Win Win Situation

wwWenn jemand mit mir Geschäfte machen will, dann rate ich ihm die Bezeichnung Win Win zu vermeiden. Wir hatten vor Jahren mal einen Berater in unserem Umfeld, der kam alle paar Tage mit einer Win Win Idee hereingeschneit. Ich verbinde mit diesem Ausdruck besonders skurile Ideen, die immer näher am Lose Lose waren als dass damit irgendjemand Geld verdient hat. Im besten Fall ist es zu einem Win Lose gekommen, wobei dann der Erfinder des Win Win ein paar Kröten eingesammelt hat und der zweite Winner im Pakt in die Röhre geguckt hat. Schon damals habe ich auf solche Win Win Situationen mit leichtem Hautausschlag reagiert. Daran hat sich nichts geändert. Vor Weihnachten häufen sich wieder die Win Wins. Vielleicht sollte ich mir mal eine Mail Rule basteln ….

Seriöse Kostenschätzung im Projektgeschäft

Div 002Professionell geführte Unternehmen haben eine hochseriöse Kostenschätzung für ihr Projektgeschäft. Die Berechnung erfolgt auf Basis perfekter Lasten-, Pflichten- oder Sonstwas-Hefte. Der Entwickler schätzt – ach was heißt denn schätzt – er betoniert seine Aufwandsangaben auf 6 Nachkommastellen genau in das Angebot. Der Abschnitt Risiko im Angebot entfällt, oder er beschreibt den Fall des Weltuntergangs, eine Kanzlerschaft von Ursula von der Leyen oder andere Ereignisse, die hoffentlich nie eintreten. Wenn der Kunde dann im Laufe des Projektes auch nur einen Millimeter zuckt, dann rauscht die Guillotine „Change Request“ auf ihn nieder.

Bei uns ist das anders:

  • Der Kunde will irgendetwas Dubioses. Budget ist aber stark begrenzt.
  • Unser Entwickler sagt schon mit der Haltung eines kopfscheuen Mehrschweinchens: „10 Tage dauert das aber!“
  • Ich sage: „Also komm‘! Mal ein bisschen hurtiger implementieren und dann ist das auch in 8 Tagen durch.“
  • Unser Vertriebschef lotet das konkrete Budget vorsichtig beim Kunden aus. Beide beenden das Telefonat unter Tränen.
  • Der Vertiebschef sagt zu mir: „5 Tage, mehr ist nicht drin.“
  • Ich sage zum Entwickler: „Abrechnen können wir nur 5 Tage. Meinetwegen darfst du 6 Tage brauchen. Der Rest ist dann Presales“
  • Der Entwickler fängt an, meldet sich aber nach 4 Tagen krank.
  • … man kann die Story in beliebiger Dramaturgie fortsetzen.

Das „Café“-Tool

hsc thinkingDen Namen holistic smart café müssen wir hoffentlich bald nicht mehr erklären. Momentan spricht der eine oder andere Interessent noch von dem „Café-Tool.“

Inzwischen sind wir schon bei Build 66 angelangt. Neueste Features neben dem LDAP Connector und dem Zugriff auf Gravatar für schöne Profil-Bilder ist das lange gewünschte Hintergrundbild. Mobile kann man heute ohne konfigurierbares Hintergrundbild keinen Blumentopf mehr gewinnen, auch wenn der Beitrag dieses Features zur Funktionalität eher gering ist.

In die Windows Version sind die gleichen neuen Features selbtverständlich auch eingeflossen.

Nun aggregiert das holistic smart café Kontakte aus:

  • IBM Domino NAB
  • Microsoft Exchange (auch Office365)
  • IBM Connections (Cloud und OnPremise)
  • LDAP
  • Active Sync (somit auch Traveler und alles was man in die Directory Assistance einbindet)
  • andere IBM Notes Datenbanken
  • iCloud bzw. lokale Kontakte auf dem iPhone
  • XING

P.S. In der Originalversion sind die Telefonnnummern übrigens nicht blured. 🙂

holistic application management – Werkzeugklassiker im Dauereinsatz

ham_migDie IT-Karawane zieht im Moment mit den Themen Digitale Transformation, Working-out-loud und Cognitive Computing durch die Lande.

Nebenbei gibt es aber noch ein bisschen old-school Business, z.B. Assessments der Notes Mail- und Applikationslandschaft oder – was die IBM Freunde nicht so gern hören – Mail-Migrationen von Notes/Domino nach Outlook/Exchange.

Unser holistic application management (ham) leistet da vorzügliche Arbeit. Aufräumen ist ein Dauergeschäft. „Be prepared!“ heißt das Motto.

Hier nur ein paar Fragestellungen in bunter Mischung, die ham in Sekunden beantwortet, wo andere tagelang suchen:

  • Welche Mailboxen haben keinen Owner im Domino NAB?
  • Wo stimmt das Clustering nicht?
  • Wo stimmt das Deployment von Applikationen nicht?
  • Sind meine Gruppen konsistent? Kann ich sie in das Active Directory übertragen?
  • Welche Gruppen werden wo und wie genutzt?
  • Sind die ACLs konsistent?
  • Gibt es Sicherheitslücken durch mangelhafte Signaturprozesse?
  • Habe ich überall Zugriff, wo ich ihn im Rahmen von Prozessen brauche?
  • Passt das Mapping der SMTP-Adresse mit dem Active Directory im Rahmen einer Mailmigration?
  • Haben alle User ihre Kontakte in der Mailbox oder hat die Synchronisation mit dem lokalen Adressbuch nie stattgefunden?
  • Wie kann ich die Notes ACLs auf Exchange-Zugriffsrechte mappen?
  • Welche Forwardingmechanismen gibt es?
  • Welche Komplexität haben die Applikationen?

Und zusätzlich wickeln wir das technische Projektmanagement einer Migration in ham ab.

Holistische Kaminnutzung

Div 002 Div 001Vielleicht kommt es in diesem Winter ja nach 12 Jahren in unserem Büro mal zur holistischen Kaminnutzung. Wo wir doch so gerne Kamingespräche führen. Da müsste sich dann mal jemand um taugliches Holz kümmern. Der Schornsteinfeger hat jedenfalls sein OK gegeben.

Solange die Adventssäckchen davor hängen ist wegen des hohen Schokoanteils in den Säckchen jedoch davon abzuraten.

Der Inhalt von Säckchen 1 reicht dann auch gleich mal zur Ganztagsernährung. Alternativ kann man sich ja auch was aufheben.

iOS und Android Apps für Notes Mail

Mail2Irgendwann im Frühjahr, ich kann es nicht mehr genau nachvollziehen wann, hat die gute IBM die Mail App „Verse“ für iOS und Android auf den Markt geworfen. Die Notes Community war erfreut. Die Schlauen haben schnell herausgefunden, dass diese App bei geeignetem Traveler Release auch gegen einen OnPremise Domino Server läuft. Am Rande ein Beweis, dass hinter Verse in der Cloud auch Domino steckt. Auf der Euphoriewelle habe auch ich mir sofort die App installiert und über viele Monate benutzt. Klare Mängel: Sie ist nicht Multi-Account-fähig, der Kalender ist lausig, es gibt keinen Filter „Ungelesene“, ein Problem für Menschen ab 50: Mails, die eine History haben, kann man nicht mit der üblichen Gesture zoomen. Ich kann dann ohne Brille/Lupe nix lesen. Als Positives: Es gibt ein „Alles als Gelesen markieren“.

An Updates habe ich seit dem Frühjahr nicht viel wahrgenommen. Laut iTunes gab es das letzte Update im August 2015. Vermutlich läuft seitdem die verwischte langbeinige Frau als Intro durchs Bild. Iss ja auch was wert. Aber wo bleibt die kontinuierliche Innovation, liebe IBM? Ihr sagt doch immer „Mobile First“ (neben den vielen anderen Firsts). Ein Deployment Problem ist es doch auch nicht. Neue Features implementieren, ab in den App Store und fertig ist die Laube.

Nun zur Outlook App. Normalerweise bin ich gegen Werbung weitestgehend resistent. (Glaubt ja jeder mündige Bürger zu sein. :-)) Im Gegenteil, Werbung erzeugt bei mir einen Abwehrreflex. Trotzdem habe ich kürzlich ganz spontan auf Werbung hin die iOS Outlook-App installiert und wie durch ein Wunder auf Anhieb gegen unseren Traveler Server zum Laufen gebracht. An dieser Stelle ist ActiveSync offenbar gleich ActiveSync. Die Outlook App ist Multi-Account-fähig, bietet deutlich mehr Detail-Features als die Verse App, hat allerdings das gleiche Problem mit dem Zoomen bei Mails mit History. Von einem IBM Business Partner Kollegen habe ich mir für die Nutzung schon eine scharfe Rüge eingefangen. Ich weiß, dass die App in der Kritik steht, weil sie über einen amerikanischen Server den eigenen Exchange Server kontaktiert, was für einige Unternehmen ein „no go“ ist. Die Anbindung diverser File Services, die Filterung auf Ungelesene, Markierte oder Anhänge, die separate Darstellung von Dateien, die Verknüpfung von Personen mit zugehörigen Terminen und Dateien, ein klares Plus im Gegensatz zur Verse App.,

Den Begeisterungshöhepunkt habe ich allerdings auch hier schon wieder überwunden. Das mit dem fehlenden Zoom bei Mails mit History nervt. Der Kalender ist zwar besser aber nicht ausreichend. Diverse Funktionalitäten entziehen sich meinem Verständnis, was mich immer nervt.

Unterm Strich: Liebe IBM, bitte mal nachlegen. Die Sommerpause ist vorbei, die 1500 iOS Entwickler bei IBM sollten von den kalifornischen Stränden zurück sein. There is some space for improvement.

Social Connections 9 in Ehningen (aka Stuttgart)

Ehningen und div 029Entspannung vor dem Kampfstern Galactica – laut Insider Informationen die liebevolle Bezeichnung für die IBM Location im ländlichen Ehningen. Das Bild stammt vom Freitag Nachmittag. Da drückte bei einigen Teilnehmern schon der Wochenendmodus durch.

Meine Résumé: Eine sehr gute Veranstaltung, interessante Vorträge, gute Gespräche mit vielen Leuten, viele Anregungen, Motivationsschub in diverse Richtungen. Ein Extralob der Organisation.

Unterm Strich: Ich werde auch die Social Connections 10 besuchen, egal ob Rom, Paris, Mailand oder Barcelona. (Frei nach Andi Möller: Hauptsache Italien).

Ein bisschen entäuschend fand ich, dass viele amerikanische IBM Kollegen, allen voran Suzanne Livingston,  Luis Benitez, Louis Richardson, gefehlt haben. Da waren wir wohl beim letzten mal in Boston etwas verwöhnt.

Erfahrungen auf der Veranstaltung:

  • Guerilla Marketing geht bis auf die Herrentoilette (Damentoilette hab ich nicht geprüft).
  • Dr. Peter Schuett beschäftigt sich nun auch mit Fußball.
  • Manche Referenten haben eine Frauenquote von 35% im Auditorium, auch wenn die Frauenquote insgesamt unter 10% liegt. Keine Ahnung woran das liegen kann.
  • Auch bei hochspannenden Themen sind 50% der Zuhörer mit ihrem SmartPhone beschäftigt. Bei dem Referenten mit der hohen Frauenquote zur Videoaufnahme oder zum Erzeugen von Serienphotos von jedem Slide. Bei „normalen“ Sessions zur kontinuierlichen Prüfung auf SPON, ob der Papst noch lebt, zur Email-Bearbeitung, dem Check der Börsenkurse oder der nächsten Runde Quizduell.
  • Manche Zuhörer sind beim Abfotografieren eines Slides fast immer knapp zu spät.

Erfahrungen im Umland:

  • Eine Taxifahrt von Quasi-Stuttgart nach Stuttgart kostet 70€.
  • Herrenberg at night ist sehr idyllisch, besitzt aber keine Volksbank.
  • Wenn ein Hotel in Baden-Würtemberg drei Räume hat, die man entfernt als Bar oder Restaurant bezeichnen kann, dann darf es die Bar zum Raucherraum machen. Dort kommen dann alle Kettenraucher aus ganz Herrenherg hin, weil sie sich zu Hause die Bude nicht verqualmen wollen.

Soweit dieses kurze Résumé. Nun zurück zur Arbeit.

ITunes Connect – Megalausig!

itunesconnectIch weiß, wer im Glashaus sitzt, der sollte nicht mit Steinen schmeißen. Taugliche UIs ist ein schwieriges Business. Aber bei einer Marktkapitalisierung von 669,9 Mrd € oder $ (Stand 28.10.2015) – ist letztlich ja auch egal – sollten man mehr zustande bringen als dieses lausige UI von iTunes Connect, in dem ich mich bewegen muss, um unser Beta Testing für das holistic smart café zu managen. Ich weiß echt nicht, wie man da bis zu 1000 Testuser verwalten soll. Der CSV-Import kann nur hinzufügen, nicht updaten, man kann nur die Spalte Name sortieren, bei Umlauten in den Namen wirft der Import nur Fehler, gelegentlich fehlt der Save Button, der Seitenaufbau lässt ein 300 Baud Modem auf der Apple Seite vermuten. Meine Herren!?! Ich dachte immer, Apple steht auf Perfektitionismus. iTunes selbst war schon immer eine schräge Sache, deren Untiefen sich so manchem SmartPhone User nicht erschließen, aber dieses Stück Software , unbelievable…

Betatest über iTunes Connect

itcSpannende Sache. Heute haben wir unseren public Betatest für das holistic smart café 3.0 auf den Plattformen Windows und iOS begonnen. An die korrekte Bedienung des iTunes Connect muss man sich als Geschäftsführer gewöhnen. Da ist schnell mal der falsche Knopf gedrückt. Ich hoffe, der von mir verursachte Sachschaden hielt sich in Grenzen. In Zukunft überlasse ich das auch wieder den Fachkräften.

Wer Interesse am Betatest dieses tollen Produktes hat, bitte melden. Dokus und das Windows MSI liegen auf Greenhouse. Den Activation Key muss man bei uns per Mail an info@holistic-net.de erfragen.

Muss ja!

CO2016Man kann stundenlang darüber diskutieren, ob man zur IBM Connect 2016 fährt, man kann über den Standortwechsel vom Dolphin zum Hilton sinnieren, man kann den Wechselkurs des Dollar prüfen, man kann versuchen einen 3-Monats-Weather-Forecast zu finden, man kann einen Blick in die Kasse werfen, man kann Jeff Schick anrufen oder man kann andersweitig versuchen herauszubekommen, was denn dort geboten wird.

Man kann sich auch einmal schütteln und dann registrieren. Ich hab´s getan.

Was man aber nach 22 Jahren Lotusphere und Connect sagen muss: Die Registrierung ist für das Jahr 2016 genauso beknackt wie in allen Jahren zuvor. Dieses bekloppte Abgefrage nach Business Area und sonstigem Quatsch inkl. Fehlern in der Maskenprogrammierung ist nervtötend. Jedes Jahr der gleiche Bullshit. Selbst wenn IBM behauptet vor Modernität zu strotzen, uns die hippste Sofware aller Zeiten anzubieten, quasi der Zeit um Lichtjahre voraus zu sein, in Sachen Formalitäten ist es die IBM des Jahres 1924.