Es wird ja immer nach neuen Leistungsindizes gesucht. Ich möchte hiermit mal den FGLTX-Index einführen. Das X taugt nicht so richtig für den internationalen Vergleich, macht aber nix.
Also: Was versteht man unter dem FGLTX-Index?
Meiner ist 297-243-266-74-442. Wenn ich jetzt sagen würde 90-60-90 wüßte fast jeder, was ich meine und würde gleich laut schreien: Gelogen!!! Ich könnte jetzt das Rätsel mal ein paar Stunden stehen lassen. Leider habe ich aber heute schon mit einem Freund/Kollegen/Contact diskutiert und er würde es dann sofort öffentlich lösen.
Die Auflösung: Ich habe 297 Freunde in Facebook, 243 unique People in meinen Google+ Circles, 266 Connections in LinkedIn (in manchen Kreisen auch Linkeding genannt), 74 Follower auf Twitter und 442 Kontakte auf 1.Ebene in XING. Man könnte eine Summe bilden und käme dann auf 1.322. Ich weiß, das ist vergleichsweise harmlos. Ich kenne auch Leute die kommen da locker an die 10.000. Aber ich bin auch nicht so der pathologische Jäger und Sammler und habe keine Adressbücher automatisch importiert. Um eine Vergleichbarkeit des Indexes zu erzielen, müsste man wohl ein Regelwerk definieren. In Google+ habe ich z.B. auch die Circle „Kenn ich nüscht!“ und „Schräges“. Die Connect in Orlando hat einen gewissen Schub gebracht. Die 1.300 habe ich mit den Nachwehen der Veranstaltung geknackt. Andere mögen sagen, da fehlen noch all die anderen Plattformen aus dem Bild oben, vor allem die Chinesischen, aber „to be honest“ mir reichen die 5 erst mal.
So, nun warte ich auf die Kampfansagen der Social Networking Profis. Später können wir dann darüber diskutieren, ob der Index etwas sinnvolles aussagt.
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IBM Mail next
Ich vermute mal, dass dieses Bild noch häufig veröffentlicht wird. Stefan Pfeiffer hat es aus meiner Sicht richtig als IBMs Vision der Zukunft beschrieben. Vielleicht sollte man es besser als IBM Personal Dashboard bezeichnen, da es ja eindeutig mehr als nur Mail-Funktionalität enthält. Ich verstehe aber, dass IBM den Begriff „Mail“ in einer neuen Form besetzen will, also ist das Label erst mal legitim. Wie könnte die Vision vom IBM Mail next zum Fliegen kommen?
In Orlando wurde ich von einem IBM Kollegen sehr deutlich darauf hingewiesen, dass man von einem IBM Business Partner mehr Euphorie in der Berichterstattung innerhalb eines Blogs erwarte. Dann will ich mal kurz aufzählen unter welchen Bedingungen ich als IBM Business Partner durchaus euphorisch wäre:
- Das obige Bild wird sehr bald in verkaufbare Praxis umgesetzt und zwar nicht nur in der Cloud, da wir in Deutschland leider den On-Premise-Markt noch nicht ignorieren können.
- IBM hält die installierte Domino Basis oder baut sie gar aus. Falls tatsächlich der Domino-Server das Mail-Backend von IBM Mail next ist, dann muss IBM alle Anstrengungen darin setzen, die derzeit installierte Domino Basis zu erhalten oder gar auszubauen – was nicht so einfach ist.
- IBM überzeugt die Endanwender. Es ist ein ordentliches Stück Weg, Endanwender davon zu überzeugen, dass so ihr zukünftiges PIM Frontend aussieht. Laut erster Kommentare einiger Kunden in Orlando wäre das ein Quantensprung. Es wäre aber schade, wenn Endanwender nur auf das Inbox-Icon oben rechts klicken, um dann wieder das klassische Geschiebe von Emails in der persönlichen high-sophisticated Ordner-Struktur fortführen.
- IBM gelingt eine signifikanter Ausbau der installierten Basis von IBM Connections. Alles was in der neuen IBM Connections-Tüte steckt, muss ebenfalls beim Kunden installiert sein, sonst hängt das Mail etwas in der Luft.
- Alle Komponenten müssen auch unternehmensübergreifend funktionieren. Meine persönlicher Kommunikationsbedarf ist nur 30-40% unternehmensintern. Bei großen Unternehmen mag das für einen Großteil der Mitarbeiter anders sein.
Vielleicht geht manches schneller als man denkt. Immerhin hat IBM mit Connections auch einen Standard gesetzt, den wir vor 3 Jahren nur in Ansätzen verstanden haben.
Arbeitsvorschlag für Jörg Allmann
Die Arbeitsagentur Online 24 – inzwischen gibt es alles als 24 – kümmert sich auch um mich. Warum? Keine Ahnung. Irgend ein Algorithmus meint, dass ich als Archivar oder Scanner ganz gut aufgehoben sei, und dass 19,50 ein attraktives Angebot für mich darstellen. Das mit der Heimarbeit klingt zwar ganz reizvoll, aber danke, ich bleibe für´s Erste mal Geschäftsführer bei holistic-net. Auch wenn meine Gattin manchmal meint, dass mein tatsächlicher Lohn, wenn man ehrlich rechnet, in diese Region geht.
Irgendwie beschleicht mich der Gedanke, dass das Thema Social Analytics oder Business Analytics noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen ist. Die These von Analysten und Consultants auf der abschließenden Podiumsdiskussion der DNUG in Frankfurt, dass die Technik eigentlich keine nennenswerten Grenzen mehr setzt, scheint mir gewagt. Zumindest gibt es Menschen, die mit der Technik nicht tauglich umgehen können.
Elektronische Soforthilfe
Viele Web Sites bieten inzwischen den absolut „immediate“, „jetzt-genau-helf-ich-dir“ super-direkten Chat. Ich habe mal gelesen, das nennt sich „social“. Eine Sekunde zu lange die Maus still gehalten, schon poppt das Chat-Fenster mit dem Hilfeangebot hoch. So auch auf der IBM Website. Nun habe ich mal ganz mutig auf „Ich will! Jetzt, now, immediatamente!“ geklickt. Was folgt, ist der Frust der Einsamkeit. Das klassische Call-Center-Erlebnis. Ich bin dann nach 15 Minuten in der Tat essen gegangen und habe das Chat-Fenster zugemacht. Um eine Erfahrung reicher.
Die Cloud ist kein Ponyhof
Im Nachgang zur Microsoft Partnerkonferenz in Kassel lieferte Axel Oppermann einen pointierten Kommentar unter dem Titel „Beerdigt die Toten“. Ich würde ihm den Untertitel „Analyst treibt Unternehmen schriftlich in die Cloud“ geben. Ich finde aber, dass man dieser Diskussion noch ein paar Aspekte hinzufügen muss.
Auch ich bin der Meinung, dass in wenigen Jahren alles in der Cloud ist und dass es sich nur um ein verzweifeltes Zappeln der letzten Widersacher handelt, das wir zur Zeit erleben. Trotzdem ….
Die Cloud wird von den Befürwortern fast ausschließlich als technisches Thema, von den Gegnern als Vertrauens- bzw. Security-Thema diskutiert. Auch Axel Oppermann argumentiert, wie es sich von einem Analysten gehört, auf der technologischen und ökonomischen Metaebene.
Die Dinge sind jedoch profaner, menschlicher sozusagen. Aus meiner Sicht fehlen in der Diskussion 99% der Motivation, die Microsoft, IBM, Google und andere treiben. Es ist allein der Wille monopolistisch alles in Griff zu bekommen und im Griff zu behalten. Die Cloud ist das Mittel zur finalen Kontrolle des Marktes. Aus der Cloud gibt es kein zurück. Es ist kaum zu erwarten, dass irgendein Anbieter nennenswerte Unterstützung zur Migration raus aus der Cloud oder von Wolke A zu Wolke B bieten wird.
Wie gut man das im Griff haben kann, zeigt uns Apple im Consumerbereich seit Jahren. Wie Lemminge stürzen wir in den AppStore, geben unsere Geräte masochistisch als Geisel ab.
Selbst Oppermann meint, dass man von einer zunehmenden preislichen und lizenzrechtlichen Diskriminierung,die die Unternehmen in die Cloud treiben soll, ausgehen darf. Warum sollten diese Hebel wieder brav in die Asservatenkammer gelegt werden, wenn der Kunde dann erst mal am Haken hängt? Im Consumer Business stehen für mich alle Cloud-Angebote unter dem Motto: „Erst anfüttern oder technologischen Druck aufbauen, dann melken.“ Plötzlich flattern dann die monatlichen Rechnungen ins Haus. Im B2B-Markt funktioniert das nicht anders. Der Markt ist dort nur noch nicht so weit.
Wenn die freie Marktwirtschaft in der IT-Welt noch funktionieren würde, dann könnte man darauf vertrauen, dass sie auch bei den Cloud Services regulierend wirken könnte. Tut sie aber nicht. Wir haben alle in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass wir von Quasi-Monopolisten oder Kartellen umgeben sind.
Die technologische Diskussion über die Vorteile des Lebens in der Cloud können wir gerne führen, da stimme ich auch vielen Analysten zu. Aber leider ist Technologie nicht alles.
IT – Der Himmel auf Erden
Gelegentlich werde ich als Nörgler beschimpft. Ich sehe mich aber ständig von Herstellern so unter Druck gesetzt, dass das Nörgeln förmlich herausgepresst wird. Sozusagen als Alternative zur bedingungslosen Zustimmung. Hersteller stellen Ihre Güter typischerweise als Gabe des Himmels dar. Die Selbstkritik ist da eher bescheiden ausgeprägt. Selbstkritik ist ja auch nicht die primäre Aufgabe eines Vertrieblers. IBM erzählt mir, dass Connections etwas ganz Tolles ist und Notes natürlich immer noch, Microsoft erzählt mir, dass alle Microsoft-Produkte den Himmel auf Erden bieten, vorne weg SharePoint. Darüber schwebt dann noch Gott Apple. Den Himmel stelle ich mir aber anders vor. Für mich hat Connections den Zustand des Himmlischen noch nicht erreicht, Notes wird ihn vielleicht nie mehr erreichen, aber das ganze Microsoft-Bündel ist mindestens genauso weit davon entfernt. Administrierbarkeit, Usability, Transparenz …. haben die alle nicht erfunden. Apple nervt zu allem bisherigen Nerv seit iOS7 noch mit dem Hinweis, dass man für das benutzte Ladekabel nicht genug Dollar abgedrückt habe. Die einzige Hinweis, der mich in meiner Nörgelei manchmal verstummen lässt, ist die Aussage eines Freundes: „Wenn das alles leicht und locker funktionieren würde, dann bräuchte es keine IT-Dienstleister, und du müsstest dir einen anderen Job suchen“. Da ist was dran. Also streben wir gemeinsam weiter dem Himmel auf Erden zu. Und sei er ein goldenes iPhone. Beim Surfen nach einem geeignetetn Bild, mußte ich feststellen, dass auch die Website irgendeiner Sekte „himmel-auf-erden.info“ zumindest Probleme mit der IT hat.
Zweite Runde: Windows 8 auf Lenovo ThinkPad
Man kann sich an manches gewöhnen, aber nicht an alles. Nachdem der erste Versuch sich mit Windows 8 vertraut zu machen an einem ThinkPad mit Transportschaden gescheitert ist, habe ich dieses Wochenende dem 2.Versuch gewidmet. Allein schon, dass man ein Wochenende damit beschäftigt ist einen Rechner halbwegs zum Fliegen zu bringen, ist eine Schande. Wenn sich diese Beschäftigung mehr um das Entfernen als um das Hinzufügen dreht, dann ist es eine doppelte Schande.
Nachdem ich mir die Windows 8 Shortcuts zu Gemüte geführt habe, komme ich etwas besser mit Windows 8 im Allgemeinen klar. Der Mensch ist ja konditionierbar. Dennoch lande ich ständig irgendwo, wo ich nicht hinwill, oder suche mir einen Wolf.
Ätzend finde ich nach wie vor den Versuch dem Benutzer ständig einen Microsoft Account unterzujubeln. Bei jedem Installationshandgriff fängt man sich irgendwelche Zecken ein. Fast amusant ist die Tatsache, dass man sich erst mal das Norton Studio als Virenschutz einfängt und dieses dann kontinuierlich Zeckenalarm bei den folgenden Handgriffen meldet. Es ist auch schwierig zu unterscheiden, welcher Müll von Lenovo kommt (der Chinese an sich ist ja auch sehr konsumfreudig) und welcher von Microsoft. Immerhin lassen sich Bing, Skype, Internet Explorer und SkyDrive deinstallieren. Dagegen lässt sich der Store nicht so einfach entfernen.
Unterm Strich: Der Kampf gegen den Konsum-Müll der IT-Welt geht weiter.
Wunderliche Höhlenzeichnungen
Die Flipcharts oder deren Folgetechnologie in den Besprechungszimmern bieten ja oft interessante Einblicke. Bei uns entstanden heute morgen diese Zeichnungen. Hat denn einer eine Idee was das sein könnte? Die, denen ich das erzählt habe, oder die gar heute morgen dabei waren, sind natürlich vom Rätselraten ausgeschlossen.
Electric monk

Ein netter Kollege von IBM, den ich auf den holistic-thinking-blog verwiesen habe, empfahl mir als passende Lektüre ein etwas älteres Buch, „Dirk Gently´s Holistic Detective Agency“ von Douglas Adams. Dort gibt es einen electric monk den Douglas Adams selbst in obigem Zitat beschreibt. Soweit sind wir mit unserem holistischen Anspruch noch nicht, aber vielleicht auf dem Weg dahin.
Douglas Adams durfte ich vor vielen Jahren bei einer – ich glaube damals war es noch – Lotus-Veranstaltung in Boston lauschen, wo er als Keynote Speaker eingeladen war. Beeindruckend! Auf dem Rückflug nach Heathrow war er dann im gleichen Flieger, wenn auch in einer anderen Buchungsklasse. Ich hatte dann nochmal das Vergnügen mit ihm kurz zu „parlieren“ und ihm zu der gelungenen Keynote zu gratulieren. Leider ist der gute Mann inzwischen verstorben.
Windows 8 – Nein danke!
Auf die Gefahr hin, daß mich nun mal wieder der Bannstrahl meiner Microsoft-Freunde trifft. Der Rant muß sein.

Ich hatte gestern erstmals das Vergnügen Windows 8 auf einem nagelneuen Lenovo Ideapad zu installieren und es hat mich abgrundtief genervt.
- Ich will nicht dazu genötigt werden einen Microsoft Email Account anzulegen.
- Ich will auch keinen Microsoft Email Account haben müssen. (P.S. Ich habe einen, aber freiwillig)
- Ich will diese ganze Consumer-Kacke nicht, mit Shop und SkyDrive und Musik und und und …
- Ich will auch bei einem neuen Betriebssystem intuitiv finden, wo die gesamte Systemkonfiguration liegt und wie ich sie beeinflussen kann.
- Ich will kein UI, was eigentlich nur auf einem Tablett tauglich zu bedienen ist.
- Ich will euren häßlichen Internet Explorer nicht.
- Ich will zumindest alles entfernen können, was ich nicht haben will.
Die versuchte Vereinnahmung des Benutzers durch Windows 8 ist unerträglich. Das hat zuletzt Mao Zedong mit der chinesischen Kulturrevolution versucht, und das war keine Freude.
Ich will, daß IT transparent ist, kein Guerillamarketing für eine Marke darstellt, mir Entscheidungen über Nutzungen offen lässt,