Apple Darkroom

darkroom2Ein anderer Darkroom sieht vergleichweise simple aus. Dort wird auch um Gegensatz zum Konzert des Treppenhausorchesters nichts geboten. Es ist mein iPhone, das sich inzwischen bei einem angezeigten Akkustand von ca. 20% einfach abschaltet. Nun gut, ich benutze das auch schon fast 18 Monate und dann ist eben so langsam end-of-life für solch ein Gerät. Es gibt ja auch schon das iPhone 6. Das Update auf OS8 habe ich brav konditioniert schon gemacht. Dass das meinen Akku noch stärker belastet habe ich auch aufgeschnappt, aber was soll´s. Apple hat uns ja schon lange beigebracht, dass man ein SmartPhone täglich bzw. mehrmals täglich und nicht mehr wöchentlich laden muss. Nur Phantasten laufen ohne geeignetes Adapterset durch die Welt.
Das iPhone 8 wird vermutlich ein gutes Megawatt in der Stunde brauchen, im Standby-Betrieb. In aktiver Benutzung noch ein bisschen mehr. Mit Akkus wird das nicht mehr zu betreiben sein, also braucht man irgendeinen Zugriff auf eine Starkstromleitung. Irgendwann schafft Apple es, dass wir mit einem Wurfanker durch die Straßen marodieren und nach der Oberleitung der Bahn oder der städtischen Verkehrsbetriebe schielen. Apple bietet den zugehörigen Adapter für 689,95 € bzw. 789,95 $ an, aber bitte nur den Original-Adapter. Entlang der Oberleitungen werden sich ganz neue Communities bilden. Hauptsache wir sind alle dabei im Consumer Mainstream

Dark Room – Orchester im Treppenhaus

darkroomAn dieser Stelle möchte ich ganz im holistischen Sinn auf eine Konzertveranstaltung am kommenden Sonntag und am 2. und 5.Oktober in Hannover hinweisen. Es ist ein echtes Erlebnis. Musik und Texten im Dunkeln lauschen. Mancher mag sich das – zumindest im öffentlichen Raum – nicht vorstellen können. Aber man kann sich darauf einlassen. Und ich verspreche, man genießt es. Anmeldung hier.

www.derultimativeligatipp.de

ligatippDas schlechte an unserem Ligatipp ist meine persönliche Bilanz. Asymptotisch gegen 0. Schlechter geht´s kaum noch. Aber ansonsten bin ich immer noch freudig überrascht, wenn ich in den statistischen Winkeln des Ligatipps herumstöbere. Ehrlich gesagt, ich habe noch nicht alle Grafiken verstanden, aber ich arbeite daran. Wenn noch ein paar mehr Leute mit einem Profilbild gänzen würden, sich die Galerie etwas aktiver füllen würde, und der Zeugwart besser frequentiert würde, dann könnte ich glatt über meine eigene lausige Tippleistung hinwegsehen. Nochaml Glückwunsch an unsere Azubis für dieses gelungene Werk.

Webex-Kunst

webexWeb Conferences und Desktop Sharing können ja auch im Jahr 2014 noch viel Freude bereiten. Vor allem wenn das volle Programm mit Audio und Video und Teilnehmern in allen Erdteilen praktiziert wird. Im kleineren Rahmen hatten wir das Vergnügen gestern mal wieder. Der erste Versuch lief über Webex. Einem Teilnehmer gelang es ums Verr… nicht den Java-Anforderungen gerecht zu werden. Er konnte einfach nichts sehen. Zum Abschluß des Kommunikationsversuches bot sich das obige Bild. In kunstvoller Perfektion iterierte der Presentation Screen vor sich hin, bis er in den Tiefen des Bildschirms verschwand. Vielleicht ist er immer noch auf dem Weg zum schwarzen Loch. Wir wissen es nicht. Eine Weile habe ich mir aus Angst vor dem Implosionsknall die Ohren zu gehalten. Inzwischen sitze ich wieder ungeschützt vor dem Rechner. Der zweite Versuch lief dann über SmartCloud. Da habe ich wiederum ums Verr… nicht gefunden, wie ich ein Meeting starten kann. Wahrscheinlich liegts an meinem kastrierten Account. Der dritte Weg ging dann erfolgreich über das Sametime Meeting Center unseres potenten Kunden. Ich weiß, es gibt noch 3571 andere Lösungen, die alle besser sind und nix kosten, aber ich hatte keine Zeit diese mit 3 externen Partnern auf die Schnelle auszuprobieren.

Heavy traffic

stressProjektstress. In Extremsituationen geht dann doch alles über Email trotz Verfügbarkeit von tausend anderen Plattformen. 150 Mails am Tag, 70 Inbound (fast kein Spam, fast alles gelesen, kein bestellter Fake-Traffic) und 50 Outbound, das ist doch eine akzeptable Leistung. Ich weiß, bei den Kollegen von Microsoft oder IBM hängt da noch ne 0 dran, aber die bekommen auch mehr Geld. Für meinen Teil als Kleinunternehmer finde ich das schon ganz OK. Und der Tag ist ja noch nicht zu Ende. Eben hat´s schon wieder gebrummt. Ich mach jetzt mal ne kurze Pause und setze mich auf meine XT500. CU.

Reste der analogen Kommunikation

20€Apple ist zwar gerade bemüht, die letzten analogen Uhren zu verdrängen, aber es ist doch immer wieder erfreulich, wenn man letzten Puzzlesteinchen des analogen Lebens begegnet. Ein Beispiel aus dem Business-Alltag. Ein lieber Geschäftsfreund saß mir gestern morgen im Büro gegenüber. Wir waren noch ins Gespräch vertieft, aber ich war auf dem Sprung in eine digitale Telco, er auf dem Sprung zum analogen Taxi und auf dem Weg zum Kunden. Die Telco begann, er packte derweil seine Sachen. Dann stand er mit einem rührend analogen Zettel vor mir. Während ich irgendeinem Kunden die Problematik einer Mailmigration erläuterte, fingerte ich 20€ aus meinem Geldbeutel. Den Rest können wir später klären.

Quickr goes Connections

QuickrDem IBM Produkt Quickr ist ja bekanntlich ein beschränktes Leben gegönnt. Ob man den Quickr mag oder nicht, sei auch an dieser Stelle mal undiskutiert gelassen. Faktum ist, es existieren Quickr Places. Faktum ist auch, zumindest der Content muss eine neue Heimat finden. Die IBM schlägt an dieser Stelle – wen wundert´s – die neue Allzweckwaffe IBM Connections vor. Also: Migration. Zu Beginn eines Migrationsprojektes stellen sich die Fragen:

  • Was haben wir?
  • Um welche Datenvolumina geht es?
  • Wieviel Customizing gibt es?
  • Was ist tot und was lebendig?
  • Wie gut ist das Ganze administriert bzw. wie sauber ist die Ausgangslage?

Unsere Allzweckwaffe „ham“ (holistic application management) leistet tolle Dienste in der Beantwortung dieser Fragen. Das Wie und die Frage nach den Kosten können wir dann auch noch beantworten.

Support Blüten

supportSupport ist ein schwieriges Business. Auch für IBM. Seit einigen Wochen versuchen wir einen sog. PMR zum Abschluß zu bringen, bei dem es um Probleme im Customizing von IBM Connections 5.0 geht. Etliche Mails gingen zwischen meinen Kollegen und dem Support Center in der Guinness-Hauptstadt hin und her. Bislang leider ohne Erfolg. Nun kommt überraschenderweise ein Email, das zum Feedback beim Chef auffordert. Ist das nun das Ende der fachlichen Kommunikation? Bei der Wahl zwischen Compliments und Concerns sehe ich uns leider noch auf der Seite „Concern“.

Office365 Home

password

Mal davon abgesehen, dass ich nicht weiß, warum das alte Passwort nicht mehr funktioniert hat, finde ich den Passwort Reset Prozess beim Office365 Home Account gelinde gesagt verwunderlich. Bei allen anderen Systemen, die mir bekannt sind, hat man einen Reset Code oder einen entsprechenden Link mehr oder minder prompt nach der Anforderung in seiner Mailbox. Bei Microsoft ist dies – mehrfach getestet – nicht der Fall. Im Extremfall habe ich fast 2 Stunden gewartet, bis dieser Code kam. Die These, dass dies in Indien oder Bangladesh von Hand abgewickelt wird, und die Menschen dort zum Zeitpunkt meiner Anforderung schon Feierabend hatten, ist nicht belegt, aber auch nicht unwahrscheinlich. Ich will mal hoffen, dass im Business Umfeld die Microsoft SLAs etwas praxisgerechter abgefasst sind. Ohnehin scheint mir in den Prozessen rund um die Accountverwaltung bei den Unternehmen, die um die Weltherrschaft kämpfen, noch Nachholbedarf zu bestehen. Welchen Ärger ich schon mit SmartCloud, Office365, neuerdings Skype, Google oder Apple rund um Accounts hatte, das geht auf keine Kuhhaut.Spätestens, wenn unser Personalausweis durch einen dieser Accounts ersetzt wird, was ja im Prinzip das Ziel dieser Kraken ist, dann sollten die Prozesse bessser funktionieren.

Mit dem Smartphone durch Brasilien

Alles 2009Auf Grund meines fast biblischen Alters habe ich noch eine Reiselogistik in Erinnerung, die angesichts der heutigen Möglichkeit als vorsintflutlich zu bezeichnen ist. Gestützt auf Landkarten, bevorzugt die legendären Michelin-Karten, bewegte man sich durch unbekannte Gegenden. Übernachtungsmöglichkeiten musste man mit langem Vorlauf schriftlich abklären, oder in der Dämmerung nach „Zimmer frei“, „Chambre d’hôtes“ oder „Bed and breakfast“ Ausschau halten. Das war nicht immer von Erfolg geprägt. Ab 23:00 kam es auch mal zu Meinungsverschiedenheiten in der Reisegruppe. Gelegentlich hat man sogar an einer Telefonzelle angehalten, um irgendwem mitzuteilen, wann denn mit der Ankunft zu rechnen ist.

2014 sieht das natürlich alles anders aus und in Brasilien nochmal ein wenig anders als in deutschen Landen. Die heutige, weltweite Erwartungshaltung lautet: Grundsätzliche Verfügbarkeit des Internet, wo immer man sich gerade befindet, mit tauglicher Bandbreite und Flatrate zu Kosten, die nicht ins Gewicht fallen. Der digital native ist über jeder Einschränkung dieses Forderungskataloges genervt.
Selbstverständlich hat jeder ein Smartphone in der Tasche.

Die Netzverfügbarkeit 2G oder 3G ist generell gut in Brasilien. In den Städten ohnehin, aber auch auf dem Land, im tiefsten Bahia, ganz ordentlich. Ich habe nur wenige Situationen mit „Kein Netz“ erlebt. Ich wage mal die These: Die Netzabdeckung ist besser als in Deutschland.
WiFi gibt es in jeder Kneipe und in fast jedem Privathaushalt. Bandbreiten in der Regel zwischen 2MBit und 10 MBit. Außer im Best Western Hotel in Natal waren es immer passwort-gesicherte WiFis. Pragmatischer Höhepunkt: Das Passwort auf dem Deckblatt der Speise-karte. Weitere Erfahrung: Auf Anfrage wird einem das Passwort in Großbuchstaben aufgeschrieben, man muss es aber in Kleinbuchstaben eintippen.
Wenn kein WiFi, dann wird der Telekom WeekPass strapaziert. Das Angebot der Telekom für 14,95€ inkl. 150MB Datenvolumen ist akzeptabel. Wünschenswert wäre natürlich mehr Datenvolumen und billiger. Ich habe 4 oder 5 Weekpässe verbraten, aber meine Familienmitglieder haben auch meinen Personal HotSpot ordentlich benutzt und somit mit an der Datenrate geknabbert. Standardspruch: „Kannst du mal deinen Hotspot anschalten?“.
Eigentlich hatten wir noch einen Mobile Access Point zur Verfügung, den meine Kinder in Canada und den USA genutzt hatten, aber in Brasilien haben wir uns nicht die Mühe gemacht, nach einer günstigen SIM-Card zu recherchieren. Die Erfahrungen in Canada und USA waren auch eher ernüchternd. 3G gibt‘s dort selten, LTE schon gar nicht. So jedenfalls der Erfahrungsbericht meiner Kinder.

Nach der nüchternen Bestandsaufnahme nun die Use Cases.

  • Wie weit werden wir fahren? Wo übernachten wir heute?
    Mit dem Smartphone als Beifahrer in booking.com, 5 Minuten recherchiert, Bewer-tungen durchgelesen, Zimmer gebucht. Fertig ist die Laube bzw. das Nachtlager. Hat immer funktioniert. Die Verlinkung zu den Anfahrtsskizzen im Web ist nicht immer top, aber das liegt an der Programmierung der Web Sites.
  • Wo geht´s lang?
    Smartphone an, Ortung an, Route eingeben und dann immer schön den Anweisungen des Beifahrers folgen. Wenn man sich das vor der Tagesreise überlegt hat und per WiFi die Karten heruntergeladen hat, ist das hochkomfortabel. Zur Not muss es auch ohne Karten gehen. Das Smartphone wird bei der Prozedur allerdings recht warm und der Akku leert sich. Deshalb Lademöglichkeit im Auto bereithalten. Nebenbei gesagt, Google Maps hat Schwächen, wenn die Route nicht komplett asphaltiert ist, was in Brasilien aber nicht ungewöhnlich ist. Das Garmin-Navi war da besser.
  • Wo und wann treffen wir Luiza?
    Sie ist irgendwo in Belo Horizonte unterwegs. Wir sind in der Anfahrt zum Localiza Rental Car Return im gleichen Ort. Natürlich kann man anrufen, aber das ist teuer. Also per Whats App kommunizieren. Klappt bestens.
  • Wer soll noch eine Postkarte bekommen?
    Selfie schießen. In die Touchnote-App gehen. Bildtitel tippen, ein paar salbungsvolle Worte dazu (das kann am längsten dauern, wenn das Gehirn nichts Salbungsvolles hergibt), Adresse tippen. Ab die Post für ca. 1,50€ die Karte. Schöner ist es vielleicht, das Selfie durch ein taugliches Photo zu ersetzen. Selfies von verschwitzten, ungeduschten Urlaubern sind nicht immer schön.
  • Wie erklär ich’s meinen Gästen?
    Der Pousada-Besitzer in Lavras Novas (tiefstes Minas Gerais) macht es am Bildschirm per Google Translate. Er spricht nur Portugiesisch, wir leider nicht. Er tippt eine Willkommensnachricht in Google Translate und zeigt uns stolz die Übersetzung am Bildschirm. Alles klar, alles kapiert, alle lachen. Das Prozedere wiederholt sich, um uns am nächsten Tag auf Pool und Sauna hinzuweisen. Nur die Frage, wo denn seine Schwester in Deutschland lebt, kann er in Facebook nicht ermitteln.

Ob dadurch Reisen weniger spannend ist und diese Spannung eigentlich mit dazu gehören sollte, sei mal dahin gestellt. Vielleicht ist es auch gut so, weil wir uns dann mehr auf die Menschen, die Landschaft, Essen und Trinken und andere analoge Sinnesreize kümmern können. Es sei denn, wir sind die ganze Zeit mit dem Smartphone beschäftigt, um einen der Use Cases abzuarbeiten.