{"id":211,"date":"2013-01-17T14:00:12","date_gmt":"2013-01-17T14:00:12","guid":{"rendered":"http:\/\/wp1117171.wp153.webpack.hosteurope.de\/thinksbtf\/thinking\/?page_id=211"},"modified":"2013-02-20T15:33:08","modified_gmt":"2013-02-20T14:33:08","slug":"raus-aus-dem-jammertal","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/thinking.holistic-net.de\/?page_id=211&lang=de","title":{"rendered":"Raus aus dem Jammertal!"},"content":{"rendered":"<p>Katzenjammer allerorten. Jeder wei\u00df es, jeder liest es. T\u00e4glich! Die Euphorie im IT-Business h\u00e4lt sich momentan in bescheidenen Grenzen. Daher spare ich dieses Mal mit Kritik an unserer Branche, denn es scheint mir nicht angebracht, noch mehr \u00d6l ins Feuer zu gie\u00dfen. Die Wirtschaftspresse mischt schon kr\u00e4ftig genug mit und steht der Boulevardpresse an Sensationsgier in nichts nach.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"6_2001\" src=\"http:\/\/wp1117171.wp112.webpack.hosteurope.de\/thinksbtf\/thinking\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/6_2001.jpg\" width=\"572\" height=\"76\" \/><\/p>\n<p>Bei all den Meldungen \u00fcber Insolvenzen, Gewinnwarnungen, Wachstumsr\u00fcckg\u00e4nge, schlechte Auftragslagen und andere betriebswirtschaftliche Desaster geht vollkommen unter, dass die meisten IT-Unternehmen nach wie vor gute Produkte und \u00fcberzeugende Dienstleistungen bieten. Wir stehen vor spannenden Aufgabenstellungen aller Gr\u00f6\u00dfenordnungen, die von einer Vielzahl leistungsf\u00e4higer Unter\u00adnehmen angegangen und gel\u00f6st werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6rt auch die operative Nutzung des Internets, die allerdings noch in den Anf\u00e4ngen steckt. E-Business ist die Zukunft, aber eben erst Zukunft und nicht Gegenwart. Fluten von L\u00f6sungen, die in den letzten Jahren entstanden\u00a0 sind,\u00a0 harren der Konsolidierung oder\u00a0 Integration. Also, liebe Auftraggeber: Aufh\u00f6ren zu jammern, nicht hinter dem Wirtschaftsteil der Tageszeitung verstecken. Lasst uns nach einem alten Tankstellen-Slogan gemeinsam die Aufgaben \u201eanpacken\u201c.<\/p>\n<p>Nach diesem Motivationsappell an die Auftraggeber nun doch ein kleiner Schwenk zu den Entwicklern: Thema Benutzeroberfl\u00e4chen. Ein Graus ohne Ende. Ich bin immer wieder \u00fcberrascht \u00fcber die Leidensf\u00e4higkeit von Anwendern, die Jahr und Tag mit schreck\u00adlichen Benutzeroberfl\u00e4chen arbeiten m\u00fcssen. Benutzeroberfl\u00e4chen haben meiner Meinung nach auch mehr mit gesundem Menschenverstand als mit hochkomplexer Technologie zu tun. Und vielleicht ist gerade das ein Problem in der IT-Branche.<\/p>\n<p>In vielen sogenannten Softwarel\u00f6sungen werden selbst banalste Grundregeln durch designerische Klimmz\u00fcge im Stile einer Reli\u00adgionsstiftung \u00fcber den Haufen geworfen. Logische Zusammenh\u00e4nge werden kreuz und quer \u00fcber Dialogmasken verteilt und mit Pseudokomplexit\u00e4ten begr\u00fcndet. Die Devise lautet: Kilometergeld mit der Maus! Manchmal wird auch nur ganz plump die relationale Datenstruktur an die Benutzeroberfl\u00e4che gezogen. Warum nicht gleich mit dem L\u00f6tkolben die Daten eingeben? \u00dcbrigens: Buchhaltungspro\u00adgramme stehen auf meiner privaten schwarzen Liste ganz oben.<\/p>\n<p>Mancher Anwender ist sogar stolz, ein kompliziertes Programm bedienen zu d\u00fcrfen. Da ist man gerne bereit, etwas Zeit zu investieren. Hauptsache, der Kollege versteht die geheimnisumwitterte Bedienung nicht.<\/p>\n<p>Meine j\u00fcngsten Benutzeroberfl\u00e4chen-Erfahrungen durchlebte ich w\u00e4hrend eines Urlaubs in Amerika. Ich war gezwungen, ein Handy der Marke Motorola Timeport zu bedienen. Ein schwieriges Unterfangen, denn meine Denkstrukturen laufen offenbar vollkommen quer zu denen der Motorola UI-Designer. Mir ist unklar, wie man solch ein Ger\u00e4t ungestraft auf den Markt bringen kann. M\u00f6glicherweise ist das Motorola Usability Lab eine H\u00fchnerfarm und keiner hat\u00b4s gemerkt.<\/p>\n<p>Ansonsten empfehle ich den Jungs und M\u00e4dels einen Urlaub in Finnland. Da ist man schon etwas weiter. Aber vielleicht sollten wir Euro\u00adp\u00e4er das f\u00fcr uns behalten. Das w\u00e4re ein Wettbewerbsvorteil.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Katzenjammer allerorten. Jeder wei\u00df es, jeder liest es. T\u00e4glich! 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