{"id":219,"date":"2013-01-17T14:02:28","date_gmt":"2013-01-17T14:02:28","guid":{"rendered":"http:\/\/wp1117171.wp153.webpack.hosteurope.de\/thinksbtf\/thinking\/?page_id=219"},"modified":"2013-02-20T16:01:56","modified_gmt":"2013-02-20T15:01:56","slug":"investitionen-gesichert-oder-mut-zu-neuen-investitionen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/thinking.holistic-net.de\/?page_id=219&lang=de","title":{"rendered":"Investitionen gesichert \u2013 oder Mut zu neuen Investitionen?"},"content":{"rendered":"<p>Alle Jahre wieder stellt sich auf der Lotusphere in Orlando die globale und bewegende Frage: Wie geht\u00b4s denn weiter? Konkreter, aber im gr\u00f6\u00dferen Rahmen: Wie lange noch gibt es Lotus Notes und Lotus Domino? Die Fragen im Detail sind vielf\u00e4ltig: Was wird aus JSP und Domino? Wie steht es um Domino als Servlet Engine? Was sieht es mit J2EE und Domino aus? Was passiert mit der K-Station?<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"2_2002\" src=\"http:\/\/wp1117171.wp112.webpack.hosteurope.de\/thinksbtf\/thinking\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/2_2002.jpg\" width=\"572\" height=\"76\" \/><\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte jetzt nicht die Fragen im Detail beantworten, zumal Antworten eine gewisse Kurzlebigkeit aufweisen k\u00f6nnten. Der gro\u00dfe Trend ist jedoch in Orlando klar geworden: IBM will mit Kraft Websphere, DB2 und Tivoli verkaufen. Zum Trost werden zwar Notes 6 sowie Domino 6 f\u00fcr das Q3\/2002 und sogar eine Lotusphere 2003 f\u00fcr n\u00e4chsten Januar angek\u00fcndigt, aber dann ruft Al Zollar in der General Opening Session die Gemeinde zu einer Horizonterweiterung auf: Er vermittelt mehr oder minder deutlich, dass die Lotus-Brille nicht der Brille des globalen IT-Strategen entspricht. In der Rotunda-Lobby des Hotels sitzt, oder vielmehr h\u00e4ngt, ein altgedienter IBM Sales Guy im Sofa und ruft selbstgef\u00e4llig: \u201eEverything goes Websphere! That\u00b4s it!\u201c<\/p>\n<p>In den einzelnen Sessions werden dann die kleinen Kr\u00f6ten verteilt: IBM m\u00f6chte in Zukunft nicht mehr auf Gedeih und Verderb alle denkbare Funktionalit\u00e4t in den Domino-Server implementieren, sondern Technologie nur auf der jeweils geeigneten Plattform anbieten. In anderen Worten: \u201eWebsphere\u201c.<\/p>\n<p>Application Server und DB2 sind f\u00fcr anspruchsvolle und leistungsf\u00e4hige L\u00f6sungen unausweichlich. Im gro\u00dfen Rahmen wird technische Funktionalit\u00e4t konsolidiert, gleichzeitig wird sie im Detail aber auf mehr Hardware verteilt.<\/p>\n<p>W\u00fcrden Lizenz-, Hardware- und Administrationskosten sowie die Kosten zum Aufbau von neuem Know-how keine Rolle spielen, dann w\u00e4re dieser Ansatz sehr vern\u00fcnftig. Aber leider entstehen diese Kosten unausweichlich, und somit schwenken wir von \u201eInvestitionen gesichert\u201c zu \u201eMut zu neuen Investitionen\u201c.<\/p>\n<p>Ob dieser IBM-Kurs von allen Kunden mitgetragen wird, zeigen die n\u00e4chsten Monate und Jahre. In Amerika mag diese Strategie ein\u00adfacher umzusetzen sein als in Europa. Bei Gro\u00dfkunden kann man noch eher (norddeutsch) sagen: \u201eWat mut, dat mut!\u201c Beim Mittelstand wird das schon schwieriger. Zumindest Dienstleister sollten f\u00fcr das von IBM initiierte Arbeitsbeschaffungsprogramm dankbar sein.<\/p>\n<p>Unter der Rubrik \u201eHumor\u201c gab es auf der Lotusphere auch einiges zu beobachten: \u00d6sterreicher, die im feschen Badetuch auf dem Hotelbalkon den Abschied von der vermeintlich \u201eletzten\u201c Lotusphere feierten. Hungernde, fluchende Aussteller, die zu Fr\u00fchst\u00fcck und warmem Essen nicht zugelassen waren. T\u00f6rtchen-Wettessen im Dining Tent \u2013 teilnehmen durfte, wer die richtige Autorisierung hatte. 65% World Disney Surcharge f\u00fcrs Telefonieren im Hotel, was sich aber nach einer hartn\u00e4ckigen Diskussion umgehen lie\u00df.<\/p>\n<p>Zum Schluss noch eine Empfehlung f\u00fcr CeBIT-Partys: Nur einheimisches, sprich norddeutsches Bier konsumieren. Alles andere ist Neokolonialismus in fl\u00fcssiger Form, der lang anhaltende Kopfschmerzen verursacht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alle Jahre wieder stellt sich auf der Lotusphere in Orlando die globale und bewegende Frage: Wie geht\u00b4s denn weiter? Konkreter, aber im gr\u00f6\u00dferen Rahmen: Wie lange noch gibt es Lotus Notes und Lotus Domino? 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