Interoperabilitätsumgebung
Bei holistic-net hat man nun die freie Wahl des Email-Clients. Oben Notes 9, unten Outlook2013. Für das interne Mailing ist das selbstverständlich transparent. Man muß nicht wissen, in welchem Mailsystem der Kollege oder die Kollegin „lebt“. Von außen ist es eine Domäne. Wir nutzen diese Umgebung um Erfahrung am eigenen Leib mit dieser interoperabilen Umgebung zu sammeln, diverse Tools zu evaluieren und Smartphones wahlweise mal hier mal dort anzubinden.
Der Usability-Kampf
Lumia 920
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Und wieder wird ein Mobile Device ausgepackt. Ich komme mir wirklich vor wie auf den Spuren von Volker Weber, wobei er die Geräte – das muß ich neidlos anerkennen – immer schon ein halbes Jahr vor mir in der Hand hat. Das ist der Unterschied zwischen Tester und schnödem Konsumenten. Das vorliegende Gerät in gelb ist nicht für den Business Betrieb bestimmt. Zusammen bringen die beiden Schmuckstückchen 300g auf die Küchenwaage. Der Löwenanteil geht dabei an das Lumia mit 187g. Ein echtes Brett also. Nach Adam Riese verbleiben dann noch 113g für das iPhone5. Das Lumia kommt ansonsten etwas jugendlicher rüber. Es sagt brav „Los geht´s“ beim Einschalten und „Bis bald“ beim Ausschalten. Zwischen An und Aus fehlt mir zur Zeit leider die passende Micro SIM card. Kleine Nachbestellung bei der Telekom fällig. Danach sehen wir weiter.
Surfen im Ausland
Im Urlaub habe ich mich wieder intensiv mit dem Thema Travel & Surf beschäftigen dürfen. Für Nicht-Telekom-User: Das ist das kostendämpfende Roamingangebot der Telekom für Europa. Wenn das Feature grundsätzlich freigeschaltet ist, bekommt man nach dem Grenzübertritt ein SMS mit den unterschiedlichen Angeboten. Funktiert leider nicht immer. Alternativ SMS an die 7277 oder kostenlos über http:\\pass.telekom.de. Wenn man mehr als 3-4 Tage im Ausland ist, nimmt man das Wochenangebot für 14,95 € mit Flatrate, aber Drosselung nach 100MB Datentransfer. Wenn man ein Notebook und ein SmartPhone mit sich führt, nimmt man es zweimal. Wenn die Familie auch surfen will oder noch iPads und ähnliches dazukommen, nimmt man es x-mal. Das geht dann schon etwas ins Geld. Alternativ denkt man über die clevere Nutzung des persönlichen Hotspots nach.
Was kann man mit 100MB anfangen? Wenn man mit dem Notebook seinem Tagesgeschäft inkl. x-mal Mailbox auf und zu nachgehen will, sind die nach einem Tag oder schneller weg. Wenn man nur surft, hängt es natürlich von dem Datenvolumen ab, das die Websites verursachen. Eine kleine Tabelle für Nachrichten-Junkies, recherchiert nach der Rückkehr im Büro unter Nutzung des Tools „HTTP Watch Basic“ (danke Lukas für den Tool-Tipp), zeigt was ein einzelner Klick verbrät.
| Download initial |
Upload initial |
Download gecached |
Upload gechached |
|
| SZ | 1,7MB | 74 KB | 49 KB | 25 KB |
| HAZ | 1,3MB | 94 KB | 64 KB | 8 KB |
| FAZ | 1,4MB | 68 KB | 43 KB | 4 KB |
| Freitag | 1,1 MB | 43 KB | 20 KB | 5 KB |
| Spiegel | 1,0 MB | 59 KB | 10 KB | 7 KB |
| Focus | 1,8 MB | 102 KB | 61 KB | 40 KB |
| Kicker | 3,2 MB | 155 KB | 180 KB | 15 KB |
| 11-Freunde | 1,1 MB | 68 KB | 39 KB | 11 KB |
| holistic Ligatipp | 0,2 MB | 8 KB | 38 KB | 7 KB |
Auf Deutsch: 30 mal Browser auf, Kicker gucken, welcher Trainer entlassen wurde, und die Drosselung schlägt zu.
Zu einer vergleichbaren Recherche für das Smartphone habe ich gerade keine Zeit, wäre aber auch interessant.
Nebenbei gesagt: Von Fernseh-Livestream über Zattoo (unter Nutzung eines Jump Servers in Deutschland) ist abzuraten. Nach ca. 15 Minuten sind die 100MB weg.
Nix gegen Nordrhein-Westfalen, aber ….

Was ich früher nur in Ausnahmefällen bei Dauercampern beobachtet habe, scheint nun um sich zu greifen: Satelittenschüsseln auf dem Campingplatz. Wir sind auf unserem ehemals idyllischen Platz hoch über der Plage Pampelonne von Menschen umgeben, deren primäres Problem in der korrekten Ausrichtung der Satelittenschüssel besteht. Dialogfetzen: „Doris dreh mal ein bisschen nach links! Nicht so viel, sachte!“, “ Jetzt iss er bei 81%. Rot. Jetzt iss blau. 93%.“, „Opa, welche Sender gehen denn?“, „RTL geht“, „Na denn isses ja gut.“, „Sie müssen den Receiver näher an die Schüssel stellen, so wie bei mir.“ Alle Abstimmungstätigkeiten erfolgen in deutlicher Lautstärke, wie das bei Menschen aus dicht besiedelten Gebieten so üblich ist. Beteiligte Autokennzeichen: RE, COE, allerdings auch GF. Zeitweise steht eine Schüssel sogar mitten auf der Strasse, weil dort der Empfang optimal ist.
Eigentlich könnten die auch zu hause bleiben. Dort funktioniert die Glotze sich perfekt.
Surface Freuden
Die erste Euphorie über unseren Surface ist verschwunden. Solche kastrierten Geräte sind doch nur begrenzt tauglich. Wir müssen wohl doch in das Surface Pro investieren, um eine neue Meinung zum Thema Microsoft Tablet zu bekommen. Die Tastatur finde ich wirklich OK. Zumindest ich kann damit schneller und mit weniger Korrekturbedarf tippen als mit einer iPad-Tastatur. Ein entscheidender Vorteil des Surface besteht darin, dass man 11-Freunde Mahjong auf Touchscreen spielen kann, denn Microsoft verweigert im Gegensatz zu Apple ja kein Flash. Kann mir eigentlich nochmal jemand erklären, warum Apple das so beharrlich verweigert? Hat Adobe Steve Jobs irgendwann beleidigt und bei Apple traut sich keiner diesen alten Zank endlich bizulegen?
BlackBerry Befreiungsschlag
Ich habe soeben dem Vortrag von Axel Conrad (BlackBerry) auf unserer Veranstaltung SBTF2013 gelauscht. Mit BlackBerry 10 ergeben sich sowohl bezüglich der Endgeräte als auch bezüglich der dahinter liegenden Server-Infrastruktur ganz neue Perspektiven. Es sieht so aus als ob BlackBerry die Kurve geschafft hat. Die Geräte machen einen modernen Eindruck, vor allem das BlackBerry Z10, das optisch sehr stark dem iPhone 5 ähnelt. Die Handhabung macht einen sehr guten Eindruck. BlackBerry geht da durchaus eigene Wege, die der iPhone-Handhabung nicht unbedingt nachstehen. Die optionale Trennung zwischen „Work Perimeter“ und „Private Perimeter“, die über den neuen BES10-Server gesteuert wird, sollte viele Unternehmen begeistern, die mit iOS-Devices ihre Bauchchmerzen haben. Mal sehen, wie schnell unsere Kunden die Migration zu BES10 beginnen. Kleines Hindernis: Damit ist zwangsweise auch ein Gerätewechsel bei den Anwendern verbunden und für die bisherigen Geräte wird weiterhin ein BES5 benötigt. Auf Basis des neuen ActiveSync-Protokolls kann man die BB10-Geräte nun auch über Traveler ohne BES-Server betreiben. Man hat dann aber die Perimeter-Trennung nicht.
Technischer Hürdenlauf am frühen Morgen
Veranstaltungen in Hotels haben ein gewisses Überraschungspotential:
- Der Zugang zum Veranstaltungsraum klappt nicht um 19:00 am Vorabend wie zugesagt. Erst am nächsten Morgen um 7:30. (Rote Augen)
- Der Beamer im Hotel hat zwar einen HDMI-Anschluß. Es ist aber kein Kabel von der Decke verlegt
- Der Beamer ist unscharf
- Das Kabel im Bodentank hat einen Wackelkontakt
- Auf der Beschilderung zum Raum steht schnöde „-net GmbH“ anstatt holistic-net GmbH
- Der kostenfreie WLAN-Zugang erweist ich als schwierig.
- Der Kaffee ist kalt.
- Anreisende Referenten haben Probleme mit Flieger, Zug und Auto im winterlichen März



