ladeger\u00e4t. Letztgenanntes ist bei Ger\u00e4ten mit bestimmten Standards und einem Tick Risikofreudigkeit immerhin verzichtbar. Denn normalerweise findet sich \u00fcberall ein passendes Ladeger\u00e4t \u2013 vorausgesetzt man nutzt finnische Standards. Ein Palm Pilot rundet das Ganze ab: Ich pers\u00f6nlich verzichte aber (noch) darauf.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"3_2002\" src=\"http:\/\/wp1117171.wp112.webpack.hosteurope.de\/thinksbtf\/thinking\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/3_2002.jpg\" width=\"572\" height=\"76\" \/><\/p>\n<p>Tempor\u00e4r bin ich mit meinen n\u00fctzlichen Dingen \u00fcberfordert; spezi\u00adfische Indizien weisen darauf hin. Manchmal gelingt es mir nicht mehr, dieses Set und seine Vollst\u00e4ndigkeit im Griff zu behalten. Bei normaler Belastung ist alles mit vier bis sechs morgendlichen Handgriffen an Bord. Bei Arbeits\u00fcberlastung geht die Suche los. Die verzweifelten Gedankeng\u00e4nge drehen sich um die Frage: \u201eWo habe ich Utensilie X zuletzt benutzt?\u201c Je nach Tragik ist die Suche mit Schwei\u00dfausbr\u00fcchen, Fl\u00fcchen, Selbst- oder Fremdbeschuldigungen verbunden.<\/p>\n<p>K\u00fcrzlich habe ich wegen eindeutig kurzfristiger \u00dcberlastung innerhalb von 15 Minuten zuerst mein Handy und anschlie\u00dfend das Netzteil des Notebooks verzweifelt gesucht. Der Verlust des Handys war relativ schnell gekl\u00e4rt. Ich hatte es eine Stunde vorher w\u00e4hrend eines Telefonates einer Kollegin in die Hand gedr\u00fcckt, worauf diese mit zwei Handys in der Tasche durch die Gegend lief. Die Kollegin rief mich auf dem Festnetz an und teilte mir den Fund mit. \u00c4rgerlich war, dass mir der Sachverhalt selbst nicht mehr einfiel.<\/p>\n<p>Komplizierter verlief w\u00e4hrenddessen die Suche nach dem Netzteil. An den Steckdosen zuhause hing es nicht. Also rief ich per Festnetz \u2013 das Handy war ja weg \u2013 bei verschiedenen Besuchsorten der letzten beiden Tage an, an denen das Netzteil liegen geblieben sein konnte. Leider erfolglos, bis auf das freundliche Angebot eines Mitmenschen, mir ein Ersatznetzteil zur Verf\u00fcgung zu stellen. Anschlie\u00dfend durchsuchte ich zum zw\u00f6lften Mal die Lotusphere2002-Multi-Purpose-Rucksack-Notebook-Tasche. Und siehe da, pl\u00f6tzlich tauchte an diesem Wunderwerk der Vielzweck-Nutzung eine weitere Au\u00dfentasche auf, die meinen vorhergehenden elf planlosen Durchsuchungen entgangen war. Das Netzteil war brav verpackt in der Tasche. Mein Ruhepuls war schnell wieder hergestellt. Ein Indiz f\u00fcr meine doch noch vorhandene Fitness?<\/p>\n<p>Leider gehen nicht alle Suchvorg\u00e4nge so glimpflich aus. Mal ist das Handy endg\u00fcltig verschwunden, mal das Netzteil, mal der Geldbeutel. Mit einer gewissen Gl\u00fcckseligkeit erf\u00fcllen mich jene Momente, in denen ich mein Set nicht ben\u00f6tige. Oder, wenn ich Zeit habe nachzudenken, wie der technische Fortschritt das Leben vereinfachen k\u00f6nnte, w\u00fcrden wir uns nicht zu Sklaven unserer selbst machen.<\/p>\n<p>P.S.: Zum Abschluss eine Nachricht in eigener Sache: Der \u201eShooting Star 2002\u201c ist bereits geboren. Er hei\u00dft holistic-net GmbH, und ich bin einer der Astronauten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Big Business hat sich berufs\u00fcbergreifend ein gewisses Standard-Set an Utensilien entwickelt, das man als moderner Gesch\u00e4ftsmann oder \u201etough\u201ce Gesch\u00e4ftsfrau immer bei sich haben sollte: Zur Basisausr\u00fcstung geh\u00f6ren eine Geldb\u00f6rse inklusive 23 Plastikkarten, Schl\u00fcsselbund und Handy. 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