Liebe Leute, eigentlich wollte ich dieses Apple-Announcement einfach ignorieren, denn ich bin weder der Erste, der etwas postet, noch weiß ich die Bedeutung der 64-Bit-Mobile-Architecture angemessen zu kommentieren. Das weltweite Einsammeln von Fingerprints für die NSA über Apple sehe ich nun auch nicht so wirklich als Fortschritt. Der doppelte Blitz wird vermutlich auch nicht dafür sorgen, dass ein 5S sauber zu fokusieren lernt. Aufnahmen ohne ausreichendes Tageslicht werden weiter ein Glücksspiel sein. Ich habe allerdings lebhafte Vorstellungen in welchen Gucci-Taschen und Armani-Hosen die silberne und die goldene Variante landen werden. Ich denke der russische Markt gibt da was her, der arabische wohl auch. Spannend wird sein, welche Farbwahl Männer, die ihren Ehefrauen und Geliebten das neue iPhone zukommen lassen, treffen werden. Silber für die Gattin, Gold für die Geliebte, oder doch umgekehrt? Man wird sehen.
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Optimierungspotential
Manchmal bekomme ich kurze Panikattacken, wenn ich befürchte, irgendetwas wichtiges verloren zu haben. Gestern, beim Verlassen des Niedersachsenstadions nach dem grandiosen Sieg gegen Mainz 05, war ich einige Minuten lang auf der Suche nach der 96-Dauerkarte. Fehlanzeige in allen vier Hosentaschen, Fehlanzeige in acht durchsuchten Taschen der Regenjacke. Mein Gedanken kreisten schon um die Wiederbeschaffung der Dauerkarte, was im Prinzip möglich sein sollte, da sie sich auf einen bestimmten Sitzplatz bezieht und man die verlorene Karte sicher sperren lassen kann. Die Karte fand sich dann nach besonnenem Abtasten der Regenjacke in Innentasche Nr.9.
Nächtliche Alpträume, die sich um das Verlieren oder Suchen von diesen Alltagsutensilien wie Schlüssel, Scheckkarten, Geld, Handy, USB-Stick und ähnlichem drehen, habe ich öfter. Es scheint zumindest ein mich belastendes Problem zu sein.
Warum dieses Thema hier im Blog? Technisch wären doch fast alle diese Dinge verzichtbar und durch ein einziges RFID-Chip irgendwo unter der Haut ersetzbar. Zumindest alle Schlüssel, alle Scheckkarten und das Geld. Handy ist vielleicht etwas komplizierter. Die Google-Brille ist ja auch keine Lösung, weil man dann ständig die Brille suchen würde.
Als Kontra stehen natürlich viele Argumente: Die Verdichtung aller Zugangsdaten auf einen Speicher bietet mannigfaltige Gefahren des Missbrauchs. Die NSA und andere Schlappmützendienste würden sich allerdings freuen über die Konsolidierung. Der Marketingeffekt der bunten Einkaufskarten würde wegfallen. Schlüsseldienste müssten sich auf Schuhreparaturen reduzieren. Das Smartphone als Statussymbol würde u.U. auch wegfallen. Taschendiebe müßten sich neue Berufsfelder suchen. Der gemeine Raubüberfall auf der Straße müsste neu gestaltet werden.
Ein Verfahren, das ich schon vor 30 Jahren bei Kaiser´s an der Kasse erlebt habe, würde sich allerdings kaum ändern: Dort standen manchmal Punkies hinter einem an der Kasse, haben ihren Tagesbedarf auf´s Band gelegt, und mit den Worten „Zahl mit!“ den Kunden davor aufgefordert seinen Sozialbeitrag zu leisten. Da mußte an niemanden Hand angelegt werden.
Electric monk

Ein netter Kollege von IBM, den ich auf den holistic-thinking-blog verwiesen habe, empfahl mir als passende Lektüre ein etwas älteres Buch, „Dirk Gently´s Holistic Detective Agency“ von Douglas Adams. Dort gibt es einen electric monk den Douglas Adams selbst in obigem Zitat beschreibt. Soweit sind wir mit unserem holistischen Anspruch noch nicht, aber vielleicht auf dem Weg dahin.
Douglas Adams durfte ich vor vielen Jahren bei einer – ich glaube damals war es noch – Lotus-Veranstaltung in Boston lauschen, wo er als Keynote Speaker eingeladen war. Beeindruckend! Auf dem Rückflug nach Heathrow war er dann im gleichen Flieger, wenn auch in einer anderen Buchungsklasse. Ich hatte dann nochmal das Vergnügen mit ihm kurz zu „parlieren“ und ihm zu der gelungenen Keynote zu gratulieren. Leider ist der gute Mann inzwischen verstorben.
Windows 8 – Nein danke!
Auf die Gefahr hin, daß mich nun mal wieder der Bannstrahl meiner Microsoft-Freunde trifft. Der Rant muß sein.

Ich hatte gestern erstmals das Vergnügen Windows 8 auf einem nagelneuen Lenovo Ideapad zu installieren und es hat mich abgrundtief genervt.
- Ich will nicht dazu genötigt werden einen Microsoft Email Account anzulegen.
- Ich will auch keinen Microsoft Email Account haben müssen. (P.S. Ich habe einen, aber freiwillig)
- Ich will diese ganze Consumer-Kacke nicht, mit Shop und SkyDrive und Musik und und und …
- Ich will auch bei einem neuen Betriebssystem intuitiv finden, wo die gesamte Systemkonfiguration liegt und wie ich sie beeinflussen kann.
- Ich will kein UI, was eigentlich nur auf einem Tablett tauglich zu bedienen ist.
- Ich will euren häßlichen Internet Explorer nicht.
- Ich will zumindest alles entfernen können, was ich nicht haben will.
Die versuchte Vereinnahmung des Benutzers durch Windows 8 ist unerträglich. Das hat zuletzt Mao Zedong mit der chinesischen Kulturrevolution versucht, und das war keine Freude.
Ich will, daß IT transparent ist, kein Guerillamarketing für eine Marke darstellt, mir Entscheidungen über Nutzungen offen lässt,
Der Ligatipp 2013/2014 ist freigeschaltet
Endlich ist es soweit! Es kann wieder getippt werden. Wir freuen uns auf eine tolle Saison. Der ultimative Ligatipp.
Den Spieß umgedreht
Ich möchte jetzt nicht provozieren, dass Azubi-Bewerber versuchen bei uns die gleiche Nummer durchzuziehen, aber ich finde es eine Super-Idee mal eine Ablehnung abzulenhen. In der Süddeutschen steht ein Artikel über einen Azubi, der einfach den Spieß mal umgedreht hat. Als holistic-net tun wir unser Bestes um Ausbildungsplätze anzubieten. Ich denke, es ist ein Erfolgsmodell.
Böse Enttäuschung

Ich glaube ja gelegentlich noch an das Gute. Das AddOn für Firefox „Adblock Plus“ war bislang für mich solch ein Beispiel. Es entledigt einem zumindest in Firefox wundersam von lästigem Werbekrätz. In der Süddeutschen mußte ich gestern aber lesen, dass den Jungs von Eyeo hässliche Hinterzimmergeschäfte vorgeworfen werden, indem sie sich anmaßen manche Werbung als „non-intrusive“ zu deklarieren und diese gegen entsprechende Bezahlung durch den Werber doch durchzulassen. Wenn ich es richtig verstehe kann man das zwar abklicken, wie im ScreenShot gezeigt, aber das Häkchen muß man erst mal finden und vor allem, man muß es wissen. Wenn es stimmt was der Blogger Sascha Pallenberg öffentlich gemacht hat, dann halte ich das für eine echte Sauerei. Trotz aller Dementis von Eyeo, es wird wohl im Groben die Wahrheit sein. Erkenntnis: Am Schluß geht´s immer nur um Geld und Zockerei, selbst wenn am Anfang etwas löbliches im Vordergrund steht.
Auch in Leipzig ist man einfallsreich!
Gott bewahre!
Bei manchen technologischen Highlights erkennt man sofort die zwei Seiten einer Medaille. Die IBM bietet einen Webcast mit dem tollen Titel „Executing Effective Email Campaigns“. Der gleiche Weltkonzern postuliert an anderer Stelle, dass Email out sei und dass man tunlichst auf sinnvollere Plattformen umsteigen solle. Naja, nach außen kann man ja weiter Emails schleudern. Der Webcast verspricht, dass derzeit über 20 Kampagnen verfügbar sind. Da kann man nur hoffen, dass man nicht 20mal im Verteiler steckt. Aberwitzig finde ich, dass das Ganze unter dem Untertitel „Intelligence Solutions“ läuft. Aber wahrscheinlich habe ich irgendetwas wieder nicht richtig verstanden.
Abschlußarbeiten Ligatipp 2012/13

Eine lange Fußballsaison nähert sich dem Ende. Noch ein bisschen 2.Liga Relegation und ein bisschen Pokal, dann ist endlich mal Ruhe. Als Nacharbeit zu unserem Ligatipp sind wir noch mit der Preisverteilung beschäftigt. Auf Anfrage können wir die persönliche Tabelle der Tipper bereitstellen, d.h. eine Tabelle auf Basis aller eigenen Tipps. An meinem Beispiel sieht man, dass ich gewissen Fehleinschätzungen unterlag, z.B. habe ich 96 leicht überschätzt. iPads, Beamer und Gutscheine werden nun an die Gewinner, die mit dem realistischeren Einschätzungsvermögen, versendet. Ich möchte darauf hinweisen, dass wir Amazon als Lieferant inzwischen boykottieren. Bei aller Konsumwut, muß man sich ein Stückchen Ehre erhalten. Bei uns äußert es sich u.a. im Amazon-Boykott.
