Ein Tausendsassa

Knippi 001Ich habe ihn extra gefragt, ob ich das posten darf. Er hat ja gesagt. Ich gestehe ihm aber ein Widerrufsrecht zu. Jörg Knippschild ist ein Held des Postens von Foursquare Meldungen. Die Welt darf wissen, wo er sich bewegt. Am Münchner Flughafen scheint man sich diese Meldungen gleich im Dutzend einzufangen. In x-facher Persönlichkeitsspaltung bewegte er sich gleichzeitig bei Dallmayr und bei Käfer, in der Business Lounge 1. und 2.Klasse, in Schengen, München und Oberding und nebenbei noch im Kempinski. Wahnsinn!!! Lieber Jörg, hast du eine Toilette gesucht, war´s dringend oder wie kam diese Umtriebigkeit zustande? Wenn du gleichzeitig noch 6mal Mayor geworden wärst, würde ich dich noch mehr bewundern.

EULUC Update

eulucManches dauert lange und kleinere Nacharbeiten sind noch notwendig, aber der große Schritt von IBM Connections 3.0 auf IBM Connections 4.5 für EULUC, die Kommunikationsplattform der DNUG, ist gemacht. Ich will jetzt nicht nochmal alle Leiden dieses Updates aufzählen, weil das manchen Kritikern unberechtigt in die Karten spielt. Festzuhalten ist: Wir, d.h. die Kollegen von SOFTWERK und holistic-net wissen wie es geht und vor allem, wo die Fallen sind. Und es läuft. Nochmal Danke an alle Beteiligten.

Die Sucht

iOS7Eigentlich wollte ich gestern Abend gar kein Fass mehr aufmachen. Man daddelt noch so ein bisschen auf Facebook rum und siehe da, der Mann der das IT-Gras wachsen hört, Volker Weber, postet: „iOS7 is out“. Ich wollte dann auch nur kurz nachgucken, ob auf dem iPad das rote Nümmerli am Icon „Einstellungen“ zu sehen ist. War nicht zu sehen. Aber unter „Softwareaktualisierung“ war dann durchaus auf iOS7 hingewiesen. Eigentlich wollte ich dann auch nicht auf „Laden“ drücken. Ich bin doch kein Update-Junkie. Aber irgendwie hat mein Finger es dann doch getan. Apple versteht es Sucht zu erzeugen. Bei meinem Notebook habe ich nie das Bedürfnis das allerneueste OS-Release zu haben. Zuerst stand dann da: „Noch ungefähr 1 Stunde ..“. Das änderte sich dann bald in „Noch ungefähr 6 Stunden …“. In früheren Jahren hätte ich vielleicht die Nacht durch vor dem Gerät gesessen. Gestern bin ich einfach ins Bett gegangen. Morgens war’s dann fertig. Die Konditionierung für iOS7 läuft.

Zweite Runde: Windows 8 auf Lenovo ThinkPad

Windows8Man kann sich an manches gewöhnen, aber nicht an alles. Nachdem der erste Versuch sich mit Windows 8 vertraut zu machen an einem ThinkPad mit Transportschaden gescheitert ist, habe ich dieses Wochenende dem 2.Versuch gewidmet. Allein schon, dass man ein Wochenende damit beschäftigt ist einen Rechner halbwegs zum Fliegen zu bringen, ist eine Schande. Wenn sich diese Beschäftigung mehr um das Entfernen als um das Hinzufügen dreht, dann ist es eine doppelte Schande.
Nachdem ich mir die Windows 8 Shortcuts zu Gemüte geführt habe, komme ich etwas besser mit Windows 8 im Allgemeinen klar. Der Mensch ist ja konditionierbar. Dennoch lande ich ständig irgendwo, wo ich nicht hinwill, oder suche mir einen Wolf.
Ätzend finde ich nach wie vor den Versuch dem Benutzer ständig einen Microsoft Account unterzujubeln. Bei jedem Installationshandgriff fängt man sich irgendwelche Zecken ein. Fast amusant ist die Tatsache, dass man sich erst mal das Norton Studio als Virenschutz einfängt und dieses dann kontinuierlich Zeckenalarm bei den folgenden Handgriffen meldet. Es ist auch schwierig zu unterscheiden, welcher Müll von Lenovo kommt (der Chinese an sich ist ja auch sehr konsumfreudig) und welcher von Microsoft. Immerhin lassen sich Bing, Skype, Internet Explorer und SkyDrive deinstallieren. Dagegen lässt sich der Store nicht so einfach entfernen.
Unterm Strich: Der Kampf gegen den Konsum-Müll der IT-Welt geht weiter.

GEMA Gebühren auf USB-Sticks

GEMANatürlich ist das ein alter Hut, denn es gilt schon seit über einem Jahr. Trotzdem fallen einem bestimmte Blüten unserer Gesetzgebung erst auf, wenn man direkt davon betroffen ist. Dass die GEMA an einem 8GB USB-Stick 1,56 € verdient, halte ich für Wegelagerei. Das sind mehr als 30% des Preises. Die sollen ihr Business grundsätzlich überdenken und sich nicht wie Zecken an den Gesetzgeber hängen. Schon der Ausdruck „Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ)“ klingt nach stalionistischer Planwirtschaft. Wer kommt denn auf die Idee genau 1,56€ festzusetzen? Wie lautet denn die Rechnung an dieser Stelle: (Personalkosten von GEMA+ZPÜ)/Anzahl der verkauften USB-Sticks in Deutschland = 1,56€. Ich könnte mich aufregen. 😡

Existentielles

iphone5sLiebe Leute, eigentlich wollte ich dieses Apple-Announcement einfach ignorieren, denn ich bin weder der Erste, der etwas postet, noch weiß ich die Bedeutung der 64-Bit-Mobile-Architecture angemessen zu kommentieren. Das weltweite Einsammeln von Fingerprints für die NSA über Apple sehe ich nun auch nicht so wirklich als Fortschritt. Der doppelte Blitz wird vermutlich auch nicht dafür sorgen, dass ein 5S sauber zu fokusieren lernt. Aufnahmen ohne ausreichendes Tageslicht werden weiter ein Glücksspiel sein. Ich habe allerdings lebhafte Vorstellungen in welchen Gucci-Taschen und Armani-Hosen die silberne und die goldene Variante landen werden. Ich denke der russische Markt gibt da was her, der arabische wohl auch. Spannend wird sein, welche Farbwahl Männer, die ihren Ehefrauen und Geliebten das neue iPhone zukommen lassen, treffen werden. Silber für die Gattin, Gold für die Geliebte, oder doch umgekehrt? Man wird sehen.

Design Scan von Notes Applikationen

hds

Unser großer Sport in vielen Projekten ist z.Zt. der Design Scan von Tausenden von Notes Applikationen zu diversen Zwecken. Mal ist es die Vorbereitung von Konsolidierungsprojekten, mal ist es die Vorbereitung von Modernisierungsmaßnahmen in der Applikationslandschaft, oft ist es aber auch die Vorbereitung zu einer Migration  der Maillandschaft in Richtung Microsoft Exchange und der Applikationslandschaft in Richtung Microsoft SharePoint oder anderer Plattformen.

Da es sich hier um Massenrecherchen dreht, steht Effizienz im Vordergrund. Auffinden von Pattern, effizientes Tagging von oft Hunderttausenden von Results, Aggregation zu Problem-Clustern, Identifizieren von Lösungswegen. Das menschliche Auge und der erfahrene Entwickler sind trotz weitestgehender Automatisierung der Prozesse unerlässlich. Das endet schon mal in dem Spruch: „Ich kann heute keinen Notes-Code mehr sehen!“

Domino Server und ID Tables

Der Domino Server verwaltet intern eine sog. ID Table pro Datenbank. Das ist der interne Index zum Auffinden der Note-IDs. Bei sehr großen Datenbanken und unglücklichen Implementierungskonzepten kann diese ID-Table an die Kapazitätsgrenze kommen, was dazu führt, dass nichts mehr funktioniert in dieser Datenbank. Der Zustand ist dann äußerst ärgerlich und nicht schnell zu reparieren. Fehlermeldungen im Log sehen dann wie folgt aus.

id table

Zitat IBM aus einem PMR-Mail: „Usually, the inability to extend an IDTable is due to lots of delete activity on the database being updated.  Since Domino does not reclaim NoteIDs, the IDTable structure eventually fills up and cannot be used unless or until a new replica is made of the database.“

Wir haben ein internes Tool, um den Füllungsgrad dieser ID Table auszulesen. Man kann dann Maßnahmen ergreifen, um das Problem zu beseitigen, bevor es zum Stillstand kommt. Wer vor dem gleichen Problem steht, kann sich bei uns melden. IBM sagt, dass das Problem unter Notes 9 im Rahmen des Compact gelöst werde. Ausprobiert haben wir es noch nicht. Wenn viele schreien, bauen wir noch ein UI für das Tool, damit es auch für andere Admins nutzbar ist.