Es grüßt das Hamsterrad

hamsterradEs ist Zeit mal dem Eindruck entgegen zu wirken, dass sich nichts Berichtenswertes tut in unserem Büroalltag. Dem ist wirklich nicht so. Ein Manko ist allerdings, dass man nicht so einfach über laufende Kundenprojekte berichten kann und darf. Stoff gäbe es da genug. Eine kleine persönliche Tageszusammenfassung mit anonymisierten Kundenbezügen sieht folgendermaßen aus:

  • Start in den Tag mit einem internen Meeting zum Thema „Installation des Quest Coexistence Migrators for Notes“ bei Kunde A
  • Arbeit an einem high-sophisticated Excel-Sheet zur Kalkulation der Recoding-Kosten für die Notes Applikationslandschaft für Kunde B unter dem Aspekt des Wechsels des Email-Systems von Domino/Notes nach Exchange/Outlook
  • Internes Meeting zur Angebotserstellung für ein Recruiting Portal bei Kunde C
  • Telefonkonferenz zur Planung einer IBM Connections Installation bei Kunde D
  • Telefonkonferenz zur Planung der Email-Migration Notes->Outlook für 50 Mitarbeiter an drei Standorten in Argentinien bei Kunde E
  • Vorbereitung eines Meetings bei Kunde F zur Implementierung einer neuen, kleinen Notes-Applikation (auch das gibt es noch)
  • Internes Meeting mit Präsentation einer SharePoint-Site für Kunde A. Erkenntnis, dass man InfoPath Services die SharePoint Enterprise Edition Lizensierung braucht
  • Telefonkonferenz, in der ein Partner seine Industry 4.0 Lösung präsentiert, mit deren Output wir wiederum den Connections Activity Stream füttern wollen

Nicht jeder Tag ist so vielfältig wie dieser, zumal Vielfalt auch ganz schön anstrengend sein kann, aber schlafen tun wir nicht.

 

Entertainment-Klassenziel verfehlt

espaceMeine lieben Freunde, die auf solide Automarken wie Audi oder BMW setzen, oder besser noch sich einen Jaguar oder einen Porsche gönnen, haben mich gewarnt. Aber unbelehrbar habe ich mich für die nächsten 3 Jahre wieder an einen Renault Espace gebunden. Das ist auch OK so und ich bin mit dem Auto auch grundsätzlich zufrieden, Und die ganzen Horrorstories über liegengebliebene Espaces kann ich nach 20 Jahren Erfahrung nicht nachvollziehen. Ich bin nur ein einziges mal liegen geblieben, und da war der Tank leer. Da kann man keinem Hersteller Vorwürfe machen.
Ich hatte allerdings gehofft, dass die Entertainment-Anlage im Auto inzwischen einen Standard erreicht hätte, der mich zumindest mit den Audi/BMW/Touareg-Wettbewerbern konkurrieren lässt. Die Bedienung ist jedoch nach wie vor ein Graus. Um z.B. Musik auf einem USB-Stick auszuwählen, muss man mit mindestens drei Händen an vier Knöppen gleichzeitig drehen, nur um festzustellen, dass die Anlage offenbar nur die Hälfte des Sticks liest. Navigation obergrausam, unterirdisch. Von einer schnuckligen eingebauten Festplatte oder einem SD-Karten-Slot, wie ihn der poplige Tiguan hat, ganz zu schweigen. Soweit sind die Franzosen offenbar noch nicht gediehen. Ich finde es deshalb etwas unverständlich, weil genau dieser Entertainment-Kram doch heutzutage kein Wunderwerk mehr ist und in jeder Reisschüssel zur Perfektion getrieben wird. Immerhin kann man nun Musik von iPhone per Bluetooth ertönen lassen. Ist ja auch schon mal was.

IT – Der Himmel auf Erden

HAEGelegentlich werde ich als Nörgler beschimpft. Ich sehe mich aber ständig von Herstellern so unter Druck gesetzt, dass das Nörgeln förmlich herausgepresst wird. Sozusagen als Alternative zur bedingungslosen Zustimmung. Hersteller stellen Ihre Güter typischerweise als Gabe des Himmels dar. Die Selbstkritik ist da eher bescheiden ausgeprägt. Selbstkritik ist ja auch nicht die primäre Aufgabe eines Vertrieblers. IBM erzählt mir, dass Connections etwas ganz Tolles ist und Notes natürlich immer noch, Microsoft erzählt mir, dass alle Microsoft-Produkte den Himmel auf Erden bieten, vorne weg SharePoint. Darüber schwebt dann noch Gott Apple. Den Himmel stelle ich mir aber anders vor. Für mich hat Connections den Zustand des Himmlischen noch nicht erreicht, Notes wird ihn vielleicht nie mehr erreichen, aber das ganze Microsoft-Bündel ist mindestens genauso weit davon entfernt. Administrierbarkeit, Usability, Transparenz …. haben die alle nicht erfunden. Apple nervt zu allem bisherigen Nerv seit iOS7 noch mit dem Hinweis, dass man für das benutzte Ladekabel nicht genug Dollar abgedrückt habe. Die einzige Hinweis, der mich in meiner Nörgelei manchmal verstummen lässt, ist die Aussage eines Freundes: „Wenn das alles leicht und locker funktionieren würde, dann bräuchte es keine IT-Dienstleister, und du müsstest dir einen anderen Job suchen“. Da ist was dran. Also streben wir gemeinsam weiter dem Himmel auf Erden zu. Und sei er ein goldenes iPhone. Beim Surfen nach einem geeignetetn Bild, mußte ich feststellen, dass auch die Website irgendeiner Sekte „himmel-auf-erden.info“ zumindest Probleme mit der IT hat.

Ein Tausendsassa

Knippi 001Ich habe ihn extra gefragt, ob ich das posten darf. Er hat ja gesagt. Ich gestehe ihm aber ein Widerrufsrecht zu. Jörg Knippschild ist ein Held des Postens von Foursquare Meldungen. Die Welt darf wissen, wo er sich bewegt. Am Münchner Flughafen scheint man sich diese Meldungen gleich im Dutzend einzufangen. In x-facher Persönlichkeitsspaltung bewegte er sich gleichzeitig bei Dallmayr und bei Käfer, in der Business Lounge 1. und 2.Klasse, in Schengen, München und Oberding und nebenbei noch im Kempinski. Wahnsinn!!! Lieber Jörg, hast du eine Toilette gesucht, war´s dringend oder wie kam diese Umtriebigkeit zustande? Wenn du gleichzeitig noch 6mal Mayor geworden wärst, würde ich dich noch mehr bewundern.

EULUC Update

eulucManches dauert lange und kleinere Nacharbeiten sind noch notwendig, aber der große Schritt von IBM Connections 3.0 auf IBM Connections 4.5 für EULUC, die Kommunikationsplattform der DNUG, ist gemacht. Ich will jetzt nicht nochmal alle Leiden dieses Updates aufzählen, weil das manchen Kritikern unberechtigt in die Karten spielt. Festzuhalten ist: Wir, d.h. die Kollegen von SOFTWERK und holistic-net wissen wie es geht und vor allem, wo die Fallen sind. Und es läuft. Nochmal Danke an alle Beteiligten.

Die Sucht

iOS7Eigentlich wollte ich gestern Abend gar kein Fass mehr aufmachen. Man daddelt noch so ein bisschen auf Facebook rum und siehe da, der Mann der das IT-Gras wachsen hört, Volker Weber, postet: „iOS7 is out“. Ich wollte dann auch nur kurz nachgucken, ob auf dem iPad das rote Nümmerli am Icon „Einstellungen“ zu sehen ist. War nicht zu sehen. Aber unter „Softwareaktualisierung“ war dann durchaus auf iOS7 hingewiesen. Eigentlich wollte ich dann auch nicht auf „Laden“ drücken. Ich bin doch kein Update-Junkie. Aber irgendwie hat mein Finger es dann doch getan. Apple versteht es Sucht zu erzeugen. Bei meinem Notebook habe ich nie das Bedürfnis das allerneueste OS-Release zu haben. Zuerst stand dann da: „Noch ungefähr 1 Stunde ..“. Das änderte sich dann bald in „Noch ungefähr 6 Stunden …“. In früheren Jahren hätte ich vielleicht die Nacht durch vor dem Gerät gesessen. Gestern bin ich einfach ins Bett gegangen. Morgens war’s dann fertig. Die Konditionierung für iOS7 läuft.

Zweite Runde: Windows 8 auf Lenovo ThinkPad

Windows8Man kann sich an manches gewöhnen, aber nicht an alles. Nachdem der erste Versuch sich mit Windows 8 vertraut zu machen an einem ThinkPad mit Transportschaden gescheitert ist, habe ich dieses Wochenende dem 2.Versuch gewidmet. Allein schon, dass man ein Wochenende damit beschäftigt ist einen Rechner halbwegs zum Fliegen zu bringen, ist eine Schande. Wenn sich diese Beschäftigung mehr um das Entfernen als um das Hinzufügen dreht, dann ist es eine doppelte Schande.
Nachdem ich mir die Windows 8 Shortcuts zu Gemüte geführt habe, komme ich etwas besser mit Windows 8 im Allgemeinen klar. Der Mensch ist ja konditionierbar. Dennoch lande ich ständig irgendwo, wo ich nicht hinwill, oder suche mir einen Wolf.
Ätzend finde ich nach wie vor den Versuch dem Benutzer ständig einen Microsoft Account unterzujubeln. Bei jedem Installationshandgriff fängt man sich irgendwelche Zecken ein. Fast amusant ist die Tatsache, dass man sich erst mal das Norton Studio als Virenschutz einfängt und dieses dann kontinuierlich Zeckenalarm bei den folgenden Handgriffen meldet. Es ist auch schwierig zu unterscheiden, welcher Müll von Lenovo kommt (der Chinese an sich ist ja auch sehr konsumfreudig) und welcher von Microsoft. Immerhin lassen sich Bing, Skype, Internet Explorer und SkyDrive deinstallieren. Dagegen lässt sich der Store nicht so einfach entfernen.
Unterm Strich: Der Kampf gegen den Konsum-Müll der IT-Welt geht weiter.

GEMA Gebühren auf USB-Sticks

GEMANatürlich ist das ein alter Hut, denn es gilt schon seit über einem Jahr. Trotzdem fallen einem bestimmte Blüten unserer Gesetzgebung erst auf, wenn man direkt davon betroffen ist. Dass die GEMA an einem 8GB USB-Stick 1,56 € verdient, halte ich für Wegelagerei. Das sind mehr als 30% des Preises. Die sollen ihr Business grundsätzlich überdenken und sich nicht wie Zecken an den Gesetzgeber hängen. Schon der Ausdruck „Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ)“ klingt nach stalionistischer Planwirtschaft. Wer kommt denn auf die Idee genau 1,56€ festzusetzen? Wie lautet denn die Rechnung an dieser Stelle: (Personalkosten von GEMA+ZPÜ)/Anzahl der verkauften USB-Sticks in Deutschland = 1,56€. Ich könnte mich aufregen. 😡

Existentielles

iphone5sLiebe Leute, eigentlich wollte ich dieses Apple-Announcement einfach ignorieren, denn ich bin weder der Erste, der etwas postet, noch weiß ich die Bedeutung der 64-Bit-Mobile-Architecture angemessen zu kommentieren. Das weltweite Einsammeln von Fingerprints für die NSA über Apple sehe ich nun auch nicht so wirklich als Fortschritt. Der doppelte Blitz wird vermutlich auch nicht dafür sorgen, dass ein 5S sauber zu fokusieren lernt. Aufnahmen ohne ausreichendes Tageslicht werden weiter ein Glücksspiel sein. Ich habe allerdings lebhafte Vorstellungen in welchen Gucci-Taschen und Armani-Hosen die silberne und die goldene Variante landen werden. Ich denke der russische Markt gibt da was her, der arabische wohl auch. Spannend wird sein, welche Farbwahl Männer, die ihren Ehefrauen und Geliebten das neue iPhone zukommen lassen, treffen werden. Silber für die Gattin, Gold für die Geliebte, oder doch umgekehrt? Man wird sehen.