Aus mir vollkommen unerklärlichen Gründen hatte ich soeben beim Check-In den Status TSA Pre. Der Status sorgt für einen stark vereinfachten Durchleuchtungsprozess. Man braucht keine Schuhe auszuziehen, keinen Gürtel aus der Hose zu fummeln, die Rechner bleiben im Rucksack und man darf sogar seine Jacke anbehalten. Und es geht schnell. Ein kurzer Check im Internet sagt mir, dass dieser Status ursprünglich für amerikanisches Militär geschaffen wurde, dann so nach und nach ausgeweitet wurde, aber man muss einen Genehmigungsprozess durchlaufen. Mir ist aber nicht bewußt, dass ich den jemals durchlaufen habe, ausgerechnet ich. Wenn ich in Las Vegas gespielt hätte, dann hätte ich denn vielleicht unwissentlich gewonnen, aber ich habe keine Slot Machine angerührt. Also bleibt es eine positive Überraschung.
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Social ist cool, social ist hip, social macht Spaß …
… aber social ist auch viel, viel Arbeit und der direkte ROI ist schwer ersichtlich.
So, jetzt liegt der Stein im Teich. Meine lieben Kollegen in der Blogger-Szene sagen jetzt, wenn der Jörg Allmann sich mit einem kritischen Eintrag über Social Networking aus dem Markt verabschieden will, so what. Einer weniger im Piranha-Teich. Liebe Kollegen, tut mir leid, ich will mich nicht verabschieden. Ich habe nur gerade mal wieder so einen Realitätsschub. In diesen Phasen denke ich in den Abendstunden immer darüber nach, ob ich über Tag genug für das Wohl der Firma getan habe, ob die fakturierbaren Tätigkeiten im Lot sind oder ob irgendwo schwarze Wolken hängen, die durch das Erarbeiten greifbarer Ergebnisse vertrieben werden müssten. Und wenn ich dann gerade auf einer der Social Networking Plattformen rumdaddele, dann beschleicht mich ein ganz klein wenig, aber nur ein ganz klein wenig, ein schlechtes Gewissen.
Social Networking im Unternehmen und über Unternehmensgrenzen hinaus ist sicher kein temporärer Hype, dessen Ende man beruhigt abwarten kann, wenn man denn mal von Natur aus nicht so IT-basiert social ist. Mit vorwurfsvollen Predigten an die Unternehmensleitungen und der Forderung nach einem kulturellen Shift ist es allerdings auch nicht getan. Am Ende muss der Mann und die Frau an der Basis ein Gefühl dafür haben, welchen Nutzen das Social Networking für ihren qualitativen und quantitativen Arbeitserfolg hat. Der designierte Community Manager sieht diesen Erfolg etwas früher, der Mensch am Fließband eher etwas später. Das sollte aber auch respektiert werden.
Täusche ich mich in der Einschätzung, dass auch die IBM der Meinung ist, dass das Social Business Brett allein nicht dick genug ist, und deshalb Line of business die primäre Losung ist? Ich werde weiter die Social Networks beobachten, um eine Antwort zu finden.
Das Messenger Dilemma
Nun soll ich auch gleich Facebook löschen (was ohnehin nicht geht), nur weil auch ich mich nach einem Ersatz für WhatsApp umsehe. In der Instant Messenger Falle hocken wir sowieso alle und unterm Strich sind wir alle nur Objekte eines Vertriebswahns der Konsumindustrie. Viele Menschen fühlen sich ja wohl in dieser Rolle des begehrten Objektes. Mich erschreckt an diesem WhatsApp-Deal die fortschreitende Bündelung der Datensammlungen bei ganz Wenigen. Die Hybris dieser Konzerne zur Weltmacht werden zu wollen. Aber das ist wohl die Marktwirtschaft. Frei ist sie nicht. Es gibt zu wenig Wettbewerb und daran sind die Konsumenten schuld. Diese Gier nach vermeintlich kostenlosen Leistungen, die alle nur Leimrouten sind.
Ich plädiere für das „etwas obstruktiv sein“, sozusagen ein moving target. Raus aus den großen Lemmingströmen. Immer wieder was Neues machen. Und wenn Telegram oder Threema den gleichen Mist machen wie WhatsApp, dann geht man auch dort wieder weg. Handelndes Subjekt anstatt Mitglied einer blökenden Schafherde.
Der Tag fängt gut an
Ein flüchtiger Blick auf das Smartphone beim Frühstück bot eine überraschende Bestellbestätigung von Amazon. Ein neue Kamera für kleine 400€ sollte mein Eigen werden. Der Laie haut dann erschreckt auf den Storno-Button und tippt brav seine Amazon-Credentials ein. Eine Kontrolle zeigte sehr schnell, dass es sich um eine mittelmäßig perfekte Phishing-Mail handelt. Ach wenn die Menschheit doch nicht so schlecht wäre, wenn es nicht Menschen gäbe, die Kriminalität als einzigen Weg zur globalen Umverteilung des Reichtums sehen. Ach wäre es schön, wenn die Welt komplett auf authentifiziertes Email umstellen würde. Aber offenbar will das keiner, und die Politik interessiert es auch nicht. Vielleicht kapiert auch in der Politik keiner das Problem. Angie ohnehin nicht.
Personal Social Networking Index
Es wird ja immer nach neuen Leistungsindizes gesucht. Ich möchte hiermit mal den FGLTX-Index einführen. Das X taugt nicht so richtig für den internationalen Vergleich, macht aber nix.
Also: Was versteht man unter dem FGLTX-Index?
Meiner ist 297-243-266-74-442. Wenn ich jetzt sagen würde 90-60-90 wüßte fast jeder, was ich meine und würde gleich laut schreien: Gelogen!!! Ich könnte jetzt das Rätsel mal ein paar Stunden stehen lassen. Leider habe ich aber heute schon mit einem Freund/Kollegen/Contact diskutiert und er würde es dann sofort öffentlich lösen.
Die Auflösung: Ich habe 297 Freunde in Facebook, 243 unique People in meinen Google+ Circles, 266 Connections in LinkedIn (in manchen Kreisen auch Linkeding genannt), 74 Follower auf Twitter und 442 Kontakte auf 1.Ebene in XING. Man könnte eine Summe bilden und käme dann auf 1.322. Ich weiß, das ist vergleichsweise harmlos. Ich kenne auch Leute die kommen da locker an die 10.000. Aber ich bin auch nicht so der pathologische Jäger und Sammler und habe keine Adressbücher automatisch importiert. Um eine Vergleichbarkeit des Indexes zu erzielen, müsste man wohl ein Regelwerk definieren. In Google+ habe ich z.B. auch die Circle „Kenn ich nüscht!“ und „Schräges“. Die Connect in Orlando hat einen gewissen Schub gebracht. Die 1.300 habe ich mit den Nachwehen der Veranstaltung geknackt. Andere mögen sagen, da fehlen noch all die anderen Plattformen aus dem Bild oben, vor allem die Chinesischen, aber „to be honest“ mir reichen die 5 erst mal.
So, nun warte ich auf die Kampfansagen der Social Networking Profis. Später können wir dann darüber diskutieren, ob der Index etwas sinnvolles aussagt.
Dramatische Innovation
Die IBM Connect früher Lotusphere ist eigentlich eine sehr rituell geprägte Veranstaltung. Auf bestimmte Dinge konnte man sich in den letzten 20 Jahren verlassen. Die Reception Party am Sonntag, die Party am Mittwoch, die Choreografie der Opening General Session, das Boxed Lunch am letzten Tag und vieles vieles mehr. Nun müssen wir uns schon am ersten Tag mit ungeahnten Änderungen auseinandersetzen. Die Registration, der Ort wo man seinen Rucksack, seinen Badge (mit dem aufgeklebten RFID-Chip) und ein paar Materialien abholt, ist verlegt worden. Jahre, ja Jahrzehnte sind wir mit unserer Picture ID am Sonntag morgen in den selben Raum gestolpert, um dort von freundlichen, meist älteren Damen den Hinweis zu hören, dass man den Badge nicht verlieren darf. Nun war der Raum geschlossen. Stattdessen der Registration Desk 20m entfernt. Was mag noch kommen? Die Reception Party nicht mehr am Pool? Offenbar doch! Die Vorbereitungen im Nieselregen laufen. Zelt gib´s allerdings keins. Vor zwei Stunden hörte ich noch den Satz: „Der Einheimische weiß, wann es Regen in Florida gibt.“ Nun regnet´s. Die Party, die seit gefühlt 100 Jahren am Mittwoch stattfand, ist auf Dienstag verschoben. Unglaublich. Wir Teilnehmer kommen an die Grenze unseres Innovationsaufnahmevermögens. Was steht uns noch bevor? Unruhige Nächte?
Eines ist wie immer: Der Durchblick des Personals an der Hotel-Reception geht gegen Null. Reservierungswünsche sind nie angekommen, das Check-In dauert eine halbe Ewigkeit. Und nach einem Tag wird einem eine Aufforderung zum Check-Out mit einer verdoppelten Valet Parking Rechnung unter der Tür durchgeschoben. Danke!
Ist Social Business noch in?
Es war schon immer schwierig im Fahrwasser eines großen Herstellers Geschäfte zu machen. Vor allem diese amerikanischen Hersteller haben die Angewohnheit gelegentlich die Windrichtung neu zu definieren. Die Business Partner müssen dann sehen, dass sie den Schuß rechtzeitig hören und ihre Interpretation der globalen IT-Strategien entsprechend anpassen. Schwierig wird das, wenn es hidden agendas gibt, wenn der Hersteller selbst noch nicht so richtig weiß, wo der Hase lang laufen soll, oder wenn Announcements zwar raus sollen oder wollen, aber für Veranstaltungen wie die Connect 2014 aufgespart werden müssen.
Die Wertigkeit des Begriffes „Social Business “ in der Strategie der IBM ist im Moment nicht so klar zu erkennen. Auf der Landing Page der Connect 2014 ist er nicht zu finden, aber da ist ohnehin nichts inhaltlich Erhellendes zu finden. Geheimniskrämerei. Stefan Pfeiffer, seines Zeichens Marketing Lead Social Business für Europa bei der IBM, beschwört zwar die ungebrochene Relevanz des Social Business aus Sicht der IBM, aber eine der Hauptaufgaben von uns Business Partner bei der Connect 2014 wird sein, genau das zu verifizieren.
Auch die Experton Group redet in ihrem aktuellen Newsletter über das Thema: „Weshalb Social Business auch 2014 IT-Trendthema bleibt und bleiben muss“. Wenn es aber selbstverständlich wäre, dann müsste man es doch aber nicht so betonen. Irgendwie klingt das so ein bisschen wie das Gelübde eines Bundesliga Managers, der felsenfest versichert, dass der Trainer zum nächsten Spiel noch auf der Bank sitzt.
Um das abschließend klarzustellen: Wir halten das Thema nach wie vor für ein Verfolgenswertes und wir waren gerade erst auf dem Weg es in unserem Markt erfolgreich zu etablieren. Wir hoffen inständig, dass die IBM das Thema nun nicht in die hinteren Regale räumt, weil man mit Big Data, Watson, Cloud bis der Arzt kommt, IBM Workforce, Industry Solutions neue Hype-Themen nach vorne schieben muss.
On vera! – wie der Franzose sagt.
Der erste Kollege mit Fairphone

Pünktlich zu seinem Geburtstag konnte der erste Kollege sein Fairphone in Empfang nehmen. Wie er mir erläutert hat, wird es nicht als neueste technische Innovation vermarktet, sondern als soziale Innovation. Wikipedia sagt: „Fairphone is a social enterprise with the aim to develop a smartphone designed and produced with minimal harm to people and planet.“ Auch wenn das nicht in alle Verästelungen der weltweiten supply chain gelingt, so ist es doch ein lobenswerter Ansatz.
Die ersten technischen Erfahrungen:
- OS Android
- Gewicht 163 g lt. holistic-net-Küchenwaage
(zum Vergleich: iPhone 5, 113g) - 2 SIM Card Slots
- Google Apps nicht vorinstalliert
- 1 installierte App mit dem Titel „enjoy some peace“, mit der man das Smartphone für eine definierte Zeit in den Flugmodus schalten kann und somit seinen eigenen Frieden findet
11 Freunde Tauschbörse

Jetzt fragt sich der Fachmann: „Was hat eine Tauschbörse für Panini-Sammelbilder mit IT zu tun?“ Unter uns gesagt, es ist einer der am besten programmierten Workflows, die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Man meldet sich bei der Tauschbörse an, gibt seinen Stickerbestand im Album ein und bekommt dann in sehr übersichtlicher Form die Tauschangebote angezeigt. Man klickt dann einfach auf Tauschanfrage und der Workflow startet. Der potentielle Tauschpartner bekommt per Email die Anfrage. Man tauscht Adressen aus, schickt sich die Bilder zu, ändert den Status in der Tauschbörse und zum Abschluß, wenn beide Tauschpartner den Erhalt der Sticker bestätigt haben, wird der Albumbestand aktualisiert. Bislang aus meiner Sicht vollkommen fehlerfrei. Es werden nur Bilder angeboten, die man noch nicht andersweitig reserviert hat. Ein Lob den 11-Freunde-Programmierern. Morgen posten wir dann wieder etwas mehr „business like“s.
Lufthansa – begrenzt kundenfreundlich
Eigentlich habe ich mich von der gezielten Meilensammelei verabschiedet. Trotzdem findet man die Mitteilung „9182 Ihrer Meilen verfallen zum 31.12.2013“ unbefriedigend. Nun habe ich gelernt, dass man seine Meilen aufrecht erhält, wenn man eine Lufthansa-Kreditkarte hat. Mit leichtem Zähneknirschen – ich brauche eigentlich keine weitere Kreditkarte – habe ich also den Antrag ausgefüllt, bin eigens ins Büro gefahren, um den Antrag mit dem Firmenstempel zu versehen und noch heute per Fax an „Lufthansa Miles & More Credit Card“ zu senden. Da alles in der Welt einem Regelwerk unterliegt, habe ich nochmal schnell bei der Miles & More Hotline angerufen und gefragt, ob diese Aktion mir auch wirklich meine Meilen erhält. „Leider nein“, belehrt mich der freundliche Herr im Call-Center. Es gilt das Bearbeitungsdatum bei der Lufthansa bzw. der Deutschen Kreditbank AG und das liegt sicher erst im neuen Jahr. Meilen also futsch. Naja, klebt sie euch irgendwo hin. Und eigentlich brauche ich auch keine weitere Kreditkarte und eigentlich sind mir 62€ Gebühr auch zu viel und eigentlich rentiert sich das ohnehin nicht mehr, seitdem man die Gebühren und Steuern für die Prämienflüge ohnehin selbst bezahlen muss.