Auch mit Excel kann man viel Zeit verlieren

ExcelRegel

Mitte November hatte ich gepostet, dass ich mich mit einer Excel-Tabelle rumärgere, die zum Speicherüberlauf führt. Nun habe ich das Problem endlich gefunden. Bei bestimmten Kopiervorgängen verdoppelt Excel die Regeln für bedingte Formatierung. Dies führte dazu, dass hinter manchen Zellen mehrere hundert Mal das gleiche Regelset zur bedingten Formatierung stand. Wenn dieses „Phänomen“ sich über viele Zellen erstreckt, dann kommt Excel an den Anschlag. Der Bug besteht meiner Ansicht nach darin, dass die Regeln aus der Quellzelle in die Zielzelle addiert werden, auch wenn eine gleichlautende Regel dort schon steht. Die Recherche hat mich in Siumme ein paar Stunden gekostet. Einen tauglichen Workaround hab ich noch nicht gefunden.

Erfolgreiches Notes 9.01 Update

Notes901

Auf Grund einiger Postings von lieben Facebook-Freunden hatte ich etwas Bammel vor dem 9.01 Update. Komplexere Installationen werden ja gerne mal in Schutt und Asche gelegt durch ein simples Update. Aber wie ein Wunder: Nach guten 15-20 Minuten läuft mein Notes 9.01 wie geschmiert. Selbst die Sidebar-Plugins sind alle da und funktionieren. Die Release Notes habe ich noch nicht studiert, somit weiß ich noch nicht, was es mir bringt. Die angebliche Performance-Steigerung von 3% beim Öffnen der Mailbox (wie kann man so ne mickrige Zahl auf ein Marketing-Sheet schreiben) werde ich wohl nicht nachvollziehen können. Der Algorithmus, nach dem das Typeahead in der Mailadressierung funktioniert, oder auch nicht, erschließt sich mir nach wie vor nicht. Es wird so viel über Produktivitätssteigerung schwadroniert. Wenn dieser Algorithmus endlich mal zuverlässig funktionieren würde, das wäre ne echte Produktivitätssteigerung. Schön wäre z.B. wenn man die Adressierungen mit hierarchischem Notes-Namen aus fremden Domänen, mit denen man keine native Notes-Verbindung hat, unterdrücken könnte. Die werden mir immer wieder in meine Recent Contacts gespült, aber ich kann sie im Mailing nicht benutzen. Warum er bestimmte Namen nach Nachname gar nicht findet, nach Vorname aber doch, bleibt das Geheimnis dieses Algorithmus. Leider habe ich keine Zeit zu ausschweifenden empirischen Untersuchungen. also muss man’s nehmen wie es ist. Immerhin, der Client läuft.

Kampf gegen ein unbekanntes Phänomen

Seit Monaten benutze ich das gleiche Excel-Sheet um einen rollierenden 6-Monats-Report zu erstellen. Ich kopiere das bestehende Zahlenwerk eine Spalte nach rechts und füge die aktuellen Montaswerte hinzu. Seit diesem Monat funktioniert der Mist nicht mehr.

Excel hängt sich bei jeder numerischen Eingabe auf. Die Formeln sind kein Hexenwerk, keine Rekursivität. Jedenfalls ist keine zu finden. Im Taskmanager sieht man, wie sich der Arbeitsspeicherbedarf in 5K-Schritten hochschaukelt. Irgendwann ist dann auch der beste Rechner am Ende angelangt. Nach ausreichendem Warten erzählt Excel dann auch brav, dass die Resourcen nicht reichen.

Man baut ja dann nicht gleich das Excel-Sheet neu, sondern tastet sich schrittweise an die Lösung, erst mit Miniminimalaufwand, dann mit Minimalaufwand, dann mit mittlerem Aufwand usw.

Formelfehler suchen, partielles Löschen, partielles Wiederherstellen. Alles erfolglos. Im Moment bin ich auf der Stufe angelangt, dass ich das Ding in XLS abgespeichert und auf die NAS kopiert habe, zwei Treppen hoch gelaufen bin, auf einem anderen Rechner geöffnet habe. Da funktioniert es.

Auf meinem Notebook läuft seit einer guten Stunde der Virenscanner. Bekanntlich dauert das auf solch einer Müllhalde. Ärgern tut mich der herstellerbedingte Müll. Fast jedes Programm installiert inzwischen seine 75 Sprachvarianten gleich mit. Kann ja sein, dass ich mal Kisuaheli in der mittelkenianischen Variante brauche. Da frisst sich der Virenscanner dann mühsam durch.

Fortsetzung folgt!

Die Bahn setzt auf Kundenpflege mit IT

Defizite

Liebe Bahn, die Idee ist ja ganz nett und kann auch hilfreich sein. Aber was soll ich denn um 7:54 mit einer Meldung, dass der Zug, geplante Abfahrt 7:22, tatsächliche Abfahrt 7:32, eine „Ermittelte Abweichung: Verspätung“ hat. Ich sitze doch seit 22 Minuten drin. Immerhin sind die Angaben ohne Gewähr. Ein bisschen mehr programmatische Intelligenz würde dieser Anwendung auch gut tun.
By the way, es handelte sich um den Sprinter. Das ist dieser Zug, der Dank des Halteverzichts in Göttingen und Kassel in der Theorie 13 Minuten schneller von Hannover nach Frankfurt fährt, dafür aber auch 11.50€ mehr kostet, und in der Praxis genauso verspätet ist, wie viele andere ICEs.

Arbeitsvorschlag für Jörg Allmann

Stelle Die Arbeitsagentur Online 24 – inzwischen gibt es alles als 24 – kümmert sich auch um mich. Warum? Keine Ahnung. Irgend ein Algorithmus meint, dass ich als Archivar oder Scanner ganz gut aufgehoben sei, und dass 19,50 ein attraktives Angebot für mich darstellen. Das mit der Heimarbeit klingt zwar ganz reizvoll, aber danke, ich bleibe für´s Erste mal Geschäftsführer bei holistic-net. Auch wenn meine Gattin manchmal meint, dass mein tatsächlicher Lohn, wenn man ehrlich rechnet, in diese Region geht.

Irgendwie beschleicht mich der Gedanke, dass das Thema Social Analytics oder Business Analytics noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen ist. Die These von Analysten und Consultants auf der abschließenden Podiumsdiskussion der DNUG in Frankfurt, dass die Technik eigentlich keine nennenswerten Grenzen mehr setzt, scheint mir gewagt. Zumindest gibt es Menschen, die mit der Technik nicht tauglich umgehen können.

Ganz schnelle DNUG-Nachbetrachtung

dnugDie letzten 3 Tage habe ich auf der DNUG-Konferenz in Frankfurt verbracht und mir eigentlich vorgenommen eine uuumfangreiche Zusammenfassung zu schreiben. Heute schwappt leider wieder das Tagesgeschäft über mich herein. Wenn nicht alle Stricke reißen, dann folgt die ausführlichere Betrachtung noch. Hier mal schnell aus dem Stegreif ein paar Thesen:

  • Die DNUG leidet … unter der sinkenden Zahl der Konferenzteilnehmer … unter einer nicht ausreichend präzisen thematischen Positionierung … unter Erinnerungen … unter Marktveränderungen …. unter einer ungenauen Positionierung gegenüber der IBM.
  • Das Skill-Potential der Teilnehmer ist beachtlich. Es gibt eine Flut von interessanten Themen, Anregungen, Diskussionen. Ich würde es stark vermissen, diese Leute in dieser Form nicht zweimal im Jahr zu treffen.
  • Die DNUG braucht eine Transformation, Optionen des wohin gibt es viele, sie passen aber nicht alle unter einen Hut.

Konkreteres dann später mal. Ich muss jetzt wieder zum Alltagsgeschäft.

Elektronische Soforthilfe

chatViele Web Sites bieten inzwischen den absolut „immediate“, „jetzt-genau-helf-ich-dir“ super-direkten Chat. Ich habe mal gelesen, das nennt sich „social“. Eine Sekunde zu lange die Maus still gehalten, schon poppt das Chat-Fenster mit dem Hilfeangebot hoch. So auch auf der IBM Website. Nun habe ich mal ganz mutig auf „Ich will! Jetzt, now, immediatamente!“ geklickt. Was folgt, ist der Frust der Einsamkeit. Das klassische Call-Center-Erlebnis. Ich bin dann nach 15 Minuten in der Tat essen gegangen und habe das Chat-Fenster zugemacht. Um eine Erfahrung reicher.

Die Cloud ist kein Ponyhof

Im Nachgang zur Microsoft Partnerkonferenz in Kassel lieferte Axel Oppermann einen pointierten Kommentar unter dem Titel „Beerdigt die Toten“. Ich würde ihm den Untertitel „Analyst treibt Unternehmen schriftlich in die Cloud“ geben. Ich finde aber, dass man dieser Diskussion noch ein paar Aspekte hinzufügen muss.
Auch ich bin der Meinung, dass in wenigen Jahren alles in der Cloud ist und dass es sich nur um ein verzweifeltes Zappeln der letzten Widersacher handelt, das wir zur Zeit erleben. Trotzdem ….
Die Cloud wird von den Befürwortern fast ausschließlich als technisches Thema, von den Gegnern als Vertrauens- bzw. Security-Thema diskutiert. Auch Axel Oppermann argumentiert, wie es sich von einem Analysten gehört, auf der technologischen und ökonomischen Metaebene.
Die Dinge sind jedoch profaner, menschlicher sozusagen. Aus meiner Sicht fehlen in der Diskussion 99% der Motivation, die Microsoft, IBM, Google und andere treiben. Es ist allein der Wille monopolistisch alles in Griff zu bekommen und im Griff zu behalten. Die Cloud ist das Mittel zur finalen Kontrolle des Marktes. Aus der Cloud gibt es kein zurück. Es ist kaum zu erwarten, dass irgendein Anbieter nennenswerte Unterstützung zur Migration raus aus der Cloud oder von Wolke A zu Wolke B bieten wird.
Wie gut man das im Griff haben kann, zeigt uns Apple im Consumerbereich seit Jahren. Wie Lemminge stürzen wir in den AppStore, geben unsere Geräte masochistisch als Geisel ab.
Selbst Oppermann meint, dass man von einer zunehmenden preislichen und lizenzrechtlichen Diskriminierung,die die Unternehmen in die Cloud treiben soll, ausgehen darf. Warum sollten diese Hebel wieder brav in die Asservatenkammer gelegt werden, wenn der Kunde dann erst mal am Haken hängt? Im Consumer Business stehen für mich alle Cloud-Angebote unter dem Motto: „Erst anfüttern oder technologischen Druck aufbauen, dann melken.“ Plötzlich flattern dann die monatlichen Rechnungen ins Haus. Im B2B-Markt funktioniert das nicht anders. Der Markt ist dort nur noch nicht so weit.
Wenn die freie Marktwirtschaft in der IT-Welt noch funktionieren würde, dann könnte man darauf vertrauen, dass sie auch bei den Cloud Services regulierend wirken könnte. Tut sie aber nicht. Wir haben alle in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass wir von Quasi-Monopolisten oder Kartellen umgeben sind.
Die technologische Diskussion über die Vorteile des Lebens in der Cloud können wir gerne führen, da stimme ich auch vielen Analysten zu. Aber leider ist Technologie nicht alles.

Produktivitätssteigerung

IBMCNXLogo versus  sharepoint-2013
Gesteigerte Produktivität ist eine der meist strapazierten Floskeln, wenn auf neue Releases von IT-Produkten hingewiesen wird. Leider geht der Schuß oft nach hinten los bzw. die Steigerung ist auch mit Atropin in den Augen nicht zu erkennen. Man kann eine Produktivität in großen strategischen Szenarien messen oder in den kleinen Dingen des IT-User-Lebens. Ein x-fach wiederholter Arbeitsvorgang ist das Sharen von Files und das Wieder-Bearbeiten dieser Files. Der Mensch sucht sich da immer den einfachsten Weg und will dazu nicht den Broswer benutzen, sondern den File Explorer, weil das nun mal der schnellste Weg zu seinen Dateien ist. Alle zusätzlichen Upload und Download und wieder Upload-Orgien nerven, zumal wenn sie intransparent bis zur Mystifizierung sind.
Der schnelle Weg ist für mich ein vollkommen transparentes Verzeichnis im Verzeichnis-Baum ohne weiteren Schnickschnack. So stellt sich eine SharePoint Library dar. Datei in den Ordner ziehen, fertig. Datei öffnen, bearbeiten, abspeichern fertig. Neue Version ist hochgeladen.
FileExplorer
Die Strategie von IBM bzw. IBM Connections verstehe ich an dieser Stelle nicht. Man kann zwar das File Explorer Plug-In nutzen, aber es lässt sich nur als Ganzes unter Favoriten anzeigen. Einzelne Communitys lassen sich nicht unter Favoriten verlinken. Das größte Manko ist aber, dass man die unter Connections 4 hinzugekommenen Libraries (im Backend IBM FileNet) in diesem Plug-in nicht sieht. Warum? Ohnehin sieht man auch Dateianhänge, die man über das Notes Activity-Sidebar-Plugin in Connections hochgeladen hat weder in Connections unter Files und schon gar nicht im File Explorer Plug-In. Dieses Plugin ist die einzige Option schnell und unkompliziert Emails inkl. Attachments in Connections zu sharen. Aber an wieviel Ecken soll ich denn noch nach meinen Attachments suchen? Das Sammelsurium von Datei-Upload und Sharing-Optionen in Connections ist weder konsistent noch ausgegoren. Und dass ich darauf hingewiesen werde, mir für den Roundtrip noch den Quickr-Connector installieren zu müssen, zeugt auch nicht von investitionssicherer Technologie. Ist Quickr nicht dieses Produkt, was den Dokumenten-Management-Heldentod bei IBM gestorben ist? Leute hier gibt es gewaltigen Nachbesserungsbedarf. Das kann doch nicht so schwer sein diesen simplen Weg, den SharePoint bietet nachzubilden. Für Gegendarstellungen habe ich ein offenes Ohr. Aus alter Leidenschaft für IBM-Produkte würde ich mich ger eines Besseren belehren lassen.