Der erste Kollege mit Fairphone

Fairfone 001Fairfone 002Pünktlich zu seinem Geburtstag konnte der erste Kollege sein Fairphone in Empfang nehmen. Wie er mir erläutert hat, wird es nicht als neueste technische Innovation vermarktet, sondern als soziale Innovation. Wikipedia sagt: „Fairphone is a social enterprise with the aim to develop a smartphone designed and produced with minimal harm to people and planet.“ Auch wenn das nicht in alle Verästelungen der weltweiten supply chain gelingt, so ist es doch ein lobenswerter Ansatz.

Die ersten technischen Erfahrungen:

  • OS Android
  • Gewicht 163 g lt. holistic-net-Küchenwaage
    (zum Vergleich: iPhone 5, 113g)
  • 2 SIM Card Slots
  • Google Apps nicht vorinstalliert
  • 1 installierte App mit dem Titel „enjoy some peace“, mit der man das Smartphone für eine definierte Zeit in den Flugmodus schalten kann und somit seinen eigenen Frieden findet

Wer erklärt uns die Welt?

connect2014In gut 2 Wochen beginnt die Connect 2014 in Orlando. Für uns eines der Highlights im Konferenzkalender jedes Jahres. Wieder werden wir in der Opening General Session sitzen und uns erläutern lassen, wo der Hase langläuft – der Welthase, der IT-Hase, der IBM-Hase, der IBM-Software-Hase, der IBM-ICS-Hase, der IBM Workforce-Hase – wir wissen es nicht. Genau das ist die Krux. Speziell wir alten Lotus-Fans sehen uns ja gerne als den Mittelpunkt der IT. Das sind wir aber leider nicht. Wir sind ein kleines Sternchen in der Milchstrasse der IT und alle rund um uns definieren die Strassenrichtung, die Sternengröße und den Mittelpunkt ständig neu. Genug der Analogien.

Auf den Punkt gebracht: Ich fände es hilfreich, wenn sich ein IBM Executive von möglichst weit oben im Organigramm mal nach Orlando bewegen würde und uns die Welt erklärt. Warum nicht Ginni Rometty oder zumindest Steve Mills? Ich erinnere mich, dass vor Jahrzehnten Lou Gerstner mal den Weg zum Volk auf der Lotusphere gefunden hatte. Neben der Wertschätzung für die in Orlando anwesende IT Community könnte die Dame oder der Herr dann gleich die die IBM Software Philosophie im Ganzen rüberbringen. Wie sind die Themen Messaging & Collaboration, Social Business, Workforce, Social Analytics oder Big Data in der gesamten Software-Strategie der IBM verankert? Vielleicht könnten sie einige Verwirrungen auflösen. Ich befürchte nämlich, man versteht die Philosophie immer nur begrenzt, wenn man sie nur aus der Sicht von Alistair Rennie oder Kevin Cavanaugh erläutert bekommt.

Ab in die Cloud

clouddomex
Die Cloud drückt. Zweifelsohne wird in den nächsten Jahren viel IT in der Cloud landen, auch IT von Unternehmen, die das bisher kategorisch abgelehnt haben. Es ist mal wieder der Kostendruck, der andere Überlegungen wie z.B. die Sicherheitsbedenken bezüglich unternehmenskritischer Daten in den Hintergrund drängt. Vor allem Microsoft betätigt diesen Hebel intensiv, aber auch die IBM würde ihre Schäfchen lieber in ihrer Cloud sehen. Vordergründig wird mit den reduzierten Kosten für Commodity Services argumentiert, mit schnellerer, weil zentraler Updatefähigkeit, mit dem Segen der Standardisierung. Aus technologischer Sicht stimme ich all dem zu. Im Hintergrund steht aber auch die Bindung des Kunden an die Cloud des Providers, technologisch und ökonomisch. Sicherlich wird manche Standardisierung – und nur mit der sind die niedrigeren Kosten zu erzielen – mit Schmerzen verbunden sein, und manchen Unternehmen wird auffallen, dass sie sich über die Jahre reichlich viel Customizing ihrer Mailfunktionalität zugelegt haben bzw. diese enger als gedacht mit der Applikationslandschaft verwoben ist. Dies betrifft vor allem die Notes Kunden. Unternehmen, die bereits seit Jahren Outlook/Exchange benutzen, fällt der Weg in die Cloud leichter. Bedenklich finde ich allerdings die technologische Bindung an eine proprietäre Cloud. So allgemein und offen der Begriff Cloud auch klingt, die Technik in der jeweiligen Cloud ist proprietär. Der technologische Handlungsspielraum für die Zukunft wird dort wesentlich kleiner sein als in den bisherigen on-premise Environments. Als holistic-net sehen wir in 2014 weitere Assessments und Migrationen auf uns zukommen. Wir sind wohl präpariert, um zumindest optimales Licht in Migrationsvorhaben aller Art zu bringen, und die Migrationen durchzuführen. Und wenn´s dann die Cloud sein soll, dann isses eben die Cloud.

holistic outlook bridge

holistic-outlook-bridgeMan muss ja nicht ewig warten mit Ankündigungen. Angeregt durch viele Projekterfahrungen im vergangenen Jahr haben wir ein Produkt „holistic outlook bridge“ entwickelt. Es ist den Unternehmen eine wertvolle Hilfe, die einen Wechsel des Email-Systems von Notes nach Outlook vollziehen wollen oder bereits vollzogen haben, die aber bis auf weiteres Notes Applikationen betreiben und nutzen.
Wollen Sie wissen, wie man aus einem Outlook Folder Mails in eine Notes Applikation kopieren kann, wie man den Aufruf von Standard-Mail-Funktionen in Notes auf Outlook umbiegt oder wie man einen Outlook Folder aus einer Notes Applikation direkt aufruft oder in eine Notes Applikation einbettet? Mitte Januar gehen wir in den Betatest. FCS wird irgendwann in Q1/2014 sein. Weitere Infos auf Anfrgae.

Wunderliches Passwortmanagement

HotSpot Kürzlich hatte ich mal wieder Trouble mit meinem Telekom-Zugang über den Hot Spot im Zug. Aber es gibt ja die feine Option: „Passwort vergessen?“ Dann erhält man hochkomfortabel per SMS seine Zugangsdaten. Was mich allerdings stark irritiert ist die Tatsache, dass man sein bestehendes Passwort im Klartext erhält. Ich möchte nun nicht darüber sinnieren, ob die Telekom Passworte per SMS-Klartext verschicken soll. Entscheidend ist für mich die Erkenntnis, dass die Passworte offenbar im Klartext bei der Telekom vorliegen. Ein Provider dieser Größenordnung sollte eigentlich ein Verfahren benutzen, bei dem er nicht in den Verdacht kommt alle Passworte zu kennen und somit auch ein tolles Feld für Hacker zu bieten. Ehrlich gesagt, ich verstehe es nicht.

Erfolgreiches Notes 9.01 Update

Notes901

Auf Grund einiger Postings von lieben Facebook-Freunden hatte ich etwas Bammel vor dem 9.01 Update. Komplexere Installationen werden ja gerne mal in Schutt und Asche gelegt durch ein simples Update. Aber wie ein Wunder: Nach guten 15-20 Minuten läuft mein Notes 9.01 wie geschmiert. Selbst die Sidebar-Plugins sind alle da und funktionieren. Die Release Notes habe ich noch nicht studiert, somit weiß ich noch nicht, was es mir bringt. Die angebliche Performance-Steigerung von 3% beim Öffnen der Mailbox (wie kann man so ne mickrige Zahl auf ein Marketing-Sheet schreiben) werde ich wohl nicht nachvollziehen können. Der Algorithmus, nach dem das Typeahead in der Mailadressierung funktioniert, oder auch nicht, erschließt sich mir nach wie vor nicht. Es wird so viel über Produktivitätssteigerung schwadroniert. Wenn dieser Algorithmus endlich mal zuverlässig funktionieren würde, das wäre ne echte Produktivitätssteigerung. Schön wäre z.B. wenn man die Adressierungen mit hierarchischem Notes-Namen aus fremden Domänen, mit denen man keine native Notes-Verbindung hat, unterdrücken könnte. Die werden mir immer wieder in meine Recent Contacts gespült, aber ich kann sie im Mailing nicht benutzen. Warum er bestimmte Namen nach Nachname gar nicht findet, nach Vorname aber doch, bleibt das Geheimnis dieses Algorithmus. Leider habe ich keine Zeit zu ausschweifenden empirischen Untersuchungen. also muss man’s nehmen wie es ist. Immerhin, der Client läuft.

Kampf gegen ein unbekanntes Phänomen

Seit Monaten benutze ich das gleiche Excel-Sheet um einen rollierenden 6-Monats-Report zu erstellen. Ich kopiere das bestehende Zahlenwerk eine Spalte nach rechts und füge die aktuellen Montaswerte hinzu. Seit diesem Monat funktioniert der Mist nicht mehr.

Excel hängt sich bei jeder numerischen Eingabe auf. Die Formeln sind kein Hexenwerk, keine Rekursivität. Jedenfalls ist keine zu finden. Im Taskmanager sieht man, wie sich der Arbeitsspeicherbedarf in 5K-Schritten hochschaukelt. Irgendwann ist dann auch der beste Rechner am Ende angelangt. Nach ausreichendem Warten erzählt Excel dann auch brav, dass die Resourcen nicht reichen.

Man baut ja dann nicht gleich das Excel-Sheet neu, sondern tastet sich schrittweise an die Lösung, erst mit Miniminimalaufwand, dann mit Minimalaufwand, dann mit mittlerem Aufwand usw.

Formelfehler suchen, partielles Löschen, partielles Wiederherstellen. Alles erfolglos. Im Moment bin ich auf der Stufe angelangt, dass ich das Ding in XLS abgespeichert und auf die NAS kopiert habe, zwei Treppen hoch gelaufen bin, auf einem anderen Rechner geöffnet habe. Da funktioniert es.

Auf meinem Notebook läuft seit einer guten Stunde der Virenscanner. Bekanntlich dauert das auf solch einer Müllhalde. Ärgern tut mich der herstellerbedingte Müll. Fast jedes Programm installiert inzwischen seine 75 Sprachvarianten gleich mit. Kann ja sein, dass ich mal Kisuaheli in der mittelkenianischen Variante brauche. Da frisst sich der Virenscanner dann mühsam durch.

Fortsetzung folgt!

Die Bahn setzt auf Kundenpflege mit IT

Defizite

Liebe Bahn, die Idee ist ja ganz nett und kann auch hilfreich sein. Aber was soll ich denn um 7:54 mit einer Meldung, dass der Zug, geplante Abfahrt 7:22, tatsächliche Abfahrt 7:32, eine „Ermittelte Abweichung: Verspätung“ hat. Ich sitze doch seit 22 Minuten drin. Immerhin sind die Angaben ohne Gewähr. Ein bisschen mehr programmatische Intelligenz würde dieser Anwendung auch gut tun.
By the way, es handelte sich um den Sprinter. Das ist dieser Zug, der Dank des Halteverzichts in Göttingen und Kassel in der Theorie 13 Minuten schneller von Hannover nach Frankfurt fährt, dafür aber auch 11.50€ mehr kostet, und in der Praxis genauso verspätet ist, wie viele andere ICEs.

Arbeitsvorschlag für Jörg Allmann

Stelle Die Arbeitsagentur Online 24 – inzwischen gibt es alles als 24 – kümmert sich auch um mich. Warum? Keine Ahnung. Irgend ein Algorithmus meint, dass ich als Archivar oder Scanner ganz gut aufgehoben sei, und dass 19,50 ein attraktives Angebot für mich darstellen. Das mit der Heimarbeit klingt zwar ganz reizvoll, aber danke, ich bleibe für´s Erste mal Geschäftsführer bei holistic-net. Auch wenn meine Gattin manchmal meint, dass mein tatsächlicher Lohn, wenn man ehrlich rechnet, in diese Region geht.

Irgendwie beschleicht mich der Gedanke, dass das Thema Social Analytics oder Business Analytics noch nicht am Ende der Fahnenstange angekommen ist. Die These von Analysten und Consultants auf der abschließenden Podiumsdiskussion der DNUG in Frankfurt, dass die Technik eigentlich keine nennenswerten Grenzen mehr setzt, scheint mir gewagt. Zumindest gibt es Menschen, die mit der Technik nicht tauglich umgehen können.