Stressige Woche

Die vergangene Woche war enorm stressig. Zu Freitag, 11:00 Uhr, mußten in einem wichtigen Projekt Analysezahlen geliefert werden, die über unsere Tools holistic application management und holistic design scan ermittelt wurden und final in Excel Sheets fließen. Wenn dann noch ein Tag für einen Business Trip nach Heidenheim wegfällt und am Freitag wichtige Mitarbeiter nicht verfügbar sind, dann muß der Rest schon optimal funktionieren. Die personelle Logistik will ich hier mal außen vor lassen, aber den Technikstress will ich doch kurz mal aufzählen.

  • Ich hatte in dieser Woche insgesamt 9 Blue Screens. Selbstverständlich in den ungünstigsten Momenten. In aller Regel im Rahmen gleichzeitiger Resourcen-intensiver Nutzung von Notes, Excel, Word, Skype und WebEx inkl. diverser VPNs. (Lenovo T420, Windows 7, Notes 9, Office 2013)
    Zeitverlust in Summe: 2-3 Stunden 👿
  • Ich habe mir am Dienstag-Abend irgendwie mein persönliches Notes-Adressbuch zerschossen. Das ist ein worst case für Notes Nutzer, weil alle Locations und alle Connections weg waren. 2-stündiger erfolgloser Reparaturversuch mit windigen Fehlermeldungen des Notes Clients. Dann Rückgriff auf ein leider etwas angestaubtes Backup.
    Zeitverlust: 2 Stunden 👿
  • Im Rahmen des Wiederbelebungsversuches meines Notes Client hat der Admin meines Vertrauens meinen Notes Client mal schnell neu installiert. Ärgerliches Ergebnis am Freitag: Ich habe mal wieder eine große und wichtige Notes Datenbank versehentlich verschlüsselt für einen Kunden hochgeladen, weil die Strategen von IBM meinen, daß seit Notes 8 das Default-Setting beim Erzeugen von lokalen Datenbanken lokale Verschlüsselung ist. Nervig und sinnlos. Ein Meldung: Diese Datei ist lokal verschlüsselt anstatt dubioser Fehlermeldungen wäre hilfreich, liebe IBM.
    Zeitverlust: 1 Stunde und ein peinliches Telefonat mit dem Eingeständnis an den Kunden, daß ich Mist gemacht habe. 👿
  • Excel meldet immer wieder einen Fehler, der aber nur in einem Hintergrundfenster gezeigt wird und leider nicht erklärbar ist.
    Excel
    Die Lösung besteht darin, daß man bei jedem Lauf eines Import-Makros wieder ohne Sinn und Verstand einen neuen Namen eingibt. Gedruckt wurde das Sheet übrigens nie.
    Zeitverlust durch vergebliche Fehlersuche: 2 Stunden 👿
  • Der Notes 9 Standard Client ist beim Arbeiten unter Stressbedingungen – vorsichtig ausgedrückt – keine Freude. Dieses ständige Gewerkel im Hintergrund für vollkommen intransparente Prozesse nervt abgrundtief. Für effiziente Analystätigkeiten und Massenprozesse brauche ich etwas, was nicht die halbe Zeit mit sich selbst beschäftigt ist. Da beneide ich die Kollegen mit den schlanken DOS-Box-Tools.
    Pickel 👿 👿 :evil:Wenn ich diesen Balken in der Statuszeile sehe, bekomme ich Pickel.
    Zeitersparniss durch nicht supportete Nutzung des Notes 9 Basic Clients:
    5 Stunden, dafür aber selten in Sametime verfügbar

Zu guter letzt ist dann am Freitag noch unser LAN im Büro zusammengebrochen. Erste Diagnose: Switch teilweise kaputt. Zweite Diagnose: Nach einem Boot ist alles wieder gut. Dies geschah aber glücklicherweise nach Auslieferung der Analysedaten an den Kunden.

Den Spieß umgedreht

Ich möchte jetzt nicht provozieren, dass Azubi-Bewerber versuchen bei uns die gleiche Nummer durchzuziehen, aber ich finde es eine Super-Idee mal eine Ablehnung abzulenhen. In der Süddeutschen steht ein Artikel über einen Azubi, der einfach den Spieß mal umgedreht hat. Als holistic-net tun wir unser Bestes um Ausbildungsplätze anzubieten. Ich denke, es ist ein Erfolgsmodell.

Die Sendung mit der Maus

Die Gamer Mouse

Heute kam nach fast einwöchiger Wartezeit – lag aber nicht am Lieferanten sondern an unserer Einkaufsabteilung – meine neue Maus. Es ist ein Rückschritt. Da ist wieder ’ne Schnur dran. Irgendwie bin ich mit diesen Funkmäusen nicht klar gekommen. Ewiges Geruckel, dauernd Batterie alle.

Nun habe ich eine Logitech Gamer Mouse. die Zusatztasten zur on-the-fly-dpi-Veränderung für den pathologischen Profi-Gamer brauche ich zwar nicht, aber muß ich ja nicht drücken. Bis jetzt bin ich hoch zufrieden. Produktivitätssteigerung: 150%. Meßverfahren geheim.

Schweißausbrüche in der Textverarbeitung

Gestern war Ausschreibungsdeadline. So etwas führt ja immer zu erhöhten Adrenalinwerten, aber um 22:15 gab´s noch ein spezielles Highlight. Ich hatte ca. 3 Stunden an einem Text editiert ohne jemals explizit zu speichern. Schlimmer noch: Das Word-Dokument hatte ich als Attachment aus einem Notes-Dokument geöffnet. Plötzlich rutschte der Cursor im Word-Dokument unaufhaltsam an den Anfang des Dokumentes und blieb dort hängen. Word ließ keinerlei Aktion zu. Keine Cursorbewegung per Maus, keine Menuaktion, kein Markieren des Textes, um ihn ins Clipboard zu retten, natürlich auch kein Speichern. Alles tot. 3 Stunden Denken und Tippen für die Katz? Wo liegen diese mistigen temporären Dateien, in der wenigstens ein automatisch gespeicherter Zwischenstand zu finden ist? Kollege Alex angerufen. Geht nicht ran. Kollege Andy SMS geschickt. Er ruft zurück. Danke, Andy. Und nun die Lösung.

  • Windows Explorer öffnen
  • mit %temp% das Temp-Verzeichnis des Benutzers suchen
    C:\Users\Jörg Allmann\AppData\Local\Temp
  • das aktuelle Temp-Verzeichnis von Notes finden, hier notesDC32B5
    Notes64
  • Folder öffnen, Datei gefunden! Hurra!!!
  • Feststellen, dass nur die letzte halbe Stunde fehlt
  • Datei an einem, zwei oder drei sicheren Orten (je nach Gemütslage) abspeichern
  • Notes verfluchen, Word verfluchen, weiterarbeiten

Anschließend hatte ich dann den Mut, Word per Task Manager abzuschießen. Nun kommt der Hinweis, dass eine Benutzereingabe für die Task ansteht. Und siehe da, plötzlich taucht eine Dialogbox aus dem Nichts auf.

 WZ

„Schließen“ angeklickt und wie durch Wunderhand ist alles wieder da. Danke, Microsoft.

Interoperabilitätsumgebung

Interop Bei holistic-net hat man nun die freie Wahl des Email-Clients. Oben Notes 9, unten Outlook2013. Für das interne Mailing ist das selbstverständlich transparent. Man muß nicht wissen, in welchem Mailsystem der Kollege oder die Kollegin „lebt“. Von außen ist es eine Domäne. Wir nutzen diese Umgebung um Erfahrung am eigenen Leib mit dieser interoperabilen Umgebung zu sammeln, diverse Tools zu evaluieren und Smartphones wahlweise mal hier mal dort anzubinden.

Der Usability-Kampf

Modifizierte AllDocs View

Modifizierte AllDocs View

Nach gefühlten 100 Jahren Email könnten User Interfaces eigentlich einen besseren Entwicklungsstand erreicht haben. Heute habe ich mal wieder ein paar Minütchen mit meiner All Documents View im Notes 9 gekämpft. Leider finde ich die „Out-of-the-box“ immer noch begrenzt tauglich. Ich will auf einen Blick all meine Mails – inbound und outbound – sehen und gleichzeitig deutlich die Ungelesenen erkennen. Ich weiß, die Hersteller propagieren das Leben in der Inbox, aber diese Reduktion war für mich noch nie tauglich. Des Weiteren arbeite ich mit den Sender Colors für die Rows, was aber die rote Farbe für die ungelesenen Rows „overruled“. Die Icons in der ersten Spalte sind mir zu unruhig in der Vielfalt und zu wenig prägnant. Ich habe auch keine Lust ständig auf die Selection „Unread only“ zu schalten, weil ich dann den Rest nicht mehr sehe. Manchmal benutze ich das iPhone, nur um schneller zu sehen, was ungelesen ist. Dort gibt es wiederum kein „Mark all read“. Oh Leute!! Wenn jetzt ein Microsoft-Fuzzi um die Ecke kommt und sagt in Outlook sei alles besser, dem ist aus meiner Sicht nicht so. Wenn dann der Social Enabler von IBM um die Ecke kommt und sagt, mach doch Connections, Mail ist out, dann sag ich, dass das Connections UI auch noch weniger Millimeter von einer optimalen Usability entfernt ist.

Surfen im Ausland

Reduzierte BandbreiteIm Urlaub habe ich mich wieder intensiv mit dem Thema Travel & Surf beschäftigen dürfen. Für Nicht-Telekom-User: Das ist das kostendämpfende Roamingangebot der Telekom für Europa. Wenn das Feature grundsätzlich freigeschaltet ist, bekommt man nach dem Grenzübertritt ein SMS mit den unterschiedlichen Angeboten. Funktiert leider nicht immer. Alternativ SMS an die 7277 oder kostenlos über http:\\pass.telekom.de. Wenn man mehr als 3-4 Tage im Ausland ist, nimmt man das Wochenangebot für 14,95 € mit Flatrate, aber Drosselung nach 100MB Datentransfer. Wenn man ein Notebook und ein SmartPhone mit sich führt, nimmt man es zweimal. Wenn die Familie auch surfen will oder noch iPads und ähnliches dazukommen, nimmt man es x-mal. Das geht dann schon etwas ins Geld. Alternativ denkt man über die clevere Nutzung des persönlichen Hotspots nach.

Was kann man mit 100MB anfangen? Wenn man mit dem Notebook seinem Tagesgeschäft inkl. x-mal Mailbox auf und zu nachgehen will, sind die nach einem Tag oder schneller weg. Wenn man nur surft, hängt es natürlich von dem Datenvolumen ab, das die Websites verursachen. Eine kleine Tabelle für Nachrichten-Junkies, recherchiert nach der Rückkehr im Büro unter Nutzung des Tools „HTTP Watch Basic“ (danke Lukas für den Tool-Tipp), zeigt was ein einzelner Klick verbrät.

Download
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initial
Download
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Upload
gechached
SZ 1,7MB 74 KB 49 KB 25 KB
HAZ 1,3MB 94 KB 64 KB 8 KB
FAZ 1,4MB 68 KB 43 KB 4 KB
Freitag 1,1 MB 43 KB 20 KB 5 KB
Spiegel 1,0 MB 59 KB 10 KB 7 KB
Focus 1,8 MB 102 KB 61 KB 40 KB
Kicker 3,2 MB 155 KB 180 KB 15 KB
11-Freunde 1,1 MB 68 KB 39 KB 11 KB
holistic Ligatipp 0,2 MB 8 KB 38 KB 7 KB

Auf Deutsch: 30 mal Browser auf, Kicker gucken, welcher Trainer entlassen wurde, und die Drosselung schlägt zu.
Zu einer vergleichbaren Recherche für das Smartphone habe ich gerade keine Zeit, wäre aber auch interessant.
Nebenbei gesagt: Von Fernseh-Livestream über Zattoo (unter Nutzung eines Jump Servers in Deutschland) ist abzuraten. Nach ca. 15 Minuten sind die 100MB weg.