
Was ich früher nur in Ausnahmefällen bei Dauercampern beobachtet habe, scheint nun um sich zu greifen: Satelittenschüsseln auf dem Campingplatz. Wir sind auf unserem ehemals idyllischen Platz hoch über der Plage Pampelonne von Menschen umgeben, deren primäres Problem in der korrekten Ausrichtung der Satelittenschüssel besteht. Dialogfetzen: „Doris dreh mal ein bisschen nach links! Nicht so viel, sachte!“, “ Jetzt iss er bei 81%. Rot. Jetzt iss blau. 93%.“, „Opa, welche Sender gehen denn?“, „RTL geht“, „Na denn isses ja gut.“, „Sie müssen den Receiver näher an die Schüssel stellen, so wie bei mir.“ Alle Abstimmungstätigkeiten erfolgen in deutlicher Lautstärke, wie das bei Menschen aus dicht besiedelten Gebieten so üblich ist. Beteiligte Autokennzeichen: RE, COE, allerdings auch GF. Zeitweise steht eine Schüssel sogar mitten auf der Strasse, weil dort der Empfang optimal ist.
Eigentlich könnten die auch zu hause bleiben. Dort funktioniert die Glotze sich perfekt.
Ich habe soeben dem Vortrag von Axel Conrad (BlackBerry) auf unserer Veranstaltung SBTF2013 gelauscht. Mit BlackBerry 10 ergeben sich sowohl bezüglich der Endgeräte als auch bezüglich der dahinter liegenden Server-Infrastruktur ganz neue Perspektiven. Es sieht so aus als ob BlackBerry die Kurve geschafft hat. Die Geräte machen einen modernen Eindruck, vor allem das BlackBerry Z10, das optisch sehr stark dem iPhone 5 ähnelt. Die Handhabung macht einen sehr guten Eindruck. BlackBerry geht da durchaus eigene Wege, die der iPhone-Handhabung nicht unbedingt nachstehen. Die optionale Trennung zwischen „Work Perimeter“ und „Private Perimeter“, die über den neuen BES10-Server gesteuert wird, sollte viele Unternehmen begeistern, die mit iOS-Devices ihre Bauchchmerzen haben. Mal sehen, wie schnell unsere Kunden die Migration zu BES10 beginnen. Kleines Hindernis: Damit ist zwangsweise auch ein Gerätewechsel bei den Anwendern verbunden und für die bisherigen Geräte wird weiterhin ein BES5 benötigt. Auf Basis des neuen ActiveSync-Protokolls kann man die BB10-Geräte nun auch über Traveler ohne BES-Server betreiben. Man hat dann aber die Perimeter-Trennung nicht.


