Frischer Wind für unsere Konjunktur

Nun also geht´s los mit dem Aufschwung. Die Industrieproduktion ist im ersten Quartal 2002 wieder um 0,25 Prozent gestiegen – das macht Hoffnung. Am Neuen Markt werden die letzten Bereini­gungen vorgenommen. Sogar Verhaftungen spielen sich dabei ab. Das ist wie im Finanzkrimi und erhöht die Spannung. Neue Firmen haben Aufstellung bezogen, um ja nicht den Startschuss für die nächsten sieben fetten Jahre zu verpassen.

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Im Ernst, es gibt wirklich genug zu tun, und das Geld wurde auch nicht abgeschafft. IT-Infrastrukturen und Anwendungsportfolios lassen sich nicht vereisen oder mit Fixativ besprühen, damit sie ohne weitere Investitionen konserviert bleiben. Bereits in den achtziger Jahren war von einem Anwendungsstau die Rede, der eher auf technologische Gründe zurückzuführen war. Heute sehe ich einen Anwendungsstau, der sich durch die investive Zurückhaltung der letzten beiden Jahre ergeben hat.

Wir sollten uns wieder auf solides, faires Business konzentrieren. Wenn sich die genannten 0,25 Prozent zu 0,5 Prozent entwickeln oder daraus gar ein echtes ganzes Prozent wird, dann dürfen wir beim Kunden auch mal das Wort „Innovation“ in den Mund nehmen.

Angesichts der strapazierten Kassen allerorten habe ich zum Beispiel eine Empfehlung für IBM. Denn das Pricing des IBM Software Symposions 2002 in Wien ist mit 1.850 Euro etwas entglitten. Die Beschreibung „IBM presents the most powerful e-business software portfolio on the planet under one roof“ klingt zwar gigantisch, aber wir wollen das doch nicht über eine Konferenzgebühr komplett finanzieren. Es ist verständlich, dass die vielen Währungen einschließlich Euro für Verwirrungen sorgen. Aber es ist doch nicht damit getan, eine bekannte Ziffernfolge zu nehmen – beispielsweise 1850 –, dann nach einem schicken Sonderzeichen – etwa für den Euro – zu suchen und dieses schnöde hinter die Ziffernfolge zu hängen.

Informieren, Business Partner binden und neue Business Partner gewinnen, sollten für IBM die Ziele solcher Veranstaltungen sein. Kosten von 1.850 Euro muten dem Besucher eher nach Melkvorgang an. Vielleicht folgt das Pricing der Philosophie: „Jeder Handgriff ist ein Profit Center“ oder „Was man hat, das hat man.“

Als Ausgleich für diese zarte Kritik weise ich ausdrücklich darauf hin, dass man mit IBM auch sehr positive Erfahrungen machen kann. Unser Business Partner-Betreuer gehört zu diesen Lichtblicken.

Zurück zur wachsenden Konjunktur. Das nächste strategische Kurz-Meeting ruft, der nächste Kunde steht in einer Stunde vor der Tür. Los geht´s!

PS: Ich bin bereit, meinen Worten auch Taten folgen zu lassen und werde meinen Beitrag zum Aufschwung leisten.

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