Kleider machen LSA

Die Amerikaner haben mit den Chinesen einen Lebensgrundsatz gemeinsam: Eine gewisse Uniformiertheit in der Kleidung erleichtert das Leben. Ein chinesischer Blaumann als Konferenz-Outfit wäre auch mal spannend, aber so wagemutig sind die Clothing-Strategen von Lotus dann doch nicht.

Auf der Lotusphere in Berlin gab es wieder die neueste Lotus-Kollektion an T-Shirts, Polo- und Sweat-Shirts zu begutachten. Lotus-Mitarbeiter waren in schwarzen oder gelben Tönen zu sehen, die Konferenz-Teilnehmer – sofern sie sich direkt nach dem Empfang des Geschenkpaketes umgezogen hatten – im weißen Orlando-Remake.

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Nebenbei bemerkt: Meine Familie dankt für die kontinuierliche
T-Shirt-Versorgung und mein alleinstehender Kollege lässt sich in Kürze eine neue Schrankwand im Schlafzimmer installieren, da er sonst dem T-Shirt-Aufkommen nicht mehr Herr wird.

Zurück zur Konferenz: Eine auffällige Ausnahme der Kleiderordnung stellen die Lotus-Herren aus Bayern bzw. Düsseldorf dar. Sie hatten die Aufgabe, der Lotus Solution Architecture – kurz LSA – zum Durchbruch zu verhelfen und traten in seriösem Zwirn zum Marketinggefecht ans Rednerpult.

Ist die LSA seriöser als der amerikanische Teil des Lotus-Produkt-portfolios? Oder durften die Herren keine T-Shirts anziehen, weil die Original-Loti jenseits des großen Teiches nicht hinter der LSA stehen? Oder fanden sie einfach keine freie Garderobe zum Umziehen?

Dieses Bekleidungs-Verwirrspiel förderte zumindest nicht den Zulauf zur diesbezüglichen „Birds of a Feather Session“ – wie zu hören war. Es hätte zu zwei gepflegten Doppelkopf-Runden gereicht.

Wir bleiben gespannt wie sich Lotus zum Thema LSA verhält, be­obachten die Kleiderordnung auf der nächsten Konferenz und suchen weiter nach weißen Hemden, unter denen die Lotus-T-Shirts nicht unangemessen durchschimmern.

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