Zum Thema Standardisierung reißen viele Hersteller die Klappe auf. Die IBM steht da immer ganz vorne. Ganz hoch wird immer die Standardisierung durch Java als Entwicklungsplattform gehandelt. Warum man dann als Entwickler peinlich genau drauf achten muß, ob die JVM von IBM oder von Oracle zur Verfügung steht, und wemnn ja, in welcher Version die zur Verfügung steht, erschließt sich mir zumindest nicht strategisch. Das Ergebnis: Standard ist Marketinggeschwätz, jeder macht, was er Lust hat bzw. was ihm am besten in den Kram passt und fertig. Nerv!
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Nach stundenlanger Debatte …
… über die holistic-net Infrastruktur kam dieses stark vereinfachte Bild heraus.

Was will ich damit sagen? Wir haben eine komplette IBM Welt (zumindest was die Brand ICS betrifft) und eine komplette Microsoft Welt (zumindest die Kernprodukte). Das ist doch schon mal was. Die gute Sophos UTM9 schützt uns gegen böse Geister.
Interoperabilitätsumgebung
Bei holistic-net hat man nun die freie Wahl des Email-Clients. Oben Notes 9, unten Outlook2013. Für das interne Mailing ist das selbstverständlich transparent. Man muß nicht wissen, in welchem Mailsystem der Kollege oder die Kollegin „lebt“. Von außen ist es eine Domäne. Wir nutzen diese Umgebung um Erfahrung am eigenen Leib mit dieser interoperabilen Umgebung zu sammeln, diverse Tools zu evaluieren und Smartphones wahlweise mal hier mal dort anzubinden.
Der Usability-Kampf
Lumia 920
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Und wieder wird ein Mobile Device ausgepackt. Ich komme mir wirklich vor wie auf den Spuren von Volker Weber, wobei er die Geräte – das muß ich neidlos anerkennen – immer schon ein halbes Jahr vor mir in der Hand hat. Das ist der Unterschied zwischen Tester und schnödem Konsumenten. Das vorliegende Gerät in gelb ist nicht für den Business Betrieb bestimmt. Zusammen bringen die beiden Schmuckstückchen 300g auf die Küchenwaage. Der Löwenanteil geht dabei an das Lumia mit 187g. Ein echtes Brett also. Nach Adam Riese verbleiben dann noch 113g für das iPhone5. Das Lumia kommt ansonsten etwas jugendlicher rüber. Es sagt brav „Los geht´s“ beim Einschalten und „Bis bald“ beim Ausschalten. Zwischen An und Aus fehlt mir zur Zeit leider die passende Micro SIM card. Kleine Nachbestellung bei der Telekom fällig. Danach sehen wir weiter.
Surfen im Ausland
Im Urlaub habe ich mich wieder intensiv mit dem Thema Travel & Surf beschäftigen dürfen. Für Nicht-Telekom-User: Das ist das kostendämpfende Roamingangebot der Telekom für Europa. Wenn das Feature grundsätzlich freigeschaltet ist, bekommt man nach dem Grenzübertritt ein SMS mit den unterschiedlichen Angeboten. Funktiert leider nicht immer. Alternativ SMS an die 7277 oder kostenlos über http:\\pass.telekom.de. Wenn man mehr als 3-4 Tage im Ausland ist, nimmt man das Wochenangebot für 14,95 € mit Flatrate, aber Drosselung nach 100MB Datentransfer. Wenn man ein Notebook und ein SmartPhone mit sich führt, nimmt man es zweimal. Wenn die Familie auch surfen will oder noch iPads und ähnliches dazukommen, nimmt man es x-mal. Das geht dann schon etwas ins Geld. Alternativ denkt man über die clevere Nutzung des persönlichen Hotspots nach.
Was kann man mit 100MB anfangen? Wenn man mit dem Notebook seinem Tagesgeschäft inkl. x-mal Mailbox auf und zu nachgehen will, sind die nach einem Tag oder schneller weg. Wenn man nur surft, hängt es natürlich von dem Datenvolumen ab, das die Websites verursachen. Eine kleine Tabelle für Nachrichten-Junkies, recherchiert nach der Rückkehr im Büro unter Nutzung des Tools „HTTP Watch Basic“ (danke Lukas für den Tool-Tipp), zeigt was ein einzelner Klick verbrät.
| Download initial |
Upload initial |
Download gecached |
Upload gechached |
|
| SZ | 1,7MB | 74 KB | 49 KB | 25 KB |
| HAZ | 1,3MB | 94 KB | 64 KB | 8 KB |
| FAZ | 1,4MB | 68 KB | 43 KB | 4 KB |
| Freitag | 1,1 MB | 43 KB | 20 KB | 5 KB |
| Spiegel | 1,0 MB | 59 KB | 10 KB | 7 KB |
| Focus | 1,8 MB | 102 KB | 61 KB | 40 KB |
| Kicker | 3,2 MB | 155 KB | 180 KB | 15 KB |
| 11-Freunde | 1,1 MB | 68 KB | 39 KB | 11 KB |
| holistic Ligatipp | 0,2 MB | 8 KB | 38 KB | 7 KB |
Auf Deutsch: 30 mal Browser auf, Kicker gucken, welcher Trainer entlassen wurde, und die Drosselung schlägt zu.
Zu einer vergleichbaren Recherche für das Smartphone habe ich gerade keine Zeit, wäre aber auch interessant.
Nebenbei gesagt: Von Fernseh-Livestream über Zattoo (unter Nutzung eines Jump Servers in Deutschland) ist abzuraten. Nach ca. 15 Minuten sind die 100MB weg.
Surface Freuden
Die erste Euphorie über unseren Surface ist verschwunden. Solche kastrierten Geräte sind doch nur begrenzt tauglich. Wir müssen wohl doch in das Surface Pro investieren, um eine neue Meinung zum Thema Microsoft Tablet zu bekommen. Die Tastatur finde ich wirklich OK. Zumindest ich kann damit schneller und mit weniger Korrekturbedarf tippen als mit einer iPad-Tastatur. Ein entscheidender Vorteil des Surface besteht darin, dass man 11-Freunde Mahjong auf Touchscreen spielen kann, denn Microsoft verweigert im Gegensatz zu Apple ja kein Flash. Kann mir eigentlich nochmal jemand erklären, warum Apple das so beharrlich verweigert? Hat Adobe Steve Jobs irgendwann beleidigt und bei Apple traut sich keiner diesen alten Zank endlich bizulegen?
BlackBerry Befreiungsschlag
Ich habe soeben dem Vortrag von Axel Conrad (BlackBerry) auf unserer Veranstaltung SBTF2013 gelauscht. Mit BlackBerry 10 ergeben sich sowohl bezüglich der Endgeräte als auch bezüglich der dahinter liegenden Server-Infrastruktur ganz neue Perspektiven. Es sieht so aus als ob BlackBerry die Kurve geschafft hat. Die Geräte machen einen modernen Eindruck, vor allem das BlackBerry Z10, das optisch sehr stark dem iPhone 5 ähnelt. Die Handhabung macht einen sehr guten Eindruck. BlackBerry geht da durchaus eigene Wege, die der iPhone-Handhabung nicht unbedingt nachstehen. Die optionale Trennung zwischen „Work Perimeter“ und „Private Perimeter“, die über den neuen BES10-Server gesteuert wird, sollte viele Unternehmen begeistern, die mit iOS-Devices ihre Bauchchmerzen haben. Mal sehen, wie schnell unsere Kunden die Migration zu BES10 beginnen. Kleines Hindernis: Damit ist zwangsweise auch ein Gerätewechsel bei den Anwendern verbunden und für die bisherigen Geräte wird weiterhin ein BES5 benötigt. Auf Basis des neuen ActiveSync-Protokolls kann man die BB10-Geräte nun auch über Traveler ohne BES-Server betreiben. Man hat dann aber die Perimeter-Trennung nicht.
Das hätte schon seit Jahren funktionieren können
Wieso müssen wir eigentlich in unseren Präsentationen zu IBM Produkten so oft sagen: „Das haben wir uns schon seit Jahren gewünscht, jetzt endlich geht es.“ Man könnte den Eindruck haben, das IBM in Sachen Usability des Notes Full Clients und von iNotes auf den letzten Drücker eine gewisse Innovationsresistenz aufgibt. Plötzlich geht „fast“ alles.



