Der Tag fängt gut an

fake3Ein flüchtiger Blick auf das Smartphone beim Frühstück bot eine überraschende Bestellbestätigung von Amazon. Ein neue Kamera für kleine 400€ sollte mein Eigen werden. Der Laie haut dann erschreckt auf den Storno-Button und tippt brav seine Amazon-Credentials ein. Eine Kontrolle zeigte sehr schnell, dass es sich um eine mittelmäßig perfekte Phishing-Mail handelt. Ach wenn die Menschheit doch nicht so schlecht wäre, wenn es nicht Menschen gäbe, die Kriminalität als einzigen Weg zur globalen Umverteilung des Reichtums sehen. Ach wäre es schön, wenn die Welt komplett auf authentifiziertes Email umstellen würde. Aber offenbar will das keiner, und die Politik interessiert es auch nicht. Vielleicht kapiert auch in der Politik keiner das Problem. Angie ohnehin nicht.

Die bösen Chinesen

China-HackerNun schreibt die FAZ ganz empört, dass die Chinesen einen Hackerangriff auf die Bundesregierung verübt haben. Leute, mit welch langweiligen Meldungen wollt ihr denn noch die Menschen hinter dem Ofen vorlocken. Denkt ihr denn die Chinesen seien doofer als die Amerikaner. Also hier nochmal zum mitschreiben:

  • Es gibt keinen Geheimdienst, der sich irgendwelche Schranken auferlegt. Nicht in USA, nicht in China, nicht in Deutschland.
  • Geheimdienste unterliegen faktisch keinen Gesetzen.
  • Limitierungen setzt nur die Technik, das Geld oder der Intellekt. Die Technik kann man auch streichen.

Der Unterschied zwischen Amerikanern, Briten und Chinesen auf der einen Seite und den Deutschen auf der anderen Seite besteht vielleicht darin, dass Obama, Cameron und Xi Jinping oder Li Keqiang nicht einmal der Meinung sind, dass sie das gegenüber anderen Staatsoberhäuptern rechtfertigen müssten oder sich in verlogenen Unterlassungslügen verlieren.

Wenn uns das als Bürger stört, dann müssen wir uns im Wald treffen und auf Mängel bei Richtmikrofonen hoffen. Mag sein, dass es auch noch unverwanzte Kneipen gibt.

Zu Zeiten der beobachtenden Fahndung in den 70ern konnte man immer noch hoffen, dass die Schlapphüte unter Resourcenmängeln oder intelektuellen Schwächen leiden. Das mit den Resourcenmängeln hat sich leider durch die Technik erledigt.

Personal Social Networking Index

social_networking_sitesEs wird ja immer nach neuen Leistungsindizes gesucht. Ich möchte hiermit mal den FGLTX-Index einführen. Das X taugt nicht so richtig für den internationalen Vergleich, macht aber nix.
Also: Was versteht man unter dem FGLTX-Index?
Meiner ist 297-243-266-74-442. Wenn ich jetzt sagen würde 90-60-90 wüßte fast jeder, was ich meine und würde gleich laut schreien: Gelogen!!! Ich könnte jetzt das Rätsel mal ein paar Stunden stehen lassen. Leider habe ich aber heute schon mit einem Freund/Kollegen/Contact diskutiert und er würde es dann sofort öffentlich lösen.
Die Auflösung: Ich habe 297 Freunde in Facebook, 243 unique People in meinen Google+ Circles, 266 Connections in LinkedIn (in manchen Kreisen auch Linkeding genannt), 74 Follower auf Twitter und 442 Kontakte auf 1.Ebene in XING. Man könnte eine Summe bilden und käme dann auf 1.322. Ich weiß, das ist vergleichsweise harmlos. Ich kenne auch Leute die kommen da locker an die 10.000. Aber ich bin auch nicht so der pathologische Jäger und Sammler und habe keine Adressbücher automatisch importiert. Um eine Vergleichbarkeit des Indexes zu erzielen, müsste man wohl ein Regelwerk definieren. In Google+ habe ich z.B. auch die Circle „Kenn ich nüscht!“ und „Schräges“. Die Connect in Orlando hat einen gewissen Schub gebracht. Die 1.300 habe ich mit den Nachwehen der Veranstaltung geknackt. Andere mögen sagen, da fehlen noch all die anderen Plattformen aus dem Bild oben, vor allem die Chinesischen, aber „to be honest“ mir reichen die 5 erst mal.
So, nun warte ich auf die Kampfansagen der Social Networking Profis. Später können wir dann darüber diskutieren, ob der Index etwas sinnvolles aussagt.

Das hat der Lobster nicht verdient

RLNach so viel überaus positiv Fachlichem darf man auch wieder mal einen Rant schreiben. Ich gebe zu, es war mein Vorschlag. Aber ich hoffe, ich bin endgültig geheilt. In Florida ist es nicht ganz einfach diesen unzähligen amerikanischen Franchising-Food-Ketten aus dem Wege zu gehen. Ich weiß, wenn man genug Geld hinlegt und Ahnung hat, bla, bla, bla. Von Red Lobster hab ich endgültig die Nase voll. Wie kann man nur so schlechtes Essen machen? Wie kann man nur einen Hummer so verunstalten? Alles wird gnadenlos in die Friteuse geschmissen. Ekelhaft. Franchising-Ketten aller Welt, gehet zugrunde.

Der erste Kollege mit Fairphone

Fairfone 001Fairfone 002Pünktlich zu seinem Geburtstag konnte der erste Kollege sein Fairphone in Empfang nehmen. Wie er mir erläutert hat, wird es nicht als neueste technische Innovation vermarktet, sondern als soziale Innovation. Wikipedia sagt: „Fairphone is a social enterprise with the aim to develop a smartphone designed and produced with minimal harm to people and planet.“ Auch wenn das nicht in alle Verästelungen der weltweiten supply chain gelingt, so ist es doch ein lobenswerter Ansatz.

Die ersten technischen Erfahrungen:

  • OS Android
  • Gewicht 163 g lt. holistic-net-Küchenwaage
    (zum Vergleich: iPhone 5, 113g)
  • 2 SIM Card Slots
  • Google Apps nicht vorinstalliert
  • 1 installierte App mit dem Titel „enjoy some peace“, mit der man das Smartphone für eine definierte Zeit in den Flugmodus schalten kann und somit seinen eigenen Frieden findet

Arbeitsvorschlag für Jörg Allmann

Stelle Die Arbeitsagentur Online 24 – inzwischen gibt es alles als 24 – kümmert sich auch um mich. Warum? Keine Ahnung. Irgend ein Algorithmus meint, dass ich als Archivar oder Scanner ganz gut aufgehoben sei, und dass 19,50 ein attraktives Angebot für mich darstellen. Das mit der Heimarbeit klingt zwar ganz reizvoll, aber danke, ich bleibe für´s Erste mal Geschäftsführer bei holistic-net. Auch wenn meine Gattin manchmal meint, dass mein tatsächlicher Lohn, wenn man ehrlich rechnet, in diese Region geht.

Irgendwie beschleicht mich der Gedanke, dass das Thema Social Analytics oder Business Analytics noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen ist. Die These von Analysten und Consultants auf der abschließenden Podiumsdiskussion der DNUG in Frankfurt, dass die Technik eigentlich keine nennenswerten Grenzen mehr setzt, scheint mir gewagt. Zumindest gibt es Menschen, die mit der Technik nicht tauglich umgehen können.

Ein Tausendsassa

Knippi 001Ich habe ihn extra gefragt, ob ich das posten darf. Er hat ja gesagt. Ich gestehe ihm aber ein Widerrufsrecht zu. Jörg Knippschild ist ein Held des Postens von Foursquare Meldungen. Die Welt darf wissen, wo er sich bewegt. Am Münchner Flughafen scheint man sich diese Meldungen gleich im Dutzend einzufangen. In x-facher Persönlichkeitsspaltung bewegte er sich gleichzeitig bei Dallmayr und bei Käfer, in der Business Lounge 1. und 2.Klasse, in Schengen, München und Oberding und nebenbei noch im Kempinski. Wahnsinn!!! Lieber Jörg, hast du eine Toilette gesucht, war´s dringend oder wie kam diese Umtriebigkeit zustande? Wenn du gleichzeitig noch 6mal Mayor geworden wärst, würde ich dich noch mehr bewundern.

Die Sucht

iOS7Eigentlich wollte ich gestern Abend gar kein Fass mehr aufmachen. Man daddelt noch so ein bisschen auf Facebook rum und siehe da, der Mann der das IT-Gras wachsen hört, Volker Weber, postet: „iOS7 is out“. Ich wollte dann auch nur kurz nachgucken, ob auf dem iPad das rote Nümmerli am Icon „Einstellungen“ zu sehen ist. War nicht zu sehen. Aber unter „Softwareaktualisierung“ war dann durchaus auf iOS7 hingewiesen. Eigentlich wollte ich dann auch nicht auf „Laden“ drücken. Ich bin doch kein Update-Junkie. Aber irgendwie hat mein Finger es dann doch getan. Apple versteht es Sucht zu erzeugen. Bei meinem Notebook habe ich nie das Bedürfnis das allerneueste OS-Release zu haben. Zuerst stand dann da: „Noch ungefähr 1 Stunde ..“. Das änderte sich dann bald in „Noch ungefähr 6 Stunden …“. In früheren Jahren hätte ich vielleicht die Nacht durch vor dem Gerät gesessen. Gestern bin ich einfach ins Bett gegangen. Morgens war’s dann fertig. Die Konditionierung für iOS7 läuft.

Zweite Runde: Windows 8 auf Lenovo ThinkPad

Windows8Man kann sich an manches gewöhnen, aber nicht an alles. Nachdem der erste Versuch sich mit Windows 8 vertraut zu machen an einem ThinkPad mit Transportschaden gescheitert ist, habe ich dieses Wochenende dem 2.Versuch gewidmet. Allein schon, dass man ein Wochenende damit beschäftigt ist einen Rechner halbwegs zum Fliegen zu bringen, ist eine Schande. Wenn sich diese Beschäftigung mehr um das Entfernen als um das Hinzufügen dreht, dann ist es eine doppelte Schande.
Nachdem ich mir die Windows 8 Shortcuts zu Gemüte geführt habe, komme ich etwas besser mit Windows 8 im Allgemeinen klar. Der Mensch ist ja konditionierbar. Dennoch lande ich ständig irgendwo, wo ich nicht hinwill, oder suche mir einen Wolf.
Ätzend finde ich nach wie vor den Versuch dem Benutzer ständig einen Microsoft Account unterzujubeln. Bei jedem Installationshandgriff fängt man sich irgendwelche Zecken ein. Fast amusant ist die Tatsache, dass man sich erst mal das Norton Studio als Virenschutz einfängt und dieses dann kontinuierlich Zeckenalarm bei den folgenden Handgriffen meldet. Es ist auch schwierig zu unterscheiden, welcher Müll von Lenovo kommt (der Chinese an sich ist ja auch sehr konsumfreudig) und welcher von Microsoft. Immerhin lassen sich Bing, Skype, Internet Explorer und SkyDrive deinstallieren. Dagegen lässt sich der Store nicht so einfach entfernen.
Unterm Strich: Der Kampf gegen den Konsum-Müll der IT-Welt geht weiter.

GEMA Gebühren auf USB-Sticks

GEMANatürlich ist das ein alter Hut, denn es gilt schon seit über einem Jahr. Trotzdem fallen einem bestimmte Blüten unserer Gesetzgebung erst auf, wenn man direkt davon betroffen ist. Dass die GEMA an einem 8GB USB-Stick 1,56 € verdient, halte ich für Wegelagerei. Das sind mehr als 30% des Preises. Die sollen ihr Business grundsätzlich überdenken und sich nicht wie Zecken an den Gesetzgeber hängen. Schon der Ausdruck „Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ)“ klingt nach stalionistischer Planwirtschaft. Wer kommt denn auf die Idee genau 1,56€ festzusetzen? Wie lautet denn die Rechnung an dieser Stelle: (Personalkosten von GEMA+ZPÜ)/Anzahl der verkauften USB-Sticks in Deutschland = 1,56€. Ich könnte mich aufregen. 😡