www.holistic-net.de – Alles neu macht der Mai

holineuEndlich! Nach gefühlten 100 Jahren und faktisch immerhin mehr als einem Jahr seit Start des Projektes haben wir eine neue Website. Vieles wurde x-mal über den Haufen geworfen, über manches wird immer noch hitzig diskutiert. Und sowieso: Es bleibt alles im Fluss.

Die Projektziele im Groben:

  • einen neuen Stil finden in Design und Content
  • responsive design
  • deutlicher unser Leistungsspektrum darstellen
  • direkter die richtige Information anbieten
  • weniger textlastig sein
  • Ballast loswerden

Irgendwann unterwegs wurde das Schema unserer Produktlogos komplett über den Haufen geworfen. Das hat uns 3 Monate gekostet, ist aber aus meiner Sicht ein Erfolg. Nun kommt die inkrementelle Verfeinerung, werden teure SEO-Experten ins Haus geholt, wird den Kommentaren von Kunden, großen und kleinen Partner, Experten und Laien gelauscht. Ganz wichtig: Die englischen Seiten kommen in Kürze.

Hoffentlich erweist sich unsere Qualitätssicherung als ausreichend.

Danken möchten ich Anja, Conni, Jörg (ein anderer), Marc, Markus, Maté und Niki. Trotz einiger Frustrationsmomente auf der Strecke haben wir das Ziel für´s Erste erreicht.

Mobile App IBM Verse (und Notes!!)

verseiconJungs und Mädels bei IBM, da habt ihr mal was Nettes gebaut. Natürlich hätten wir uns das schon vor 10 Jahren gewünscht, aber besser spät als nie. Ansprechend gemacht, kinderleicht zu konfigurieren, wenn man weiß, dass der gute alte on-premise Domino Server mit der neuesten Version von Traveler diese App auch füttern kann.

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Endlich eine App mit allen Mails, Kontakten und Terminen. Sogar ein „alle als gelesen markieren“ geht. Und nette Bildchen von den Absendern gibt´s auch, sofern man diese in den iPhone-Kontakten gepflegt hat. Die Suche funktioniert super. Wie kann das bloß sein, wenn die Suche in Notes doch eines der letzten ungelösten Rätsel auf diesem Planeten ist. Welche Mail nun ungelesen ist, kann ich noch nicht so richtig erkennen, aber ich übe ja noch. Und ich könnte mir sogar angewöhnen Mails mit Aktionen zu versehen, was ich bislang in Notes nie gemacht habe.

Das Thema mit dem IBM Verse Freemium ohne Mobile wollen wir jetzt mal außen vor lassen, lieber Stefan.

Facebook und Konsorten – Freuden der API-Nutzung

hsc-facebookSolche Datenzugriffe auf Facebook wie in unserem wunderschönen holistic smart café wird es ab morgen nicht mehr geben. Meister Zuckerberg hat kurzerhand mal ein neues API bauen lassen und schaltet das Alte ab. Ab Morgen bekommt man nicht mehr über API die komplette Liste seiner Freunde.

Die Volatilität dieser APIs ist für Toolentwickler ein Graus. Man ist nie sicher, dass das, was heute funktioniert, morgen auch noch klappt.

Zum Interface unserer Implementierung von holistic smart café gehört eine Facebook App, die innerhalb von Facebook gar nicht in Erscheinung tritt. Über diesen Weg holen wir bislang die Freundesliste inkl. Profilphotos und den Profillinks. Ab Morgen müsste jeder Freund eines Nutzers vom smart café explizit dem Zugriff auf sein Profil durch diese App zustimmen, was natürlich in der Fläche nie der Fall sein wird. Also: Facebook Freundesliste in holistic smart café ade!

Die Motivation im Detail für dierse API-Änderung haben wir noch nicht begriffen. Auf den ersten Blick mutet es so ein bisschen wie ein Datenschutz Feature an, aber über die Facebook UIs kommt man selbstverständlich weiterhin an die Profile aller Freunde. Diskutieren braucht man mit Facebook darüber nicht. Die machen wann und was sie wollen. Dem hat man ja auch in den Nutzungsbestimmungen zugestimmt.

Ob eine Monetarisierungsidee dahintersteckt, bleibt abzuwarten. Wundern täte es niemanden. Der Schritt zur Monetarisierung ihres Datenmaterials steht ohnehin bei allen Social Network Plattformen am Ende der Fahnenstange. Entweder man verkauft den Laden, bringt ihn an die Börse, macht die Plattform zur Werbeschleuder oder verkauft die Daten an Dritte. Auch bei LinkedIn schlagen sich die Überlegungen zum Geldmachen in API-Änderungen nieder.

Nebenbei gesagt, es bleiben viele Quellen im holistic smart café erhalten, die vielleicht wichtiger sind als Facebook. Und es bleibt die Hoffnung, dass sich alles wieder ändert. Wie gesagt, dynamisch und volatil und ohne Mitspracherecht.

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Partnering mit unseren Freunden aus Amerika

Scribbel27Es gibt so ein paar Schmerzen im Partnering mit unseren lieben Freunden aus Amerika, darüber komme ich auch nach Dekaden Berufserfahrung nicht hinweg.

Das Harmloseste ist noch das nicht enden wollende fragen nach State/Province in allen Formularen amerikanischen Ursprungs.

Liebe Freunde im Land der unbegrenzten Möglichkeiten: Solche Pflichtfelder nerven, besonders wenn man Customer References ausfüllen soll und für jedes Bundesland den englischen Namen googlen muß. Lower Saxony hab ich ja auf dem Schirm, North Rhine Westphalia vielleicht auch noch, wobei es da mit der Schreibweise aber schon schwierig wird. Saxony-Anhalt hätte ich jetzt nur raten können, hätte eher auf Saxony on hold getippt.

Die nächste Nervstufe besteht in der unverfrorenen Abfrage von Kundenkontakten, deren Telefonnummern und deren Email-Adressen. Ich habe jetzt gestern mal unter solch ein Formular geschrieben, dass das nach deutschem Recht verboten sei. Ob’s stimmt oder ob´s in Amerika jemanden interessiert, sei mal dahingestellt. Vielleicht bietet ja die NSA solch einen Service inzwischen für kleines Geld an. Und der BND hilft, falls Umlaute im Spiel sind. Kleine Amtshilfe unter Kumpels.

Die härteste Nummer brachte vor einiger Zeit Google. Ich sollte im Rahmen der Google Enterprise Partnership für alle unsere Mitarbeiter eine quasi eidesstattliche Erklärung abgeben, dass keiner jemals in irgendwelche terroristischen Aktivitäten verstrickt war und wir als Firma das auch ständig überprüfen würden. Das Papier wanderte in die Tonne. Wir sind kein Google Enterprise Partner mehr.

Das tragische ist, wir haben keine Chance in diesem Machtspiel. Infos verweigern heißt in letzter Konsequenz auf Partnerschaft und Geschäft verzichten. Deutsches Recht ist in diesem Zusammenhang etwas zum Tapezieren der Toilette.

Readiness check – Social Connections 8 – Boston

BostonMit profesionellem Vorlauf, morgen geht´s mal kurz rüber nach Boston, habe ich mich mal schnell um die Reisepapiere gekümmert.

  • Flugticket: Die Lufthansa teilt mir beim Online Check-In leider mit, dass die vorgebuchten und mit einem kleinen Aufschlag verbundenen Plätze aus „operativen Gründen“ nicht zur Verfügung stehen. Keine Ahnung was diese operativen Gründe sein könnten. Ich möge mir das dafür gezahlte Geld nach der Reise zurückholen, indem ich den Lufthansa Service kontaktiere. Warum können die das nicht einfach zurückbuchen?
  • Hotel: Kendall in Cambridge, hat mein Room Mate Sigi alles gebucht. Er kommt allerdings nach mir an. Ich hoffe, dass die mich trotzdem ins Zimmer lassen.
  • Eventbrite Ticket: Auf der iPhone-App. Zusätzlich nochmal ausgedruckt. Sollte eigentlich so passen.
  • holistic Produktflyer in Deutsch und Englisch: Last minute translation, bisschen Faltarbeit. In Kürze gibt´s neue Logos, dann muss ohnehin alles neu gedruckt werden.
  • ESTA: Zur Sicherheit nochmal auf die ESTA-Seite, eigentlich sollte ich noch eine gültige Application haben.
    1.Überraschung – die Web Site ist ganz neu. Sieht gut aus.
    2. Überraschung – my application gesucht, sollte eigentlich da sein, weil nach meiner Erinnerung erst im Januar neu beantragt, keine gefunden. Bin ich zu doof um das ESTA-UI zu verstehen? Bei zwei Eingabefeldern, Name und Passnummer, kann man eigentlich nicht so viel falsch machen.
    Also neuen Antrag ausfüllen, weil ich keine Lust auf Debatten mit der Homeland Security habe. Das Aussehen der neuen Eingabemasken steht nicht ganz mit der Funktionalität im Einklang. Sowas würden wir nicht als App ausliefern. Man darf als US Contact zwar „unknown“ angeben, kann dann aber das Formular nicht abschicken. Im Feld Geburtsort nimmt er keinen „/“. Die Schreibweise Meisenheim/Glan funktioniert nicht. Try and error. Man bekommt zwar in rot schön die internen Feldnamen angezeigt, bei denen die Validierung fehlschlug, die Felder muss man dann aber von Hand suchen.
    Weil die Amis denken, dass jeder Staat der Welt in States/Regions gegliedert ist – warum könnte es auch anders sein -, muss man immer die entsprechenden Felder füllen. Was macht einer, der aus Luxemburg kommt? Schreibt vermutlich nochmal Luxemburg in das Region-Feld.
    Am Schluß müssen inzwischen 73$ abgedrückt werden. Da könnte man zumindest 1$ von jeder Application in die Fertigstellung der Web-App stecken. Geht aber vermutlich in die Anschaffung von Handfeuerwaffen für die Homeland Security.
    Ergebnis: Ich finde meine neue Application und sie ist approved.
  • Visitenkarten:Wie vom Veranstalter empfohlen „a good stack“ eingepackt. Man kann die angeblich in Hüte werfen und „fabulous prizes“ gewinnen. Bin gespannt.

Nun laufe ich noch ein bisschen durch die Abteilungen unseres Konzerns und lasse mir die letzten brandneuen Releases der holistic connections toolbox und des holistic smart café auf den USB-Stick kopieren. So geht das bei uns.

Hab ich was vergessen? Hinweise bitte kurzfristig.

Hier noch der passende Musik Link: Shipping up to Boston. Nicht für jedermanns Ohr geeignet.

IBM Verse Signature Moment

div-016Gestern durfte ich mit ca. 200 anderen Menschen am IBM Verse Signature Event teilnehmen. Die IBM nutzte die CeBIT als Gelegenheit, um in Sachen Öffentlichkeitsarbeit für IBM Verse hierzulande etwas zu tun. In einen Consumer Market kommt man eben nicht, wenn man nur Analysten ein paar salbungsvolle Erkenntnise erzählt. Da muss das Marketing ran.

Aber, Beta hin, Beta her, noch ein Preview, Launch hier, Signature Moment da. Es muss jetzt endlich mal Butter bei die Fische. Das heißt Business Partner und Kunden müssen sich den wahren Nutzen von IBM Verse selbst erschließen können. Fertig mit „Nur gucken, nicht anfassen!“

Ich habe eine ganze Serie von Nagelproben im Hinterkopf, aber auf den bisher freigegebenen Plattformen ließen sich diese Tests nicht durchführen.

  • Was leistet Watson in IBM Verse?
  • Wie gut funktioniert die faceted search?
  • Was sind die Unterschiede im Featurevolumen des „alten“ Notes Clients und IBM Verse?

Das UI ist richtungsweisend und das Potential scheint groß zu sein, aber, wie gesagt, bisher kann ich es nicht aus eigener Erfahrung bestätigen.

Die Fragestellungen rund um ein IBM Verse on-premise wird man ohnehin erst in ein paar Monaten beantworten können.

Und noch eine kleine Randbemerkung, liebe IBM: Das Format der Veranstaltung gestern im Raum Brüssel ist suboptimal. Da ist null Pep drin. Es reicht nicht aus im Vorfilm die Bassboxen hüpfen zu lassen. Wenn die IBM das Thema Collaboration mit IBM Verse revolutionieren will, dann sollte man zumindest ein seit Dekaden abgedroschenes Veranstaltungsformat ein bisschen in Frage stellen. Im Vorfilm werden Dynamik und junge Menschen gezeigt. Danach kommen mehrheitlich Leute auf die Bühne, die ihre Pensionsrückstellungen schon lange im Trockenen haben. Wo soll da das Vertrauen in einen Innovationsmotor IBM in Sachen Messaging und Collaboration herkommen?

 

Die CeBIT ruft

cebitsbAls Ortsansässiger sieht man die CeBIT ja immer duch eine etwas andere Brille. Da ich die Abende am heimischen Kamin verbringe und nicht im alkoholgesättigten Ausnahmemodus auf diversen Partys, bleibt der Adrenalinspiegel bei mir etwas flacher als bei anderen euphorisierten Kollegen. Dennoch, ich gehe jetzt mal hin. So zum Warmlaufen praktisch. Als Teilnehmer eines IBM Design Workshops, worauf ich wirklich gespannt bin.

Die Ticketreseverierung hat hoffentlich geklappt. Zur Sicherheit habe ich es auf dem SmartPhone und in zwei Varianten als Ausdruck dabei. Auch für das Üstra-Ticket, das ja erstmals in diesem Jahr nicht mehr Bestandteil des CeBIT-Tickets ist, habe ich den modernen elektronischen Weg beschritten. Die GVH-App ist einigermaßen bedienerfreundlich. Einigermaßen.

Am Dienstag werde ich dann pausieren, man soll’s ja nicht übertreiben.

Am Mittwoch habe ich dann einen ehrenvollen Auftritt mit lieben Freunden beim Expert-Panel: Unterschiede bei den Social Collaboration Lösungen. Die Stimmungslage in der Social Business Arena werde ich heute schon mal prüfen.

Am Mittwoch gibt es dann nachmittags noch das IBM Verse Signature Moment Event. Eines der diesjährigen CeBIT Highlights.

Also: Los geht´s zu den Würstchen für 10,60€.

Widersprüche

VerseAus gegebenem Anlass habe ich gestern versucht das IBM Verse Beta Nomination Form auszufüllen. Leute, Leute, Leute. Ihr raubt einem den letzten Nerv. Nicht dass mir diese Formulare neu wären, aber es ist doch immer wieder frappierend in welchem Widerspruch das tägliche Business mit der IBM zu den Worten ihrer Wanderprediger steht. Diese reden landauf, landab von dramatischer Produktivitätssteigerung durch Collaboration Software, vom Umbau der Wissenssilos, von schlanken, flexiblen Prozessen, gar von UI-Revolutionen, dem genialen Watson und tausend anderen tollen und innovativen Dingen.

Ich sage euch Leute, solange die IBM von Formularfetischisten, pathologischen Datensammlern, Lawyern und Controllern bescherrscht ist, bleibt es schwer. Wie sollen denn eure Business Partner und Kunden daran glauben, dass ihr die Leichtigkeit des Seins neu erfunden habt, wenn ihr in den Geschäftsprozessen das Gegenteil beweist.

Ich kann es ja akzeptieren, dass nicht jeder Dadödel auf Zuruf in ein Beta Program kommen kann. Aber warum muss ich denn zum 1427. Mal das Pflichtfeld State mit „Lower Saxony“ füllen, zum 1728. Mal angeben, woher ich die IBM kenne und innerhalb eines Formulars ein halbes Dutzend mal meinen Namen angeben. Immer wieder dieser antiqierten Schlüsselwortlisten. Fragt doch einfach euren Watson. Der kann euch das doch alles sagen und ihr erspart mir diese endlose Nerverei.

Schnelle IBM Connections Installation auf amazon web services

aws console copyKürzlich ergab sich bei uns der Bedarf schnell mal ein IBM Connections Release 3 zu installieren, um spezielle Tests durchzuführen. Obwohl Amazon im Prinzip auf meiner persönlichen schwarzen Liste steht, habe ich doch der Nutzung der amazon web services zugestimmt.

Der Kollege hat schnell mal einen Account auf amazon.com angelegt, die Kreditkarte hinterlegt und loskonfiguriert. Red Hat Enterprise Linux als OS, m3.xlarge als Instance Type, ein bisschen Plattenspeicher, eine „elastische IP“ (Wahnsinn, was es alles gibt), ein bisschen Firewall und fertig war die leere Laube.

aws instance

 

 

 

 

 

Danach kommen dann die Connections Quellen drauf, und Connections wird schnell mal installiert.

Einer ersten Abrechnung sehe ich in solchen Fällen immer mit einer gewissen Skepsis entgegen. Die Angst, im Kleingedruckten etwas übersehen zu haben, spielt immer mit. Bislang finde ich das operative und das ökonomische Ergebnis aber zufriedenstellend:

  • 32,54$ für 83 Stunden Amazon Elastic Compute Cloud running on Red Hat Enterprise Linux
  • 0,34$ für 5,6 Mio I/O requests (was so alles gezählt werden kann ?!?)
  • 3,14$ für 53GB Magnetic provisioned storage
  • 0,69$ für einen 6,6GB Snapshot
  • 0,11$ für 1GB SSD storage

Die elastische IP kostet für die ersten 100 remaps im Monat nichts. Elastisch halt.

Macht in Summe für den Januar 36,82$ netto. Eine gute Sache für diesen Zweck.

Wer Details wissen will, kann sich gerne an meine Kollegen wenden.

Meine liebe IBM

Ich werde ja oft missverstanden. Die Kollegen von der IBM bezichtigen mich gelegentlich der Nestbeschmutzung. Dabei geht es mir doch lediglich um freundschaftliche Tipps für meinen Lieblingshersteller. Da ich so direkt nicht weiß, wer denn der geeignete Adressat ist – das sind meist die grauen Männer und Frauen im Backoffice – versuche ich es halt immer mal wieder über den Blog.

Liebe IBMer, das mit dem Auslegen von Leimruten ist generell eine gute Idee und ich würde ja auch liebend gern IBM Verse testen, aber ich habe nun zum 3.Mal eine ähnliche Nachricht wie die oben dargestellte erhalten. Wenn ich etwas ausprobieren will, dann sofort. Ich will keine Anrufe erhalten, ich will keine Listen bei IBM füllen, ich will schon gar nicht wegen irgendwelcher onboarding instructions kontaktiert werden. Ich will einfach nur machen. Und wenn die Chose nicht selbsterklärend ist, dann will ich auch nicht.